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Nur einmal gab es bereits weniger Sommereis in der Arktis

Am 15. September 2020 wurde eine Eisabdeckung von 3,74 Mio. Quadratkilometern Eis gemessen. Das sind 2,51 Mio. Quadratkilometer weniger als der Durchschnitt der Jahresminima, die von 1981 bis 2010 gemessen wurden. Bisher hatte es im Sommer erst einmal so wenig Eis in der Arktis: Im Sommer 2012 wurden noch 3.39 Mio. Quadratkilometer Eis gemessen.

Dieser Rückgang ist dramatisch. Mark Serreze, Direktor des National Snow and Ice Data Center (NSIDC), das an der Universität von Colorado ind Boulder beheimatet ist, befürchtet, dass es bereits in zehn bis zwanzig Jahren in der Arktis kein Sommereis mehr geben wird.

Extremsommer in Sibirien

Die diesjährige Schmelze wurde angeregt und verstärkt durch einen Extremsommer in Sibirien. Am 20. Juni 2020 wurde in Werchojansk eine Temperatur von 38 Grad Celsius gemessen. Das war der höchste Wert, den man dort je gemessen hat. Die Hitzewelle führte zu grossflächigen Waldbränden. Zum C=2-Ausstoss durch das Auftauen des Permafrosts kamen noch 56 Megatonnen CO2 durch die Waldbrände. Die hohen Temperaturen führten auch zu einer grossräumigen Ausbreitung des Sibirischen Seidenspinners in den bisher vom Feuer verschonten Waldbeständen. Die Bäume werden durch den Insektenfrass geschwächt und anfälliger für Feuer.

Rauch von Waldbränden in Sibirien.

Im Juni rief Präsident Putin den Notstand aus für Sibirien. Nicht nur wegen der hohen Temperaturen und der Feuer, sondern auch weil Infrastrukturbauten durch das Auftauen des Permafrosts grossflächig einzustürzen drohten. Dazu schlugen mehrere Öl-Depots und -Pipelines leck und verursachten grossflächige Umweltschäden.

Die verlängerte Hitzeperiode in Sibirien: Die Durchschnittstemperaturen Januar bis Juni 2020 - vergleichen mit denjenigen von 1981 bis 2010. In Werchojansk wurde mit 38 Grad Celsius der absolute Wärmerekord oberhalb des Polarkreises gemessen.

Inwiefern die Klimaerwärmung für den Rekord verantwortlich ist, ist schwieriger anzugeben. Was man ziemlich zuverlässig sagen kann, ist, dass der langfristige Trend ohne den globalen Klimawandel nicht stattfinden würde. Die Ereignisse haben auch eine verstärkende Wirkung: Die Hitzewelle führt zu Waldbränden und Temperaturrekorden, die wiederum die Druckverteilung über Sibirien stark beeinflussen.

Kein solcher Hitzesommer ohne Klimawandel

Forscher der international breit abgestützten Agentur World Weather Attribution (WWA) kamen nach sorgfältiger Abwägung der einzelnen Faktoren zum Schluss, dass dieser Sibirische Hitzesommer ohne den Klimawandel wohl nicht stattgefunden hätte. Gemessen an den Daten wäre das ein Ereignis, das man höchstens ein Mal in 130 Jahren erwarten würde. Eine Simulation mit den Umweltbedingungen von 1900 zeigte, dass ein solcher Sommer 2 Grad im Durchschnitt kühler ausgefallen wäre. Man befürchtet, dass die Durchschnittstemperatur in Zukunft zwischen 2.5 und 7 Grad Celsius steigen wird. Im Jahr 2050 rechnet man mit einer Steigerung um 5 Grad Celsius.

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