Switzerland

Pressekonferenz mit Corona-Experten: Müssen Risikogruppen zur Arbeit?

Zurzeit herrscht Unklarheit darüber, ob Arbeitnehmer, die zu einer Risikogruppe gehören, nun zur Arbeit gehen müssen oder nicht? Der Grund: Am 20. März passte der Bundesrat die Verordnung über Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus an.

Artikel 10c, der sich mit den Pflichten der Arbeitgeber befasst, wurde in der Folge zum Nachteil von Risikogruppen ausgelegt. Juristen legten die Änderung so aus, dass Personen mit Vorerkrankungen wieder zur Arbeit bestellt werden könnten, sollte Homeoffice nicht möglich sei. Dies, solange der Arbeitgeber die Empfehlungen des Bundes betreffend Hygiene und soziale Distanz umsetzen könne. Im Detailhandel könnten etwa Plexiglasscheiben aufgestellt werden – und somit Verkäuferinnen, die unter Diabetes oder Bluthochdruck leiden, wieder arbeiten.

Sozialpartner arbeiten an Lösung

Am Mittwoch nahm der Bundesrat dazu Stellung: Ein Arbeitgeber könne eine verletzliche Person nicht dazu zwingen, zur Arbeit zu gehen, aber er sei verpflichtet, die Vorgaben des Bundesamts für Gesundheit umzusetzen, hiess es.

Die arbeitsrechtliche Stellung der Risikogruppen ist weiterhin unklar. Wie Justizministerin Karin Keller-Sutter (56) sagte, seien Gewerkschaften und Arbeitgeberverband in Diskussion, um eine gemeinsame Lösung zu finden. Ob diese schon etwas ergeben hat, kann heute allenfalls Gabrielle Ineichen-Fleisch (58) beantworten, die Chefin des Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco).

Neben ihr geben folgende Corona-Experten Auskunft:

BLICK berichtet live von der Pressekonferenz.

Coronavirus

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