Switzerland
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Nicht nur die Trainer-Frage ist offen: So plant der FCS die Super League

Diese Saison ist für Schaffhausen eine wilde Achterbahnfahrt. Im Herbst der Schock um den Abgang von Trainer Murat Yakin, der Wirbel um seine Nachfolge, Zuschauerschwund und Zoff mit den eigenen Fans. Doch dann auch die starke Rückrunde mit der vermeintlichen Trainer-Notlösung Martin Andermatt (60), der gelungene Einbau von Stürmerstar Raul Bobadilla (34) und nun das atemberaubende Finale mit der Barrage-Teilnahme!

Nun fehlt Aussenseiter FCS für die Rückkehr in die Super League nach 15 Jahren Absenz nur noch ein Sieg heute gegen Luzern. Natürlich planen die Nordschweizer längst zweigleisig. Das Budget würde beim Aufstieg von rund 3 Millionen Franken auf knapp 6 Millionen aufgestockt.

Aber trotzdem wäre Schaffhausen damit der Winzling der Super League. Winterthur, als direkter Aufsteiger punktgleich mit Schaffhausen (und Aarau), operierte bereits in der Challenge League mit einem Budget von rund 6 Millionen. Jetzt ist beim FCW für die Super League eine Erhöhung auf 9 bis 10 Millionen geplant.

Trainer-Wechsel wie bei Winti?

Und was ist mit der Trainerfrage? Beim FC Winterthur scheint sie inzwischen gelöst. Der Klub und Bruno Berner sind sich einig, es fehlt noch die offizielle Bestätigung. In Schaffhausen ist diese Frage ein heisses Eisen. Denn Andermatt wurde gekündigt, er hat einen gewöhnlichen Arbeitsvertrag mit dreimonatiger Kündigungsfrist. Präsident Klein sagt bei «CH Media»: «Wir werden mit Andermatt reden, sobald in Sachen Ligazugehörigkeit Klarheit herrscht. Ich sehe durchaus eine Chance, dass wir zusammen weitermachen.»

Auch die Rolle von Co-Trainer Hakan Yakin (45) wird auf den Prüfstand kommen. ER würde gern als alleiniger Cheftrainer fungieren, doch wie bereits nach dem Abgang seines Bruders zur Nati fehlt ihm für diese Rolle noch die erforderliche Uefa-Pro-Lizenz.

Klar ist auch: Das Kader muss Sportchef Bernt Haas (44) sowieso kräftig umbauen. Und das bei weitem nicht nur beim bald 40-jährigen Oldie Paulinho (ex GC und Aarau), der seit über zwei Jahren nicht mehr gespielt hat und als dauerverletzt gilt. Neben den sieben Leihverträgen mit wichtigen Spielern wie Nikola Gjorgjev (24, von GC) endet auch bei vielen weiteren Akteuren wie Ex-Bundesliga-Star Raul Bobadilla (34) die Vertragslaufzeit.

Klein stabilisierte den Klub finanziell

Mit Joaquin Ardaiz (23) stellt Schaffhausen zum zweiten Mal in Folge den Challenge-League-Topskorer. Der Vertrag des Uru-Goalgetters läuft noch bis 2024. Doch angesichts von 20 Saisontoren dürfte er selbst beim Aufstieg kaum zu halten sein.

FCS-Boss Klein ist bewusst, dass man in der Super League mit einem Mini-Budget starten würde. Aber er verweist darauf, dass der Klub seit der Übernahme 2019 finanziell stabilisiert werden konnte. Noch vor drei Jahren habe Schaffhausen die Challenge-League-Lizenz erst in 2. Instanz bekommen und nun die Super-League-Lizenz problemlos im ersten Anlauf.

Einen erheblichen Teil seiner geplanten Budgeterhöhung könnte der FCS mit den höheren TV-Geldern bestreiten. Statt den rund 500'000 Franken wie in der Challenge League gibts in der Super League rund 1,8 Millionen aus dem Fernseh-Topf. Dazu kommen deutlich höhere Zuschauereinnahmen.

Wie der FCS bisher in der Challenge League das strukturelle Defizit von einigen 100'000 Franken deckte, bleibt indes ein Geheimnis. «Eine Gruppe von Menschen unterstützt uns. Manche von ihnen möchten nicht, dass ihr Name öffentlich genannt wird (...). Es sind seriöse Leute, auch aus Schaffhausen», schildert Klein in der «Schaffhauser AZ» das anonyme Sponsoring.

Ob sich die unbekannten Spender nach dem Aufstieg noch gönnerhafter als bisher zeigen?

Die möglichen Aufstellungen fürs Barrage-Rückspiel

Kickoff um 16.30 Uhr. Swissporarena, Luzern. 15'500 Fans (ausverkauft).

Luzern: Müller; Dräger, Burch, Simani, Frydek; Jashari; Schulz, Campo, Ugrinic; Sorgic, Abubakar.

Schaffhausen: Ruberto; Krasniqi, S. Müller, Padula, Lika; Hamdiu; Bislimi, Gonzalez; Gjorgjev, Ardaiz, Rodriguez.

Kickoff um 16.30 Uhr. Swissporarena, Luzern. 15'500 Fans (ausverkauft).

Luzern: Müller; Dräger, Burch, Simani, Frydek; Jashari; Schulz, Campo, Ugrinic; Sorgic, Abubakar.

Schaffhausen: Ruberto; Krasniqi, S. Müller, Padula, Lika; Hamdiu; Bislimi, Gonzalez; Gjorgjev, Ardaiz, Rodriguez.

Dieci Challenge League

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