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Neues Album von BTS: Kann K-Pop die Welt heilen?

Die erfolgreichste südkoreanische Popband hat mit «Be» ihr zweites Album in diesem Jahr veröffentlicht. BTS setzen auf positive Energie gegen Corona – und verlieren dabei an Charakter.

BTS sind Südkoreas Pop-Exportschlager.

BTS sind Südkoreas Pop-Exportschlager.

Foto: PD

Sie wollen trösten, verkündeten BTS zum Release von «Be». Acht Stücke umfasst das Werk, und es ist das Corona-Album der erfolgreichsten Popband Südkoreas. «Be» ist unter dem Eindruck der anhaltenden Pandemie entstanden, nachdem erst im Februar ein Album der K-Pop-Überflieger erschienen war und die im Anschluss geplante Welttournee hatte verschoben werden müssen.

«Be» kommt aber nicht nur wegen Corona unter besonderen Vorzeichen: Mit «Dynamite», der ersten komplett englischen Single, hat die Gruppe im Sommer neue Höhen erreicht. Der Song bescherte ihr den ersten Nummer-eins-Hit in den USA und Top-Ten-Platzierungen in insgesamt 25 Ländern, in der Schweiz kletterte die Single auf Platz vier. Das Publikum, das die sieben Männer unterhalten müssen, ist so gross wie nie.

BTS steigen leise ins neue Album ein. «Life Goes On» beginnt etwas belanglos – und schraubt sich dann nach 1:23 Minuten mit einem vielstimmigen Refrain zu grosser, bittersüsser Popmelancholie hoch, in der man mit allem Corona-Frust versinken möchte. Die englischen Versatzstücke machen den Opener auch international zum Mitsinger – das Video hat am ersten Wochenende schon weit über 100 Millionen Views gesammelt. Es ist ein frühes Highlight auf diesem wenig mutigen Album.

Darauf lässt die Band das von stampfigen Orgel- und Pianoakkorden getragene «Fly to My Room» folgen. Und nach zwei Songs sind die Grundfesten klar, auf die das Album baut: In jedem Stück gibts verlockend süsse Melodien, energetische Rap-Teile als Kontrast dazu und gross angelegte Popproduktion nach aktuellen Standards.

V, Jin, Jung Kook, RM, Jimin und J-hope bei einem Promo-Event in Seoul anlässlich des Album-Releases.

V, Jin, Jung Kook, RM, Jimin und J-hope bei einem Promo-Event in Seoul anlässlich des Album-Releases.

Foto: Keystone

Auch das basslastige «Telepathy» oder die 90er-Jahre-Synthie-Nummer «Stay» wiederholen das Muster, wobei gerade die Rap-Sequenzen die Songs immer mal wieder aus der Beliebigkeit reissen. So bietet das funky «Dis-ease» einige der erfrischendsten Momente auf dem Album: Hier brechen BTS auch mal aus sicheren Popbahnen aus, ganz kurz.

Die Message des Albums wird zum Schluss doppelt und dreifach unterstrichen, wenn es bis dahin noch nicht klar gewesen sein sollte: BTS treten der Corona-Schwere mit positiver Energie entgegen. Mit ihrem Nummer-eins-Hit «Dynamite» endet das 8-Song-Album euphorisch, samt Bläsern und «Ohoh»- und «Nanana»-Chören.

BTS geben mit «Be» – zumindest vorübergehend – ihren einst so eigenwillig wilden Stilmix auf: Wo sich früher Genres und Songabschnitte teils abrupt und überraschend aneinandergereiht und ineinander verwoben haben, gibts jetzt Pop durch und durch. Das klingt insgesamt zugänglicher, aber auch austauschbarer. Und ist vertretbar unter der Prämisse, dass die Songs möglichst vielen Menschen etwas von der Last der Corona-Pandemie nehmen sollen.

Mehr von den düsteren, mutigen und teils irritierenden Momenten, die BTS in ihren früheren Veröffentlichungen anklingen liessen, würden dem grossen Thema des Albums aber gut stehen. So, wie es im ersten Song passiert, nach 1:23 Minuten.

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