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Preise, Jobs, Reisen: Das bedeutet der Brexit für Schweizer Konsumenten

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Einigt sich der Bund nicht mit dem Vereinigten Königreich, könnte der Brexit für Konsumenten Konsequenzen haben – von steigenden Preisen bis zu Jobverlust.

Der unmittelbar bevorstehende Brexit sorgt bei Unternehmen und an der Börse für Unsicherheit. Ab dem 1. Februar soll das Vereinigte Königreich (UK) endgültig nicht mehr zur Europäischen Union (EU) gehören.

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Aber trifft das Ganze eigentlich auch die Konsumenten? «Ja, der Brexit sollte auch die Schweizer Konsumenten kümmern», sagt Haig Simonian, Vizepräsident der Britisch-Schweizerischen Handelskammer, zu 20 Minuten (siehe Video oben). Allerdings hat die Schweizer Politik bereits vorgesorgt, dass sich zumindest bis Ende 2020 nichts ändert (siehe Box). Kann die Schweiz die bestehenden Abkommen jedoch nicht darüber hinaus verlängern, bekämen auch die Schweizer Konsumenten den Brexit zu spüren:


Die Schweiz hat mit dem UK ein neues bilaterales Handelsabkommen abgeschlossen, das verhindern soll, dass die Preise von britischen Produkten in der Schweiz in die Höhe schiessen. Ohne ein solches Abkommen würden Standardzölle der Welthandelsorganisation (WTO) auf britische Ex- und Importe fällig. «Die Höhe der Zölle hängt von den Produkten ab – man spricht von 3 bis 10 Prozent», sagt Simonian. Wie viel teurer dann etwa ein Range Rover, britischer Tee oder auch Medikamente wären, sei zudem davon abhängig, ob die Hersteller die Zölle ganz oder teilweise auf die Konsumenten abwälzen würden.
Für britische Firmen würden die WTO-Zölle auch den Import von Schweizer Gütern verteuern. Wenn das den Unternehmen zu teuer wird, könnten sie beschliessen, ihre Ware künftig etwa in China zu bestellen, so Simonian: «Dann könnte man nicht ausschliessen, dass wegen der sinkenden Nachfrage in der Schweiz Arbeitsplätze verloren gehen.»
Es könnte künftig für Schweizer schwieriger werden, Zugang zum britischen Arbeitsmarkt zu erhalten – und umgekehrt. Das Personenfreizügigkeitsabkommen ist nicht mehr auf das UK anwendbar, wenn es aus der EU austritt. Das Abkommen gab Schweizer Staatsangehörigen bisher das Recht, ihren Arbeitsplatz und Aufenthaltsort im UK frei zu wählen. Spätestens 2021 braucht es auch hier eine neue Lösung. UK-Botschafterin Jane Owen betont, dass nur neue Ankömmlinge betroffen seien – wer bereits eine Aufenthaltsbewilligung im jeweils anderen Land habe, müsse sich keine Sorgen machen.
Die EU zieht eine Visumspflicht für Reisende aus dem UK in Betracht. Das würde es Briten nicht nur erschweren, nach Europa zu reisen, sondern das Visum wäre auch mit einer Gebühr verbunden. Für Schweizer Reisende gibt es derzeit zwar keine vergleichbaren Gebühren – dass sich das ändert, sei aber denkbar, sagt Simonian.

(rkn)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

Die neusten Leser-Kommentare

  • Über allem was mit der EU zusammenhängt

    scheint kein grosser Segen zu liegen. Ist man dabei, lähmt einem der überblähte Bürokatenstab mit immer neuen Gesetzen. Will man raus oder ist man nicht dabei hat man auch keine Ruhe mehr. Es ist ein Elend.

  • Und jetzt?

    Viel könnte, würde, in Betracht ect. aber hauptsächlich immer nur negative Dinge. Na dann los, macht endlich...

  • Panikmacherstory

    Eine der üblichen Angstmacherstory. Die Schweiz und GB haben beide ein sehr sehr grosses Interesse rasch eine gütliche Regelung zu finden, da beide Länder zur Zeit mit der EU eine wesentlich grösserer Baustelle haben. Und was die Visumspflicht angeht, so ist das, zumindest für Aufenthalte unter 3 Mt., nichts anderes als eine Drohgebärde. Oder glaubt jemand ernsthaft Spanien, Portugal, .... möchte die Touristen aus GB mit einer Visumspflicht vergraulen oder umgekehrt GB seine Touristen aus der EU?

  • Nicht mal mehr

    Harry und Meghan halten es wie auch die Nordiren und Schotten in diesem verlotternden royalen Moloch aus.

  • Vergessen ?

    wir sind ja noch nicht in der EU ! NOCH nicht . und so wie mir ist , ist England immer noch ein FTA Land... wie die Schweiz.

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