Switzerland

Politiker fordern: Köbi Kuhn soll in Wiedikon ein Denkmal erhalten

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Sowohl die SVP als auch die SP will den verstorbenen «Köbi national» für seine Leistungen ehren.

Knapp zwei Monate ist es her, dass Köbi Kuhn im Alter von 76 Jahren verstarb. Der Tod der ehemaligen FCZ-Legende und des früheren Nati-Trainers bewegte nicht nur die Fussballwelt, sondern die ganze Schweiz.

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Nun will auch die Politik «Köbi national» ehren und ihm ein Denkmal setzen. Wie die «NZZ» berichtet, haben der SVPler Stefan Urech und der SPler Urs Helfenstein im Stadtparlament einen gemeinsamen Vorstoss eingereicht. «Köbi Kuhn war eine integrierende Persönlichkeit, ein waschechter Zürcher, zu dem Jung und Alt aufsahen», sagt Urech. «Er war eine Identifikationsfigur», fügt Helfenstein hinzu. «Bescheiden, ohne Starallüren, einer wie du und ich.»

In ihrem gemeinsamen Vorstoss fordern die zwei Gemeinderäte, die normalerweise politisch völlig unterschiedliche Meinungen vertreten, den Stadtrat auf, eine «permanente Würdigung» für Köbi Kuhn aufzugleisen.

Skulptur statt Platz

Bereits kurz nach dem Tod stand die Debatte im Raum, einen Platz in Wiedikon nach dem verstorbenen Kuhn zu benennen. Diese Idee stiess jedoch nicht überall auf Zuneigung. So äusserte sich Katharina Prelicz-Huber, Gemeinderätin und Nationalrätin der Grünen im Radio: «Es gibt sehr viele Frauen, die ebenso bekannt sind wie Köbi Kuhn und ebenso Gutes geleistet haben.»

Aus diesem Grund soll es nun eine Skulptur werden. Den Initianten schwebt dabei ein «dezentes Denkmal» vor, das am besten einen Bezug zum Quartier Wiedikon aufweise, wo Kuhn einen Grossteil seines Lebens verbrachte. «Figuren wie er – Vertreter der Schweizer Arbeiterklasse – verschwinden zunehmend aus unseren gentrifizierten Hipster-Kreisen», sagt Urech.

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(erh)