Switzerland

Neue Strategie: Polestar will «alles infrage stellen»

Der zu Volvo Cars und Geely gehörende Elektroautobauer Polestar will bis 2030 das erste rundum klimaneutrale Auto bauen.

2030 will Polestar ein von A bis Z klimaneutrales Auto auf die Strasse bringen.

2030 will Polestar ein von A bis Z klimaneutrales Auto auf die Strasse bringen.

Foto: Polestar

Polestar gibt Gas. Oder Strom. Zwar sind auf Schweizer Strassen erst wenige Exemplare des rein elektrischen Polestar 2 unterwegs, doch das hindert die neue Marke nicht daran, weiter vorzupreschen. Nach Verkauf (online) und Service wollen die Schweden nun auch Produktion und Auslieferung revolutionieren: Bis 2030 will der Hersteller ein Auto entwickeln und bauen, das von der Rohstoffgewinnung bis zum Verlassen des Montagewerkes rundum klimaneutral produziert wird.

Das «Polestar 0 Project» soll Kohlenstoffemissionen reduzieren, indem die Art und Weise, wie Autos hergestellt werden, geändert wird, anstatt auf traditionelle Verfahren zu setzen und dann durch Bäumepflanzen das CO₂e zu kompensieren. Eine Kampfansage an Volkswagen, weil die Wolfsburger bei der Lancierung des VW ID.3 erklärt haben, das Auto sei im Prinzip klimaneutral hergestellt worden, weil der Konzern verschiedene kompensatorische Projekte unterstützt. CO₂e ist die Masseinheit, die den Effekt aller Treibhausgase auf das Klima vergleichbar machen will. Dabei wird die Zusammenarbeit über den gesamten Entwicklungsprozess und die Wertschöpfungskette, von den Lieferanten bis zu den Einzelhändlern, berücksichtigt.

«CO₂-Kompensation ist nicht mehr als eine Ausflucht», ist Polestar-CEO Thomas Ingenlath überzeugt. «Weil wir ein komplett klimaneutrales Auto schaffen wollen, zwingen wir uns, über das hinauszugehen, was heute möglich ist. Wir müssen alles infrage stellen, innovativ sein und auf exponentielle Technologien setzen, wenn wir dieses Ziel erreichen wollen.» Mit diesen Aussagen rennt Ingenlath bei Umweltexperten offen Türen ein. Sie warnen davor, dass Kompensationsmassnahmen auf lange Sicht nicht nachhaltig sind: «Es bleiben zu viele offene Fragen zur langfristigen Kohlenstoffspeicherkapazität von Wäldern und Böden, da ein Wald abgeholzt, durch Feuer zerstört oder durch den Klimawandel verändert werden kann», heisst es. (lie)

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