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Ohne Vertrag in der Coronavirus-Krise: Simek vor ungewisser Hockey-Zukunft

Die Coronavirus-Krise ist schon für jene Spieler belastend genug, die einen Klub haben. Mit der Ungewissheit, den unvorhersehbaren finanziellen Konsequenzen, der möglichen Lohneinbusse, der wahrscheinlichen Kurzarbeit. Wie muss die Situation denn für einen Spieler sein, der derzeit ohne Vertrag ist?

Juraj Simek geht es so. Sein Kontrakt läuft Ende April aus. Der Stürmer spielte zuletzt für die SCRJ Lakers, an die er von Servette ausgeliehen worden war. Es sollte ein Neustart sein, der einstige Nationalspieler wollte seine Karriere am Obersee nochmals neu ankurbeln. Stattdessen steht der 32-Jährige nun vor einer ungewissen Hockey-Zukunft.

Simek erwartet keine normale Saison

«Die Situation ist nicht einfach», gesteht Simek, «und wird sich in den nächsten Monaten auch nicht bessern.» Vielleicht hätte er ein besseres Gefühl mit einem unterschriebenen Vertrag in der Tasche. «Aber ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass die nächste Saison eine normale sein wird. Die Verluste für die Klubs bleiben, aber die Auswirkungen für die Spieler sind noch nicht absehbar.»

Der schweizerisch-slowakische Doppelbürger geht mit der Ungewissheit überraschend abgeklärt um. Aus einem Grund: Bereits 2015 machte Simek ein sportliches Tief durch, war über ein halbes Jahr ohne Vertrag. Nach vier Saisons bei Servette strebte er nach einer Luftveränderung, landete für 15 Spiele in Finnland, für 12 Partien bei Lugano, wurde aus dem Südtessin wieder weggemobbt – und kam erneut bei Genf unter. «Damals hat es mich extrem gestresst.» Seine Frau erwartete ihr erstes Kind, mittlerweile ist der Sohn vierjährig. Die Familie wohnt in der Nähe von Einsiedeln SZ, und bleibt vorerst auch da, obwohl sie sich in Genf heimisch fühlt.

Hilfe vom RAV

Simek will den Gedanken nicht zulassen, dass diese Coronavirus-Krise das Ende seiner Karriere bedeuten könnte. «Ich überlege nicht, ob ich diese Sorge habe. Ich schätze mich einfach glücklich, dass wir jetzt nichts Schlimmeres durchmachen.» Der Stürmer will weiter Hockey spielen. Ihm bleibt aber nichts Anderes übrig, sich für die Zeit, bis er das allenfalls wieder kann, arbeitslos zu melden.

«Vor fünf Jahren habe ich während des halben Jahres ohne Vertrag kein Arbeitslosengeld bezogen. Aber diesmal muss ich die Zeit so überbrücken», sagt Simek, «wir Profisportler zahlen ja schliesslich auch ganz normal in die Arbeitslosenkasse ein.» Der Familienvater macht sich gleichzeitig Gedanken, wie seine berufliche Zukunft neben dem Eis aussehen könnte und geniert sich dabei auch nicht, die Hilfe des RAVs zu beanspruchen.

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