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Noch nie wählten so viele Deutsche von der Schweiz aus – doch es gibt einen Haken

Diese Koalitionen sind in Deutschland nun möglich

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Diese Koalitionen sind in Deutschland nun möglich

quelle: keystone / clemens bilan

So reagieren die Parteien über die Resultate der Bundestagswahl

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Knapp 40'000 Deutsche beteiligten sich an den Deutschen Wahlen.

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symbolBild: keystone

Jede dritte Auslandsstimme kommt aus der Eidgenossenschaft. Doch noch immer verzichten fast neun von zehn Deutschen in der Schweiz aufs Wählen.

Pascal Ritter / ch media

Am Sonntag wählte Deutschland ein neues Parlament. Die Sozialdemokraten machten am meisten Stimmen. Wer in welcher Koalition das Land regieren wird, ist noch offen. Klar ist aber jetzt schon: Noch nie haben so viele Stimmen von Deutschen aus der Schweiz das Resultat beeinflusst.

Wie eine Sprecherin des Bundeswahlleiters auf Anfrage von CH Media angibt, haben sich 39'400 Deutsche, die in der Schweiz leben, zur Wahl registriert. Vor vier Jahren waren es 31'606 gewesen. 2013 hatten sich 18'287 registriert.

Die Zahl von 39'400 Stimmen aus der Schweiz sei noch «als vorläufig zu betrachten», weil «eine Prüfung und Bereinigung der Zahlen» noch erfolge, heisst es aus dem Büro des Bundeswahlleiters.

Anzahl Stimmen aus der Schweiz

Wer sich zur Wahl registriert, erhält Wahlunterlagen. Nicht bekannt ist, wie viele Personen sich zwar angemeldet, dann aber doch nicht teilgenommen haben.

Wahlbeteiligung viel tiefer als in Deutschland selbst

Die Stimmen aus der Schweiz machten schon bisher einen grossen Teil der deutschen Stimmen aus dem Ausland aus. Nun hat sich dieser Anteil noch gesteigert. Von den insgesamt 127'900 Auslandsregistrierungen kam jede Dritte (31 Prozent) aus der Schweiz.

Der Zuwachs der deutschen Stimmen kann nicht auf die wachsende Zahl der Deutschen in der Schweiz zurückgeführt werden. Eine Schätzung dieser Zeitung zeigt, dass die Stimmbeteiligung von rund 12 auf 15 Prozent stieg. Als Berechnungsgrundlage diente die Zahl der in der Schweiz lebenden Deutschen, die älter als 20 Jahre alt sind. Dieses Jahr sind das rund 257'000 Personen.

Im Vergleich zur Wahlbeteiligung in Deutschland ist das ein bescheidener Wert. Sie betrug rund 77 Prozent. Grund für die tiefere Beteiligung aus dem Ausland dürfte die Hürde der Registrierung sein. Wer nicht in Deutschland lebt, muss eine Teilnahme an der Wahl beantragen und gewisse Kriterien erfüllen.

Der Baselbieter SP-Nationalrat Eric Nussbaumer unterstützte den Wahlkampf der SPD.

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Bild: keystone

Wahlberechtigt ist, wer nach dem 14. Geburtstag mindestens drei Monate lang ununterbrochen in Deutschland lebte. Der Aufenthalt darf aber nicht länger als 25 Jahre zurückliegen. Erfüllt man diese Kriterien nicht, muss man geltend machen, «persönlich und unmittelbar mit den politischen Verhältnissen in der Bundesrepublik Deutschland» vertraut und gegenwärtig von der Politik betroffen zu sein.

Scholz hat viele Anhänger

Für welche Partei sich die in der Schweiz lebenden Deutschen entschieden haben, ist nicht bekannt. Am meisten ins Zeug gelegt, haben sich die Anhänger von Olaf Scholz. Die deutsche SP (SPD) unterhält in Genf und Zürich je einen Freundeskreis. Und wie Recherchen dieser Zeitung ergaben, machte die SPD von den deutschen Parteien mit Abstand am meisten Wahlkampf in der Schweiz.

Unterstützt wurden sie dabei auch von den Schweizer Sozialdemokraten. Der Baselbieter Nationalrat griff symbolisch zum Hörer und die SPD durfte auf die Infrastruktur der Schweizer Genossen zurückgreifen.

Die SPD Zürich feierte am Sonntag den Sieg von Olaf Scholz denn auch beim gemeinsamen Wahlabend.

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