Switzerland

Polizei liess Minigolf in der Waldau schliessen

Nur eine Woche konnte Roger Schneider seine Minigolfanlage offenhalten. Dann kam die Polizei und verbot den Betrieb – trotz Corona-Schutzkonzept.

Roger Schneider, Präsident des Minigolf-Clubs Bern, musste die Anlage in der Waldau nach einer Woche wieder schliessen.

Roger Schneider, Präsident des Minigolf-Clubs Bern, musste die Anlage in der Waldau nach einer Woche wieder schliessen.

Foto: Alexandra Jaeggi

Gut vorbereitet mit einem strengen Schutzkonzept, startete Roger Schneider vom Minigolf-Club Bern in die neue Saison. Die Heimanlage des Clubs in der Waldau öffnete am 11. Mai wie andere Sportanlagen ihre Türen. Doch die Freude bei ihm und den Besuchern dauerte kaum eine Woche. Am Sonntag kam die Polizei und schloss die Bahnen fürs Publikum.

Roger Schneider fiel aus allen Wolken. Denn die Minigolfanlagen in der Inneren Enge, im Heggidorn oder in Murten durften unbehelligt offenbleiben. Und sie werden es auch weiterhin bleiben. In der Waldau dürfen hingegen bis auf weiteres nur noch lizenzierte Spieler ihre Trainingsrunden absolvieren.

Spezielle Regeln für Clubs

Es war nicht etwa so, dass Schneiders Schutzkonzept nicht überzeugend war. Zwei Personen oder eine Familie pro Bahn durften gleichzeitig spielen. Gesamthaft erlaubte Schneiders Konzept höchstens 36 Spielerinnen und Spieler gleichzeitig auf der Anlage. Schläger und Bälle kamen nach der letzten Bahn in eine Wanne mit Seifenwasser und wurden desinfiziert. Resultatblätter und Schreibzeug gab es nicht.

Die Polizei befand dieses Konzept denn auch als völlig korrekt. Die Schliessung hatte einen anderen Grund: Die Minigolfanlage Waldau wird vom Minigolf-Club Bern betrieben. Der Club ist Mitglied von Swiss Minigolf, und dieser Dachverband hat ein eigenes Schutzkonzept. Dieses besagt: Keine Gäste, nur lizenzierte Clubmitglieder sind zugelassen.

Unabhängige Anlagen sind offen

Das führt zu einer absurden Situation: Anlagen, die von Minigolfclubs betrieben werden, die Mitglieder von Swiss Minigolf sind, dürfen derzeit keine anderen Besucher spielen lassen. «Spielen geht noch nicht», schreibt etwa das Minigolf Burgdorf. Auch die Anlagen in Frutigen, Heimberg und Spiez sind noch geschlossen.

Hingegen haben Anlagen, deren Betreiber nicht beim Verband Swiss Minigolf dabei sind, offen: In der Inneren Enge und im Heggidorn kann täglich gespielt werden. Die Heggidorn-Betreiber Ardita Konjuhaj und Reto Koch haben sich die Erlaubnis dazu sogar schriftlich vom Bundesamt für Sport (Baspo) geben lassen.

Weil sie nicht Mitglied von Swiss Minigolf sind, durften sie ihr eigenes Schutzkonzept erstellen – und seit dem 11. Mai ihre Anlage unbehelligt offenhalten. Die Anlage in der Waldau hingegen zog nach der Eröffnung den Neid eines Konkurrenzbetriebs auf sich, wo vorläufig ebenfalls nur lizenzierte Mitglieder spielen dürfen. Der Betreiber meldete bei der Polizei, dass sich der Minigolf-Club Bern bei der Eröffnung seiner Bahnen in der Waldau nicht an die Vorgaben des Verbands halten würde.

Anzeige blieb aus

Wer dieser Konkurrent war, will Roger Schneider lieber nicht sagen. Er will böses Blut vermeiden und hofft darauf, dass er am 8. Juni die Anlage offiziell wieder öffnen darf. Vorher will er keine Anzeige riskieren. Die Polizei hat bei der Schliessung der Waldau-Anlage darauf verzichtet. Denn Schneider konnte ja ein korrektes Schutzkonzept vorweisen. Dieses hatte nur einen Fehler: Es entsprach nicht jenem des Verbandes.

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