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Pornhub unter Beschuss: Petition fordert Abschaltung der Porno-Seite

Wegen Corona stellt Pornhub sein Premiumangebot aktuell kostenlos zur Verfügung. So will der Porno-Gigant einen Beitrag dazu leisten, dass die Menschen zu Hause bleiben. Über die Pandemie im eigenen Haus schweigt Pornhub lieber: Videos, die reale Vergewaltigungen zeigen, Filme mit Menschenhandelsopfern, Rachepornos und Videos, in denen der Missbrauch von Kindern zu sehen ist. Alles auf Pornhub. Alles hunderttausend Mal angeklickt.

Nun läuft gegen den weltweit grössten Pornoanbieter eine Onlinepetition. Das Ziel: die Webseite abzuschalten und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Innert kürzester Zeit haben bereits 800'000 Personen die Petition unterschrieben.

Christen lancieren Petition

Lanciert wurde die Petition von der US-amerikanischen Aktivistinnengruppe Exodus Cry. Eine Gruppe mit christlichem Hintergrund. Unterstützt wird die Petition mittlerweile von rund hundert Menschen- und Kinderrechtsorganisationen. Laila Mickelwait, Gründerin von Exodus Cry, sagt: «Es handelt sich bei Pornhub um ein Unternehmen, das Millionen mit Werbung und Einnahmen durch Mitglieder macht. Trotzdem hat es kein effektives System, um das Alter der Personen verlässlich zu überprüfen, die in den pornografischen Inhalten zu sehen sind.»

Befeuert wird der wachsende Unmut gegen Pornhub aber vor allem auch von betroffenen Frauen, die das Schweigen brechen. Darunter die Britin Rose Kalemba. Die heute 25-jährige Frau wurde im Alter von 14 Jahren entführt und mehr als zwölf Stunden lang missbraucht. Einige Monate später schickten Schul­kollegen einen Link herum. Kalemba klickte drauf, wurde auf die Seite von Pornhub weitergeleitet und fand Filme von ihrer Vergewaltigung unter Titeln wie: «Teenager weint und wird geschlagen.» Ein Video verzeichnete bereits 400'000 Klicks.

Kalemba flehte Pornhub während sechs Monaten an, die Videos vom Netz zu nehmen. Pornhub reagierte nicht. Es klappte erst, als sie sich als Anwältin ausgab. Das alles passierte vor zehn Jahren. Geändert hat sich seither allerdings kaum etwas. Als Kalemba ihre Geschichte 2019 publik machte, meldeten sich über 50 weitere Britinnen, die Ähnliches erlebt haben.

Ähnlicher Fall in den USA

Dass Missbrauch auf Pornhub landet, zeigt auch ein Fall aus dem US-Bundesstaat Florida: Videos mit einer 15-Jährigen wurden auf Pornhub gefunden. Das Mädchen war seit einem Jahr als vermisst gemeldet.

Ein Umsatzgarant für Pornhub waren jahrelang auch die Videos der Produktionsfirma Girls Do Porn. Über 17 Millionen Franken Umsatz machte die Firma – auch dank Pornhub. Denn dort wurden diese Filme über 627 Millionen Mal angeklickt, schafften es gar unter die 20 am meisten geschauten Videos. Nachdem 22 Frauen klagten, kam heraus: Ihnen wurde ein Modeljob versprochen, vor Ort wurden sie zum Dreh pornografischer Filme genötigt. Erst als sich die Bundespolizei einschaltete, löschte Pornhub sämtliche Videos der Firma.

Zum Vorwurf, Missbrauchsmaterial zu verbreiten und da-ran zu verdienen, sagt Pornhub zu SonntagsBlick: «Diese Vorwürfe sind kategorisch falsch.»

Darüber, wie künftig verhindert werden soll, dass solche Videos auf Pornhub landen, sagt der Porno-Gigant nichts.

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