Switzerland

Prestigeduell statt Spitzenkampf – der FCB muss gegen YB endlich in die Spur finden

Die ersten beiden Duelle der laufenden Saison gingen jeweils an YB. Bild: keystone

Prestigeduell statt Spitzenkampf – der FCB muss gegen YB endlich in die Spur finden

Basel gegen YB – das ist das Spiel des Zweiten gegen den Ersten der Super League. Aber es geht längst nicht mehr um den Meistertitel. Selbst bei einem Sieg der Basler würde keine Spannung in den Titelkampf zurückkehren, denn YB hätte immer noch 16 Punkte Vorsprung auf den FCB.

Würde der Match im St.-Jakob-Park viel später in der Saison stattfinden, würde man wohl von einem Kehrausspiel sprechen. Jedenfalls ist das allgemeine Interesse am Ausgang des Spiels vom Mittwoch nicht sehr gross. Am gleichen Tag sind St.Gallen gegen Servette und Vaduz gegen Lausanne sportlich vielleicht sogar interessanter. Deshalb geht es im Duell der beiden Erzrivalen nur noch um eines – um Prestige.

Im Fokus steht natürlich vor allem der FC Basel. Nach vier sieglosen Spielen und der Suspendierung von Captain Valentin Stocker darf man gespannt sein, wie sich der kriselnde FCB gegen den aktuellen und wohl auch zukünftigen Meister präsentieren wird. In Basel hoffen nicht wenige auf einen weiteren desolaten Auftritt, so dass dem Verein nichts anderes übrig bleibt, als sich vom ungeliebten Trainer Ciriaco Sforza zu trennen.

FCB-Trainer Sforza braucht dringend ein Erfolgserlebnis. Bild: keystone

Trotz Rückendeckung von Präsident Bernhard Burgener sitzt Sforza alles andere als fest im Sattel. Zu angespannt ist die sportliche Lage. Der Vorsprung auf Schlusslicht auf Vaduz beträgt nur noch zehn Punkte. Ein Abstieg scheint derzeit zwar nicht realistisch, doch das Erreichen des internationalen Geschäfts ist in Gefahr. Der FC Zürich auf Rang 4 liegt nur drei Punkte hinter dem FCB.

YB spielt für die Geschichtsbücher

Für YB geht es dagegen um ganz anderes – um Rekorde zu brechen. 25 Punkte waren in der Zeit der Super League der höchste je registrierte Abstand zwischen dem Ersten und dem Zweiten. Diese gewaltige Differenz ergab sich nach der 29. Runde der Saison 2018/19. YB wies damals 78 Punkte vor, der FC Basel 53. Jetzt, wo in der Saison 2020/21 noch 14 Runden zu spielen sind, klafft eine Lücke von 19 Punkten zwischen den beiden Erzrivalen.

In der genannten Saison 2018/19 brachen die Young Boys zahllose Rekorde. Mit 19 Punkten Reserve auf Basel gingen sie in die Rückrunde. Unter Trainer Marcel Koller gelang es den Baslern immerhin, den Rückstand nicht wesentlich weiter anwachsen zu lassen. Die 25 Punkte waren der grösste Abstand, aber am Schluss der Saison lagen die beiden Mannschaften «nur» noch 20 Punkte auseinander. Die 20 Punkte sind bis heute der grösste Abstand an einem Saisonende. 2011/12 triumphierte der FC Basel mit ebendiesem Vorsprung.

In ihrem aktuellen pitoyablen Zustand ist die Basler Mannschaft nicht mit jener von vor zwei Jahren zu vergleichen. Da auch alle übrigen Mannschaften mit Ausnahme der Berner jede Konstanz vermissen lassen, ist aus jetziger Sicht zu vermuten, dass YB der am deutlichsten überlegene Meister der Ära der Super League werden könnte. Schon heute Abend könnte die Kluft grösser werden. (pre/sda)

DANKE FÜR DIE ♥

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren

(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

5 CHF

15 CHF

25 CHF

Anderer

Die turbulente FCB-Zeit unter Präsident Burgener

Zwei Berner in Basel – «wie feiert man einen YB-Titel?»

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Unvergessen

3. März 2004: Bei GC macht sich im Derby nach gut 60 Minuten die Angst vor einer Kanterniederlage breit. Doch die Hoppers kommen zurück – und sorgen für eines der denkwürdigsten Cup-Spiele der Schweizer Fussballgeschichte.

63 Minuten sind im altehrwürdigen Hardtum gespielt, als sich für die heimischen Grasshoppers eine kolossale Blamage anzubahnen scheint. 2:5 liegen die Hoppers im Cup-Halbfinal zurück, ausgerechnet gegen den Stadtrivalen FC Zürich. Der FCZ, trainiert vom jungen Lucien Favre, hat von erstaunlichen Schwächen in der Hoppers-Abwehr profitieren können.

Schon früh liegt GC mit 0:2 zurück. Daniel Gygax trifft nach sechs Minuten zur Führung, der zweite Treffer ist ein Slapstick-Eigentor, verursacht …

Link zum Artikel

Football news:

Courtois über das 2:1 gegen Barça: Real zeigte, dass er kämpfen kann
Messi hat Real seit Mai 2018 nicht mehr getroffen
Zinedine Zidane: Real besiegt Barça verdient. Man kann nicht alles auf den Richter abschreiben
Ronald Koeman: Der Schiedsrichter hätte einen klaren Elfmeter setzen müssen. Aber Barça muss sich wieder abfinden Ich denke, wenn du das Spiel gesehen hast und du aus Barcelona kommst, bist du jetzt am Zug und unzufrieden mit den beiden Entscheidungen des Schiedsrichters
Sergi Roberto über den Fall Braithwaite: Überrascht, dass der Schiedsrichter sofort sagte, es sei nichts passiert. Wir haben bis zum Ende gekämpft. Real spielte sehr geschlossen, vor allem in der ersten Halbzeit. Am Ende hatten wir Pech, wir haben die Latte getroffen. Es ist sehr schade, ein Unentschieden wäre nicht das schlechteste Ergebnis für uns
Ex-Schiedsrichter Iturralde Gonzalez glaubt, dass es einen Elfmeter für Braithwaite gab. Anduhar Oliver glaubt, dass es keine Zwei Ex-Schiedsrichter gibt, die die Episode mit dem Sturz von Barcelona-Stürmer Martin Braithwaite nach einem Kontakt mit Real-Verteidiger Ferlan Mehndi bewertet haben. Nach Ansicht von Andujar Oliver gab es keinen Elfmeter. Iturralde Gonzalez glaubt, dass sich der 11-Meter-Schuss gelohnt hätte: Elfmeter. Der Spieler wird aus dem Gleichgewicht gebracht, wenn er läuft. In dieser Episode wird er aus dem Gleichgewicht gebracht, er bewegt sich in eine Richtung und er wird von der Hand gepackt
Casemiro bekam 2 gelb in einer Minute und verpasst Real Madrid Spiel mit Getafe