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Österreichs Kanzler Nehammer wird mit Spitzenergebnis ÖVP-Chef

Österreicher mit Supernamen

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Österreicher mit Supernamen

quelle: epa/epa / sascha steinbach

«Nein, Deutschland, ich werde meinen Dialekt nicht ablegen»

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Mexikanische Aktivisten haben die Audioguides des «Weltmuseum Wien» ausgetauscht. Sie wollten so ihre Sicht zur «Penacho de Moctezuma» – einer aztekischen Federkrone – erzählen und erreichen, dass diese nach 500 Jahren wieder zurück nach Mexiko geholt wird.

Wenn Moctezuma nicht nach Mexiko kommt, geht Mexiko halt zu Moctezuma. Das ist die Kurzfassung einer schier unglaublichen Geschichte, um die Rückgabeforderungen einer aztekischen Federkrone, die heute im «Weltmuseum Wien» ausgestellt ist. Die Rede ist vom «Quetzalfeder-Kopfschmuck» (mexikanisch: «Penacho de Moctezuma», aztekisch: «Kopilli Ketzali » ), der um 1520 datiert.

Der österreichische Bundeskanzler Karl Nehammer ist jetzt auch ÖVP-Parteichef.

Der österreichische Bundeskanzler Karl Nehammer ist jetzt auch ÖVP-Parteichef.Bild: keystone

In Österreich ist Bundeskanzler Karl Nehammer gut fünf Monate nach seinem Amtsantritt auch Parteichef der konservativen ÖVP geworden. Der 49-Jährige erreichte ein Spitzenergebnis von 100 Prozent Zustimmung der mehr als 520 Delegierten. Er war der einzige Kandidat und nahm die Wahl an. Die ÖVP regiert seit Anfang 2020 in einem Bündnis mit den Grünen. Die Umfragewerte der machtverwöhnten Partei sind zwar stark gefallen, aber die Koalition gilt als stabil.

Beim Parteitag war auch Nehammers Vorgänger Sebastian Kurz (35), der unter starkem Druck im Oktober 2021 als Bundeskanzler zurückgetreten war. Gegen ihn und andere wird wegen Korruptionsverdachts ermittelt. Kurz bezeichnete Nehammer als einen, «der 100 Prozent gibt in jeder Aufgabe». Ratschläge erteile er aber nicht, sagte Kurz.

Er hat sich vollständig aus der Politik zurückgezogen und arbeitet heute für den US-Investor und Milliardär Peter Thiel, der dem amerikanischen Ex-Präsidenten Donald Trump nahesteht.

Nehammer war international zuletzt wegen seines überraschenden Besuchs beim russischen Präsidenten Wladimir Putin in den Schlagzeilen. Das Treffen verlief ohne konkretes Ergebnis. Er verteidigte die Reise vor den Parteifreunden: Besser man tue etwas, als nichts zu tun und nur zuzuschauen, sagte er. Nehammer war ebenfalls in die ukrainische Hauptstadt Kiew gereist und hatte den Vorort Butscha besucht, der Schauplatz einer Serie von Gräueltaten war, die den russischen Truppen zugeschrieben werden.

Nehammer betonte, dass Österreich zwar neutral sei, aber trotzdem eine Meinung habe. Wenn es Kriegsverbrechen gebe, werde die Regierung dies auch beim Namen nennen.

Zur jüngsten Kritik an der Partei im Zuge der Korruptionsermittlungen sagte Nehammer: «Wir lassen uns nicht einschüchtern». Je grösser der Druck sei, desto mehr kämpfe die Partei und setze sich für die Menschen ein. (sda/dpa)