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Onlinehandel: Erhalten wir jetzt keine Päckli mehr aus China?

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Wegen des Coronavirus fliegen kaum mehr Flugzeuge nach China und zurück. Das beeinflusst den Postversand – in beide Richtungen.

Wer online Ware aus China bestellt, muss im Moment wohl länger warten als sonst: Wegen des Coronavirus fallen nämlich zahlreiche internationale Flüge nach China aus. Das beeinflusst den Postversand. So kann nur noch ein Drittel der Pakete und Briefe von der Schweiz nach China geliefert werden. Auch beim Import von Sendungen aus China in die Schweiz könne es zu Verzögerungen kommen, wie die Schweizerische Post mitteilte.

Das könnten einige Schweizer Konsumenten zu spüren bekommen: Denn hierzulande wird fleissig bei asiatischen Onlineshops eingekauft. Letztes Jahr hat die Post pro Tag rund 78'000 Sendungen allein aus Asien erhalten. «Der grösste Teil stammt von Onlinehändlern wie Alibaba oder Wish», sagt eine Post-Sprecherin zu 20 Minuten.

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Pakete reisen in Personenflugzeugen an

Weil keine Frachtflugzeuge von China in Zürich landen, müssen die meisten Pakete aus China in Personenflugzeugen transportiert werden. Doch im Moment fliegen nur noch die Swiss und Cathay Pacific von Zürich nach Hongkong und zurück, wie eine Sprecherin des Flughafen Zürichs auf Anfrage erklärt. Alle anderen Flüge nach China sind bis Ende Februar eingestellt worden. Normalerweise werden wöchentlich die Metropolen Shanghai, Peking und Shenzhen angeflogen.

«Es kann gut sein, dass Ware aus China deshalb vermehrt über den Landweg in die Schweiz kommt», sagt Patrick Kessler, Präsident Verband Schweizerischer Versandhandel. So kommen viele Bestellungen aus China mit Frachtflugzeugen nach Deutschland. Von dort werden die Päckchen dann mit dem LKW in die Schweiz gefahren. Das dauert aber länger.

Weniger kleine Päckli aus China

Tatsächlich zeigt der eingeschränkte Flugverkehr bereits Auswirkungen auf den Postversand aus China: Laut der Schweizerischen Post erreichen weniger Kleinwarensendungen aus China die Schweiz. Dazu zählen Pakete bis zu 2 Kilogramm, wie sie viele asiatische Onlinehändler versenden. Sendungen von Alibaba oder Wish seien grösstenteils vergleichbar mit etwas dickeren Briefen, erklärt eine Sprecherin der Post.

Die Ursache dafür könnte bei der chinesischen Post liegen: Diese lagert zurzeit Pakete und Briefe ein, die fürs Ausland bestimmt sind, wie der Weltpostverein in Bern zu 20 Minuten sagt. Chinesische Inland-Post wird sogar regelmässig desinfiziert. In Regionen, in denen das Coronavirus stark verbreitet ist, werden Postsendungen auch nicht mehr von Personen ausgeliefert. So nutzt das Internetunternehmen JD.com Drohnen für die Auslieferung von Paketen in betroffenen Regionen und Städten.

(bsc)

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