Switzerland

Nach Abfuhr in Biel: Auch Leuenberger mit Olten im Höhenflug

Während eines Hotelaufenthalts stiess Oltens Klubpräsident Marc Thommen im Sommer auf ein Zitat: «Wir müssen sowieso denken, warum nicht gleich positiv?» Thommen war beeindruckt. Und sagte euphorisch: «Holen wir den Titel nach Olten!» Jetzt liegen die Solothurner nach vier Runden (3 Siege) auf Rang 1. Und das nach bescheidener Vorbereitung (nur 4 Siege in 8 Spielen).

«Das war uns egal. Wir wussten, dass wir Qualität haben», sagt der neue Trainer Lars Leuenberger cool. Doch in der Titelfrage tritt der 46-Jährige auf die Bremse. «Ich machte bereits im ersten Gespräch mit Olten klar, dass ich nicht über die Zukunft reden mag», sagt Leuenberger. «Olten ist eine Hockeystadt, die Leute haben Ambitionen. Das ist richtig und war ein Grund, weshalb ich mich für den Klub entschieden habe. Doch ich schaue jetzt nicht in den Frühling.»

«Mir fehlte das Adrenalin»

Leuenberger war schon vor zwei Jahren ein Thema in der Dreitannenstadt, sagte damals aber ab. Der Berner Meistercoach von 2016 war beim SCB für die strategische Entwicklung zuständig und hätte den Klub nach der Ära Jalonen wieder als Head-Coach übernehmen sollen, hätten die Klubbosse danach nicht ihr Versprechen gebrochen. Leuenberger sagt: «Ich machte den Job sehr gerne, fühlte mich aber zu jung dafür. Ich gab nur Ratschläge. Mir fehlte der Lead, die tägliche Arbeit mit dem Team, das Adrenalin. Ich wollte etwas aufbauen.»

Auch deshalb sagte er zu, als Biel nach der Erkrankung Antti Törmänens Ersatz brauchte. Dass Leuenberger danach wieder dem Finnen Platz machen musste, kränkte ihn nicht. Noch am selben Tag gratulierte er ihm per SMS.

«Noch Luft nach oben»

«Ich hatte eine wunderschöne Zeit. Alles ging fair zu. Fast zeitgleich fragte Olten an und trommelte innerhalb von 24 Stunden alle Verwaltungsräte zusammen.» Zudem würden die Erfahrungen aus Biel helfen. «Es war wichtig, dass ich wieder coachen und ausserhalb von Bern Erfahrungen sammeln konnte. Ich lernte eine neue Philosophie und neue Charaktere kennen.»

Auch in der Swiss League habe er sich anpassen müssen. «Der Unterschied liegt in der individuellen Klasse. Manchmal kommst du mit einer Idee und merkst dann, dass sie das Team nicht umsetzen kann. Doch anpassungsfähig musst du auch in der höchsten Liga sein.»

Die Saison dauert noch mindestens sechs Monate. Doch die Konkurrenz ist gewarnt. Erst recht, wenn Leuenberger sagt: «Wir haben noch Luft nach oben.»

Übrigens: Das Zitat stammt von Albert Einstein.

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