Switzerland

Neue Knipserin ist Spätzünderin: Der verrückte Weg von Da Eira in die Nati

Die Schweizer Frauen-Nati hat ein Problem. «Wir schiessen zu wenige Tore», sagt Trainer Nils Nielsen (49) vor dem Auftakt in die WM-Quali am Freitag in Thun gegen Litauen, «das müssen wir in dieser Kampagne ändern.»

Also beruft Nielsen mit Stefanie Da Eira die Torschützenkönigin der letzten Super-League-Saison (23 Tore für YB) in den Kader. Klingt logisch. Doch dahinter steckt eine verrückte Story. Die Berner Oberländerin ist der ungewöhnlichste Nati-Neuling in der Nielsen-Ära: Da Eira wird nächste Woche bereits 29 Jahre alt, ist aber erst seit drei Monaten Auslandprofi – und eigentlich spielte Da Eira sowieso für Portugal.

Fifa erlaubt Nationenwechsel

Doch 2020 weicht die Fifa die Nationenwechsel-Regeln auf. Und siehe da: Da Eira erfüllt alle fünf Bedingungen. Etwa, nicht mehr als drei Partien gespielt zu haben. Die Bernerin mit portugiesischen Wurzeln sagt zu Blick: «Ich habe genau drei Mal für Portugal gespielt. Da hatte ich auch etwas Glück. Ein Einsatz mehr, und es wäre vorbei gewesen.»

Da Eira hatte in den Schweizer U-Natis gespielt, sich dann aber als Teenager für das Land ihrer Eltern entschieden. Doch bei Portugal fühlt sich die Offensivspielerin nie wirklich wohl und kommt auch kaum zum Zug.

Jahrelang schaut die Doppelbürgerin deshalb als Fan der Schweizer Nati zu, die sich zuletzt ja für die EM 2021 in England qualifizierte. Jetzt ist die Spätzünderin plötzlich selber im Team. «Das ist richtig cool. Ich hoffe, dass mich eine geile Zeit erwartet. Ich will an die EM. Das ist mein grosses Ziel, für das ich auch bei meinem neuen Klub hart arbeite.»

Wegen Vater auf Auslandwechsel verzichtet

Seit der Sommerpause spielt Da Eira bei Betis Sevilla. Erst mit 28 Jahren wechselt sie ins Ausland – der Grund dafür ist traurig. Ihr Vater erkrankt vor sieben Jahren schwer, 2020 verliert er den Kampf. «Ich hätte es mit mir nicht vereinbaren können, in der Zeit mit seiner schweren Erkrankung ins Ausland zu wechseln», sagt Da Eira.

Jahrelang steht die Goalgetterin ihrer Familie bei, arbeitet als KV-Angestellte 100 Prozent in der Immobilienbranche und bleibt in ihren Super-League-Jahren bei Basel, FCZ, GC und YB stets in der Schweiz.

Vor vier Jahren hört Da Eira sogar für eine Saison ganz auf. «Ich habe eine Auszeit gebraucht. Doch dann habe ich gemerkt, wie sehr mir der Sport fehlt und dass ich es doch nochmals versuchen will, meine Träume zu verwirklichen.» Den Ausland-Traum lebt sie nun in Sevilla – und in der Nati winkt das Debüt und die EM.

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