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Proteste nach Polizeigewalt in den USA: Die Flammen lassen sich nicht mit Gewalt löschen

So haben sich die Amerikaner die Rückkehr zum vermeintlich normalen Leben nach dem wochenlangen Lockdown wohl nicht vorgestellt: Statt zur verspäteten Begrüssung des Frühlings gehen erzürnte US-Bürger im ganzen Land derzeit vor die Tür, um gegen Polizeigewalt und einen aus ihrer Sicht rassistischen Präsidenten zu demonstrieren.

Auslöser für die Proteste ist der Tod des Afroamerikaners George Floyd, der von einem weissen Polizisten in der Stadt Minneapolis minutenlang brutal zu Boden gedrückt wurde und kurz darauf verstarb. Weiss gegen Schwarz, mächtig gegen wehrlos: Dieses Trauerspiel geht jeden Tag aufs Neue über die amerikanische Bühne. Noch vergangene Woche sorgte der Fall eines unbewaffneten schwarzen Joggers weltweit für Schlagzeilen. Ahmaud Arbery wurde von weissen Schützen durch ein Quartier gejagt und völlig grundlos niedergeschossen.

Anders als die Coronaepidemie, an der mehr als 100'000 Amerikaner verstorben sind, ist die Rassengewalt hausgemacht. Und sie wird vom weissen Mann im Weissen Haus kräftig angeheizt. Mit provokativen Sprüchen und Drohgebärden gegen die Demonstranten spielt sich Donald Trump als kompromissloser Ordnungshüter auf.

Klar: Die Szenen der brennenden Polizeiposten und Imbissbuden sind unschön. Löschen lassen sich die Flammen von Minneapolis aber nicht mit noch mehr Gewalt gegen die demonstrierenden Teile der Bevölkerung, sondern nur mit Verständnis für deren Situation, die gerade jetzt so ausweglos scheint wie selten zuvor.

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