Switzerland

Neues vom FCL-Kindergarten: Alpstaeg bezeichnet sich selbst als «Buben»

Er bricht sein Schweigen. FCL-Boss Bernhard Alpstaeg (74) spricht erstmals seit den Turbulenzen im Verwaltungsrat, die im letzten Jahr die Innerschweiz erschüttert haben, öffentlich.

Alpstaeg spielt gegenüber «Nau.ch» das Theater im Verwaltungsrat herunter. Er sagt: «Unstimmigkeiten gibt es überall. Die Buben haben gestritten, haben getäubelet. Das hat mal sein müssen. Das hat nicht geschadet.»

Nicht geschadet? Die «Unstimmigkeiten» im Oktober haben ein regelrechtes Medienbeben losgelöst. In der Öffentlichkeit haben sich die Aktionäre gestritten. Auf der einen Seite Samih Sawiris, Marco Sieber und Hans Schmid – auf der anderen Alpstaeg. Der Machtkampf ist eskaliert, bis letztlich alle vier Aktionäre aus dem Verwaltungsrat ausgetreten sind. Noch heute sitzen nur Josef Bieri (10 Prozent der Aktien) und Präsident Philipp Studhalter im VR.

«Macht, Geld, Positionen»

«Es ist nicht von mir an die Öffentlichkeit getragen worden», giftet Alpsateg in Richtung Sawiris, Sieber und Schmid. «Es ist leider aus dem Ruder gelaufen. Wir haben nicht um Ferraris oder Autos gestritten – sondern um Macht, Geld und Positionen.»

Nun wolle man das Ganze aber ruhen lassen. Zum Wohle des FCL. «Es ist aktuell in Ordnung und das bleibt auch so. Es gibt einen runden Tisch, an dem werden Lösungen gesucht und wurden bereits Lösungen gefunden», erklärt Alpstaeg.

Im Herbst hat er nach BLICK-Informationen mit dem Gedanken gespielt, den FCL zu veräussern. Nun hat er seine Meinung offenbar geändert – vorerst: «Ich will nicht verkaufen. Ich mag den FCL, das ist eine Herzensangelegenheit.» Ob und wann die Aktionäre wieder in den Verwaltungsrat zurückkehren werden, bleibt aber unbeantwortet.

Friede, Freude, Eierkuchen in Luzern? Es bleibt abzuwarten, ob das alle Aktionäre beim FCL so sehen.