Switzerland

Ökologische Üdiker-Säcke: Bis ins Jahr 2022 werden mit den Gebührensäcken Ressourcen gespart

Der ökologische Gedanke hält in Uitikon bei den Kehricht­säcken Einzug. Die Gemeinde hat sich dazu entschlossen, die Gebührensäcke durch einen neuen Prozess herstellen zu lassen. «Für die Herstellung der Kehrichtsäcke wird Kunststoffabfall aus Industrie und von Grossverbrauchern verwendet», erklärt Nicole Studer, Leiterin Gesundheit der Gemeinde Uitikon. Der Anteil von sogenanntem Post Consumer Recycling (PCR) beträgt dabei über 80 Prozent. Dadurch kann der Verbrauch von fossilen Rohstoffen reduziert und zu einer Verringerung der CO2-Emissionen beigetragen werden.

Neue Herstellung, bekanntes Design

Die neue Herstellungsart wird auf das Erscheinungsbild nur einen minimalen Einfluss haben. Die Oberfläche der Kehrichtsäcke wirke nun matter und körniger als zuvor, die Farbe erscheine weniger kräftig, sagt Studer. Druckfarbe und -motiv bleiben gleich. Die Gebühren­säcke werden aus einer Drei-Schicht-Folie bestehen und sind wegen der dunkelgrauen Innenschicht komplett blickdicht. Die Kehrichtsäcke werden nach wie vor vom selben Hersteller bezogen. Die Firma Petroplast liefert sie an die Gemeinde. Die Petroplast AG gehört zur Papier-­Mettler-Gruppe. Deshalb werden die Gebührensäcke bei der Firma Papier-Mettler im deutschen Morbach produziert.

Aufgrund der Neuerungen wurden die Gebührensäcke für ihre Umweltverträglichkeit zertifiziert: Einerseits mit dem deutschen Zertifikat «Blauer Engel», andererseits mit dem Zertifikat «Environmentally Friendly > 80 % PCR» der Ugra. Die Ugra ist das Schweizer Kompetenzzentrum für Druck- und Medientechnik in St. Gallen. Sie steht ausserdem in Verbindung mit dem Schweizerischen Verband Kommunaler Infrastruktur, der die Qualitätsanforderungen für Gebührensäcke definiert. Diese erfüllen die neuen Kehrichtsäcke auch weiterhin.

Die Gebührensäcke werden ab August eingeführt

Auf die Möglichkeit von umweltfreundlicheren Kehricht­säcken machte der Hersteller der Üdiker-Säcke die Gemeinde aufmerksam. «Die ökologischen Vorteile haben uns auf Anhieb überzeugt», sagt Studer. Die Änderung in der Herstellung wurde bereits 2019 durch den Gesundheitsvorstand beschlossen. Die neuen Gebührensäcke werden sukzessive bis ins Jahr 2022 eingeführt.

Als Erstes werden voraussichtlich noch im August die 35-Liter-Säcke eingeführt. Im Moment sind allerdings vielerorts noch die alten Gebühren­säcke im Umlauf. Im November werden die 17-Liter-Säcke folgen. Im Hinblick auf die Erfahrungen im Verkauf geht Studer davon aus, dass die Bestände der 110-Liter-Säcke vor jenen der 60-Liter-Säcke zur Neige gehen. Deshalb werden die 110-Liter-Säcke im Laufe des Jahres 2021 eingeführt, die Einführung der 60-Liter-Säcke folgt im Jahr 2022.

Derweil können die alten Gebührensäcke laufend aufgebraucht werden. Sie behalten ihre Gültigkeit auch nach der Einführung der neuen Kehrichtsäcke. Dass sich die Gemeinde bei den Gebührensäcken ökologischer ausrichtet, hat keinen Einfluss auf die Preise der Kehrichtsäcke. Sie bleiben trotz neuem Herstellungsprozess gleich teuer.

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