Switzerland

Pharma-Familie Sackler zur Schweiz-Flucht: «Wir sind nur kurzfristig in Gstaad»

Die verhassteste Familie der USA zieht nach Gstaad BE. In den USA haben die Sacklers Milliardenklagen – und flüchten nun in die Schweiz. Oder doch nicht?

Über einen Sprecher lässt die Familie verlauten, dass man in absehbarer Zukunft zurück in die USA ziehen möchte. «Wir sind nur kurzfristig in Gstaad», sagt er dem «Berner Oberländer». Die Sacklers würden bloss in ihrem Familienanwesen überwintern. In ihrer Heimat will das jedoch niemand glauben, so der Tenor der US-Medien.

Sacklers würden Probleme mit Aufenthaltsbewilligung haben

Falls die Sacklers in der Schweiz doch Fuss fassen möchten, dürfte es mit der Aufenthaltsbewilligung schwierig werden. Bei US-Bürgern führt das Staatssekretariat für Migration nämlich einen Backgroundcheck durch. Ihr Leumund wird geprüft.

Einige Sacklers haben aber auch einen britischen Pass. In diesem Fall könnte eine solche Prüfung wegfallen.

400'000 Menschen sind tot

In den USA werden die Sacklers für die Opioid-Krise verantwortlich gemacht. Mit der Vermarktung des Medikaments Oxycontin – das doppelt so stark wie Morphium ist – hat der verstorbene Mortimer Sackler (1916–2010) zusammen mit seinem Bruder Raymond (1920–2017) in den 1990er-Jahren das grosse Geld gemacht.

Ihr Vermögen wird auf umgerechnet 12,78 Milliarden Franken geschätzt. Das jedoch auf Kosten von anderen: Insgesamt 400'000 US-Bürger sind zwischen 1999 und 2017 an den Folgen von Schmerzmittel-Missbrauch gestorben. Dennoch weist der Pharmakonzern Purdue die Schuld vehement von sich. (szm)