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Nach Protesten gegen steigende Benzinpreise: Todesurteile gegen drei iranische Demonstranten revidiert

Millionen Iraner sprachen sich gegen die Hinrichtung aus. Nun hat die Gegenwehr offenbar Wirkung gezeigt.

Vor einem Jahr protestierten in Iran die Menschen gegen steigende Benzinpreise. Hunderte Personen kamen bei den Demonstrationen ums Leben.

Vor einem Jahr protestierten in Iran die Menschen gegen steigende Benzinpreise. Hunderte Personen kamen bei den Demonstrationen ums Leben.

Wana News Agency / Reuters

(dpa) Die Todesurteile gegen drei junge Iraner, die im vergangenen Jahr an Protestdemonstrationen teilgenommen hatten, sind revidiert worden. Ein entsprechender Antrag sei akzeptiert worden, gab die iranische Justizbehörde am Samstag nach Angaben der Nachrichtenagentur Isna bekannt. Der Fall werde nun durch ein anderes Gericht neu untersucht. Zuvor hatte bereits Babak Paknia, der Anwalt der drei Angeklagten, die Revision über Twitter bekanntgegeben.

Die Todesurteile gegen Amirhossein M., Saeid T. und Mohammad R. hatten im Juli für Proteste und Empörung weit über die Landesgrenzen gesorgt. In Iran sprachen sich laut Medienangaben unter dem Hashtag «No To Execution» (Nein zur Hinrichtung) innerhalb von nur 24 Stunden mehr als zwei Millionen Iraner gegen die Hinrichtung der drei jungen Iraner aus.

Die Proteste zeigten dann auch sehr schnell Wirkung. Justizchef Ibrahim Raeissi schaltete sich persönlich ein und befürwortete weitere Untersuchungen des eigentlich schon rechtskräftigen Urteils.

Vorwurf der Sabotage

Im November 2019 hatte die Erhöhung der Benzinpreise zu tagelangen Unruhen im Iran geführt, bei denen Sicherheitskräfte gewaltsam gegen die Protestierenden vorgingen. Die politische Führung bezeichnete die Demonstranten als bezahlte Söldner der iranischen Erzfeinde USA, Israel und Saudi-Arabien. Sie wollten aus Sicht des Irans nicht gegen die höheren Benzinpreise protestieren, sondern mit Sabotageaktionen das iranische System schwächen oder gar stürzen.

Die iranische Regierung hat bisher keine genauen Angaben zu den Todesopfern der Proteste gemacht. Nach unbestätigten Berichten sollen bei den Unruhen 200 Menschen - Demonstranten und Polizisten - getötet worden sein. Ausländische Quellen sprechen von weitaus mehr Toten. Zudem wurden dem Iran zufolge damals mehr als 1000 Demonstranten verhaftet.

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