Switzerland

Murielle Messerli hat Anspruch auf Corona-Erwerbsersatz: Drei Monate reicht ihr Erspartes noch

Coiffeuse Murielle Messerli musste ihren Salon schliessen. Nun hofft sie auf Corona-Erwerbsersatz. Einen Notkredit will die Jungunternehmerin nicht.

Seit 17. März hat Murielle Messerli (30) nichts mehr zu tun. Ab jenem Dienstag vor zwei Wochen hat es der Bundesrat der Coiffeuse verboten, ihren Salon Wabi Sabi in der Berner Altstadt zu öffnen.

Dabei lief das Geschäft – Messerli hat den Salon im November 2018 eröffnet – endlich so gut, dass Ende Monat etwas übrig blieb.

Corona-Gesuch schon gestellt

Und nun kommt von einem Tag auf den anderen nichts mehr herein. Messerli hat als Einzelunternehmerin Anspruch auf Corona-Erwerbsersatz, weil es ihr die Landesregierung die Geschäftstätigkeit verboten hat. Den Antrag hat die Bernerin bereits gestellt, Geld ist noch keines geflossen.

Viel wird es wohl ohnehin nicht sein. «So wie ich das verstanden habe, berechnet sich mein Anspruch aus dem AHV-pflichtigen Einkommen des letzten Jahres. Doch dieser war wegen der vielen Anfangs-Investitionen gering.»

Vielleicht, sagt sie, werde sie um die 2000 Franken erhalten. «Wenn ich mich einschränke, deckt das knapp meine privaten Lebenshaltungskosten.» Die Miete für den Salon und andere Fixkosten kann sie davon nicht bezahlen.

Einen Kredit will Messerli nicht

Ein Corona-Notkredit, den der Bund zins- und gebührenlos vergibt, kommt für Messerli nicht in Frage. «Ich habe immer alles allein oder mit privater Unterstützung gestemmt. Das mache ich auch weiter so.» Drei Monate, schätzt sie, reicht ihr Erspartes noch aus, um über die Runden zu kommen.

Den aktuellen Liquididätsengpass bekämpft sie anders: mit Online-Gutscheinen. Kunden können jetzt schon künftige Besuche bezahlen. Und das funktioniert bestens: «Auch wenn meine Probleme dann nur auf einen späteren Zeitpunkt verschoben sind – die Solidarität meiner Kunden tut gut!»

Corona-Krise: Hier hilft der Staat beim Einkommen

Coiffeure mussten schliessen. Doch sie können nun Kurzarbeitsentschädigung oder Erwerbsersatz beantragen. Bild: Thomas Meier

Mit einem milliardenschweren Hilfspaket greift der Bundesrat den Betrieben, die wegen der Corona-Krise in Existenznöte kommen, unter die Arme. Nicht nur mit Krediten für Unternehmen, sondern auch beim Einkommen, das jetzt vielleicht ausfällt.

Je nach Anstellungsverhältnis gibt es unterschiedliche Formen der Unterstützung. Zum einen gibt es die Kurzarbeitsentschädigung.

Angestellte:

Arbeitgeberähnliche Angestellte:

Zudem richtet der Bund aus der Erwerbsersatzordnung den sogenannten Corona-Erwerbsersatz aus. Folgende vier Gruppen haben Anspruch darauf:

Insbesondere bei Selbstständigen gibt es jedoch auch Gruppen, die keine Einkommensunterstützung vom Bund bekommen. Das sind:

Gianna Blum

Coronavirus

Das Coronavirus hält aktuell die Welt in Atem. Viele Länder ergreifen Massnahmen wie das Schliessen von Schulen oder Grenzen und schränken öffentliche Veranstaltungen ein, um die Verbreitung zu verhindern. Auch in der Schweiz grassiert das Virus. Alle aktuellen Informationen und Zahlen rund ums Thema gibts es im Coronavirus-Ticker.

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