Switzerland

Novartis steigt in Corona-Programm von Molecular Partners ein, Straumann steigert Umsatz im dritten Quartal aus eigener Kraft - und weitere Wirtschaftsmeldungen

(awp/sda) Novartis schaltet sich über eine Zusammenarbeit mit Molecular Partners nun doch aktiver in den Kampf gegen Covid-19 ein. In Form einer Options- und Lizenzvereinbarung üben die beiden Unternehmen den Schulterschluss, wie sie am Mittwoch mitteilten.

Ziel der Vereinbarung ist die Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von zwei therapeutischen Kandidaten, MP0420 und MP0423, die gegen das Coronavirus erprobt werden sollen.

Die Zusammenarbeit ziele darauf ab, die firmeneigenen DARPin-Technologien von Molecular Partners und die Erfahrungen von Novartis in der globalen Arzneimittelentwicklung, Zulassung, Herstellung und Vermarktung zu nutzen, um das Programm rasch voranzubringen, heisst es in der Mitteilung.

Im Rahmen der Vereinbarung erhält Molecular Partners laut Mitteilung eine Vorauszahlung von 60 Millionen Franken, die auch Eigenkapital einschliesst. Eine weitere Zahlung von 150 Millionen Franken wird demnach fällig, sollte Novartis sich entscheiden, die Option für beide therapeutischen Kandidaten in Anspruch zu nehmen, sowie beträchtliche Lizenzgebühren auf den Umsatz.

(awp/sda) Der Dentalimplantat-Hersteller Straumann hat im dritten Quartal nach zwei Quartalen mit schrumpfenden Umsätzen wieder zum Wachstum aus eigener Kraft zurückgefunden. Der Aufschwung ist auf den Nachholbedarf bei restaurativen Eingriffen und Implantatoperationen zurückzuführen.

Ebenfalls gefragter waren Behandlungen mit transparenten Zahnschienen, wie Straumann am Mittwoch bekannt gab. Auf einen Ausblick auf das Gesamtjahr verzichtet Straumann weiterhin.

Zwar nahm der Umsatz in den Monaten Juli bis September in Schweizer Fr. um 0,2% auf 370,4 Mio. Fr. ab. Organisch, also ohne Akquisitionen und Währungseffekte, resultierte indes ein Anstieg um 7,7%. Damit lag der Umsatz mehr oder weniger im Rahmen der Erwartungen der Analysten, die im Schnitt gemäss der Nachrichtenagentur AWP mit 371,1 Mio. gerechnet hatten.

Mit dem Wachstums im dritten Quartal konnte das organische Minus in der Neunmonatsperiode auf -11% gegenüber dem Halbjahr verringert werden. Im ersten Semester hatte der Rückstand auf die Vorjahresperiode 19% betragen

Alle Regionen weisen im dritten Quartal Wachstum aus, ausgenommen Lateinamerika, wo die Pandemie später und stärker ausbrach.

Am stärksten wuchs der Umsatz in der Region Asien/Pazifik, die zuerst aus dem Corona-Lockdown kam. Dort nahm er um 4,9% (organisch 11%) auf 80,0 Mio. Fr. zu. Analysten hatten aber mit 83,7 Mio. gerechnet

In der gemessen am Umsatz grössten Region EMEA stieg der Umsatz um 3,9% (organisch +7,4%) auf 148,2 Mio., womit die Prognosen von 147,4 Mio. übertroffen wurden. In Nordamerika nahmen die Verkäufe um 0,9% auf 118,1 Mio. zu.

Implantate und das restaurative Geschäft erwiesen sich erneut als grössten Wachstumsfaktoren, angetrieben von den BLX-Implantaten. Das digitale Geschäft zeigte im dritten Quartal ein «dynamisches» Wachstum, angetrieben vom Umsatz mit Intraoralscannern.

Auch das kieferorthopädische Geschäft verzeichnete im dritten Quartal einen deutlichen Aufschwung, angetrieben von einer hohen Anzahl Neubehandlungen, von denen über die Hälfte ausserhalb des amerikanischen Marktes von ClearCorrect generiert wurden.

Angesichts der geringen Visibilität verzichtet das Unternehmen, das im April seine Umsatz- und Gewinnprognose für das Gesamtjahr zurückgezogen hatte, weiterhin auf einen konkreten Ausblick. Man bleibe wegen der Sorgen um die Konjunkturaussichten in den kommenden Monaten vorsichtig, hiess es lediglich.

Ausserdem gab Straumann die Übernahme des Geschäft von Artis Bio Tech in Rumänien bekannt. Artis Bio Tech ist den Angaben zufolge ein nationaler Distributor von Dentalimplantatsystemen und wird die Präsenz der Gruppe in einem Markt mit 120 000 jährlich verkauften Implantaten wesentlich steigern.

(dpa) Die Deutsche Bank hat das dritte Quartal trotz des Gegenwinds der Corona-Krise mit Gewinn abgeschlossen. Vor Steuern stand ein Plus von 482 Mio. € in den Büchern, wie Deutschlands grösstes Geldhaus am Mittwoch in Frankfurt mitteilte. Auf die Deutsche-Bank-Aktionäre entfiel unter dem Strich ein Gewinn von 182 Mio. €. Ein Jahr zuvor hatte der im Juli 2019 eingeleitete Konzernumbau für tiefrote Zahlen bei dem Dax-Unternehmen gesorgt.

«Im fünften Quartal unserer Transformation haben wir neben unserer Kostendisziplin auch gezeigt, dass wir Marktanteile gewinnen können», bilanzierte Vorstandschef Christian Sewing. «Unser fokussiertes Geschäftsmodell zahlt sich aus, und wir erwarten, dass sich ein erheblicher Teil unserer Ertragssteigerungen als nachhaltig erweisen wird.» Analysten hatten im Schnitt für den Drei-Monats-Zeitraum Juli bis September unter dem Strich mit einem Verlust gerechnet.

(Reuters) Die Übernahme des in Privatbesitz befindlichen Fintech-Startups Plaid durch den amerikanischen Zahlungsabwickler Visa wird vom amerikanischen Justizministerium kartellrechtlich unter die Lupe genommen. Das geht aus einem Medienbericht vom Dienstag (Ortszeit) hervor.

Nach Prüfung der geplanten Transaktion im Wert von 5,3 Milliarden Dollar befürchte das Ministerium, dass der aufkommende Wettbewerb im Zahlungsverkehrssektor eingeschränkt werden könnte, berichtete das regelmässig gut unterrichtete «Wall Street Journal». Es beruft sich dabei auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Mit Hilfe der Plaid-Technologie können Kunden ihre Bankkonten mit mobilen Apps wie Venmo verbinden.

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