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Nach legaler Rauchbomben-Premiere in Hamburg: Wird FCZ erster Klub mit Pyro-Lizenz?

Es ist nicht das Ergebnis, das zwischen Hamburg und Karlsruhe in die Fussballgeschichte eingeht. Es ist der bunte Pyro-Rauch, den die HSV-Fans vor dem Anpfiff der 2.-Bundesliga-Partie im Stadion steigen lassen. Und zwar erstmals in Deutschland ganz legal. Der HSV hatte für das Experiment monatelang beim DFB und den zuständigen Behörden die Klinken geputzt.

Deshalb brennt im Volksparkstadion erstmals Pyro-Technik legal ab. Der Hamburger Versuch, der lange als undenkbar galt, sorgt europaweit für Beachtung. Auch in der Schweiz. In der Super League werden die Fankurven wie in Deutschland von Ultras dominiert, Pyros gehören trotz Verbot zur Fankultur dazu.

«Ein interessanter Ansatz»

Beim FCZ hat deshalb der Sicherheitsverantwortliche, Kaspar Meng, das Experiment in Hamburg sehr genau verfolgt. Wird Zürich gar das Schweizerische Hamburg und bekommt als erster Verein eine «Pyro-Lizenz»? «Es ist ein interessanter Ansatz. Wir werden die weitere Entwicklung beobachten», teilt der Klub mit.

Klar ist: Ohne grünes Licht von der Liga und einer behördlichen Ausnahmebewilligung gibt’s kein legales Abbrennen. Auch nicht für einen einzelnen Pilotversuch. Für dauerhaftes legales Zünden wäre gar eine Änderung im Sprengstoffgesetz nötig.

Und obwohl beim HSV das Rauchtopf-Experiment unter Feuerwehr-Aufsicht als Zeichen einer engen Zusammenarbeit mit den Fans verstanden wird, bleibt unklar, ob die Ultras tatsächlich positiv darauf reagieren.