Switzerland

Peter Belart darf sich erster «Brugger des Jahres» nennen – daraus soll eine Tradition entstehen

Peter Belart ist «Brugger des Jahres» . Diese Auszeichnung sei eine grosse Ehre, damit hätte er nie gerechnet, sagte er sichtlich erfreut und auch gerührt. Stattgefunden hat die Urkunden- und Preisübergabe am Dienstagnachmittag beim Landgasthof Vierlinden in Bözberg – mit prächtigem Blick auf die verschneite Region bis zur Habsburg sowie bei beissendem Wind.

Zum ersten Mal hat der Förderverein Events Brugg (FEB) den «Brugger des Jahres» gesucht und nun auch gekürt. Gefragt war eine Person, die sich seit Jahren im Bereich Kultur, Sport oder Soziales ehrenamtlich und uneigennützig für die Gemeinschaft einsetzt. Als Preis winkte ein Zentrumsgutschein von 1000 Franken. Kandidatinnen und Kandidaten konnten Ende des letzten Jahres gemeldet werden, als Wahlgremium amtete der Vorstand des FEB.

Die Wahl sei nicht einfach gewesen, alle nominierten Kandidatinnen und Kandidaten seien qualifiziert gewesen, blickte FEB-Präsident Josef Sachs zurück. Peter Belart sei gleich mehrmals gemeldet worden. Er zeichne sich aus durch ein langes und vielfältiges Engagement, seine vielseitigen Interessen, sei stark verankert in der Region und geniesse eine hohe Akzeptanz.

Anwesenheit hat er einem Schutzengel zu verdanken

FEB-Vizepräsident Miro Barp erwähnte – einige – der vielen Leistungen des langjährigen Journalisten und Lehrers: Er hat zahlreiche Werke verfasst und Vorträge gehalten zu geschichtlichen und naturwissenschaftlichen Themen, hat Stadt- und Ortsführungen organisiert oder Lesungen, Podiumsgespräche und Workshops durchgeführt.

Weiter wirkte der mittlerweile 70-Jährige in Kommissionen mit, war Brugger Jugendfestredner im 2001, hat mehrere Grossanlässe publizistisch begleitet – Flugtage Birrfeld oder Oper Schenkenberg – und war acht Jahre Präsident der Kirchenpflege in seinem Wohnort Schinznach-Dorf. Derzeit ist er Synode-Mitglied für die Kirchgemeinde Schinznach-Dorf sowie Co-Präsident des Vereins Tourismus Region Brugg.

Fremde erzählen im ihr ganzes Leben

Dass Peter Belart überhaupt anwesend sein und den verdienten Preis entgegen nehmen könne, habe er einem Schutzengel zu verdanken, fügte Barp an. Denn bei einem medizinischen Eingriff im vergangenen Dezember sei es zu einem Zwischenfall, einem Herzstillstand, gekommen. Eine Pflegefachfrau habe ihn reanimiert.

Der FEB-Vizepräsident hat Ehefrau Therese Belart die Frage gestellt, was ihren Mann ausmache. Dieser schwatze mit allen Personen, lautete ihre Antwort, und auch Fremde erzählen ihm ihr ganzes Leben. Der FEB sei stolz, sagte Barp abschliessend: Mit Peter Belart sei ein würdiger Preisträger gefunden worden.

Die Auszeichnung soll zu einer Tradition werden

Dieser Aussage schloss sich Bruggs Stadtammann Barbara Horlacher an. Sie bedankte sich für den ehrenamtlichen Einsatz – stellvertretend auch für weitere Organisationen, Einrichtungen oder Vereine. Sie alle könnten nur bestehen dank Menschen, die sich nicht fragen, was der Einsatz ihnen selber nützt, sondern, was sie für die Gesellschaft leisten können. Auch die öffentliche Hand sowie professionelle Institutionen profitieren von Menschen, die sich mit Freude und ihren Erfahrungen einbringen, führte Horlacher aus. Uneigennützig freiwillig tätig zu sein sei aber alles andere als selbstverständlich. Deshalb sei diese Tätigkeit – häufig im Hintergrund – umso höher einzuschätzen.

Peter Belart ist übrigens der erste, soll aber nicht der einzige Preisträger bleiben, sagte FEB-Präsident Josef Sachs. «Es soll eine Tradition entstehen.»

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