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Neuer Skandal: Tom Hanks’ Sohn verrennt sich mal wieder

Chet Hanks ruft zum «White Boy Summer» auf – und bringt so seinen Vater, Hollywoods Vorzeige-Demokraten Tom Hanks, in die Bredouille.

Der Apfel fällt auch mal weit vom Stamm: Aktuell macht Tom Hanks’ Sohn Chet mit rechtsextremen Anspielungen auf sich aufmerksam.

Der Apfel fällt auch mal weit vom Stamm: Aktuell macht Tom Hanks’ Sohn Chet mit rechtsextremen Anspielungen auf sich aufmerksam.

Foto: Getty Images

«White Boy» steht in weissen Lettern mit gotischer Schrift auf schwarzen Hoodies, T-Shirts, Shorts, Leggings oder Mützen. Es handelt sich um Merchandising-Artikel für den «White Boy Summer», den der Rapper und Schauspieler Chet Hanks ausgerufen hat. Pikant daran: Hanks’ Vater Tom ist einer von Hollywoods Vorzeige-Demokraten, der sich für die Homo-Ehe, alternative Energien, Umweltschutz und Biden/Obama einsetzt.

«Ich habe das Gefühl, dass dieser Sommer ein ‹White Boy Summer› wird», erklärte Chet Hanks Kaugummi kauend und Auto fahrend in einer Instagram-Story. Er meine damit aber nicht jene weissen Jungs, die Trump- und Motorsport-Fans seien, sondern Typen wie er selber, Jon B. oder Jack Harlow. «Macht euch bereit, ich bin es jedenfalls.»

Um noch genauer zu beschreiben, was er mit «White Boys» meint, stellte er in einem weiteren Video ein paar Regeln «für alle meine weissen Jungs da draussen» auf, um nicht mit den rechtsextremen weissen Jungs verwechselt zu werden: keine karierten Hemden, keine Bootsschuhe, keine lachsfarbenen Klamotten, keine Übergriffe, keine Vorurteile gegenüber Menschen anderer Herkunft oder Rasse.

Für seinen Aufruf wurde der 30-Jährige trotzdem verhöhnt mit Social-Media-Posts wie «Könnte jemand Chet Hanks sagen, dass wir schon seit mehreren Tausend Jahren einen Weisse-Jungs-Sommer haben?» Oder «Sorry, aber jemand muss Chet Hanks sagen, dass ‹White Boy Summer› wie eine Netflix-Doku über Massenschiessereien tönt.» Dass dieser auch noch eine weitere Kollektion unter dem Motto «Black Queen Summer» ankündigte, half auch nichts.

Schrift erinnert an «Mein Kampf»

Zumal er nun ausgerechnet mit Merchandising-Artikeln im Neonazi-Stil und einer ähnlichen Schrift wie auf dem Buchdeckel von Hitlers «Mein Kampf» daherkommt. Das macht seine relativierenden Aussagen wenig glaubwürdig. «Die Proud Boys werden dieses Zeug aufkaufen», kommentierte jemand in Anspielung auf die Poloshirts von Fred Perry, die bei den Anhängern der rechtsextremen Gruppe so beliebt sind, dass die Modefirma die Linie vom Markt nahm. Nun haben sie dank den «White Boy Summer»-Shirts wieder Nachschub.

Sympathisiert Tom Hanks’ Sohn tatsächlich mit Neonazis? Will er sich gerade von diesen distanzieren? Oder stellt er sich einfach wieder mal besonders ungeschickt an in seinem Haschen um Aufmerksamkeit? Für Letzteres spricht, dass er sich für die «Black Lifes Matter»-Bewegung eingesetzt hat und nach Joe Bidens Sieg leidenschaftlich gegen Donald Trump gewettert hat. Auch sagte er in einem seiner Instagram-Videos in Anspielung auf den Sturm aufs Kapitol: «Wir müssen diese Scheisse aufhalten, Leute. Wir müssen es besser machen.»

Viele Aussetzer

Sicher ist: «White Boy Summer» ist nur der jüngste Aussetzer in einer Reihe von vielen. Im Juni 2015 zertrümmerte Chet Hanks ein Hotelzimmer und war danach wochenlang unauffindbar. Auch auf sozialen Medien blieb er stumm, obwohl er sich zuvor fleissig geäussert hatte, etwa darüber, dass er als weisser Rapper genauso wie schwarze Rapper das Recht habe, das N-Wort zu benutzen. Später begab er sich in Reha, um von seiner Kokainsucht wegzukommen.

Es folgten beinahe im Monatstakt weitere Schlagzeilen. November 2019: In einem Interview sagt Chet, es sei ein «Fluch», der Sohn von Tom Hanks zu sein. Januar 2020: In Begleitung seines Vaters imitiert er bei Interviews an den Golden Globes den jamaikanischen Akzent, woraufhin ihm kulturelle Aneignung vorgeworfen wird. September 2020: Hanks schwärmt bei Instagram – wieder mit jamaikanischem Akzent – von Sängerin Adele und ihrer neuen Bikinifigur. 29. März 2021: Hanks veröffentlicht ein Handyvideo von einem Streit mit seiner Ex-Freundin. Darin involviert sind Blut, eine Pfanne und angeblich ein Messer. Sie wiederum erwirkte ein Kontaktverbot und einen Waffenscheinentzug, nachdem er gedroht habe, ihr «das Hirn wegzupusten». Und nun der «White Boy Summer».

Fortsetzung folgt garantiert. Kaum zur Freude von Hollywood-Liebling Tom Hanks. Er und seine Frau machen derweil das, was wohl das Beste in solchen Momenten ist. Sie schweigen.

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