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Prominenter Kreml-Gegner: Nawalny laut Anwalt aus Haft in Moskau verlegt

Der russische Oppositionelle muss mehrere Jahre ins Straflager. Nun ist er in ein anderes Gefängnis gebracht worden – wohin, ist unklar.

Wo befindet sich der berühmteste Putin-Gegner? Alexei Nawalny ist in ein anderes Gefängnis verlegt worden.

Wo befindet sich der berühmteste Putin-Gegner? Alexei Nawalny ist in ein anderes Gefängnis verlegt worden.

Foto: Alexander Zemlianischenko (AP/Keystone/20. Februar 2021)

Nach seiner Verurteilung zu einer Straflagerhaft wurde Alexej Nawanlny offensichtlich in eine andere Haftanstalt verlegt. Aber wohin, ist unklar. «Sie haben niemandem gesagt, wohin er gebracht wird», sagte Nawalnys Anwältin Olga Michailowa der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag. Sie deutete jedoch an, er sei womöglich in ein Straflager gebracht worden. Laut Nawalnys rechter Hand Leonid Wolkow wurde nicht einmal die Familie des Oppositionellen informiert.

Der bekannteste Kritiker von Russlands Präsident Wladimir Putin war wegen angeblicher Verstösse gegen seine Bewährungsauflagen während seines Aufenthalts in Deutschland zu mehr als zwei Jahren Haft in einem Straflager verurteilt worden. Die Entscheidung wurde international scharf verurteilt und löste Massenproteste in Russland aus. (Lesen Sie das Porträt über Nawalny: Der Anti-Putin hat eine grosse Schwäche).

Am vergangenen Samstag hatte ein Gericht in der Hauptstadt Moskau die Straflagerhaft gegen Nawalny bestätigt. Unter Anrechnung früherer Haftzeiten und eines mehrmonatigen Hausarrests könnte der Oppositionelle nach Berechnungen seiner Anwälte nach zwei Jahren, sechs Monaten und zwei Wochen freikommen – also im Sommer 2023.

Nawalny war nach einem Giftanschlag im August, für den er den Kreml verantwortlich macht, in Deutschland im Krankenhaus behandelt worden. Unmittelbar nach seiner Rückkehr nach Russland im Januar wurde er festgenommen.

Er gilt als wichtigster Widersacher des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Der Oppositionelle wurde schon mehrfach festgenommen und zu kurzen Haftstrafen verurteilt. Seine Unterstützer kritisieren das Vorgehen der Justiz gegen ihn als politisch motiviert.

AFP/SDA/fal

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