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Mitten in der Coronakrise: Sängerin Caroline Chevin veröffentlicht neues Album

Herzlich willkommen auf dem Roadtrip durchs Leben. Einsteigen, angurten, los geht’s. Geniessen Sie die Fahrt. Oder auf Englisch: «Enjoy The Ride». So heisst das neue Album von Caroline Chevin. Lange tuckerte ihre Lebensfahrt recht zielstrebig nach oben, zum musikalischen Erfolg kam das private Glück. Heirat, Auswandern, Kinderkriegen. Die Musik wurde zum Nebensträsschen. Nie ganz vergessen, aber auch nicht mehr die Hauptsache. Dann folgte die Sturzfahrt ins Bodenlose: Chevins Mann gab seinen Kampf gegen die Depressionen auf und schied freiwillig aus dem Leben.

Mit einer guten Portion Lebensmut und vielen Freunden schaffte es ­Chevin, nicht von der Fahrbahn abzukommen. Sie kehrte zurück von Neuseeland an den Vierwaldstättersee und versuchte, wieder in der Normalität anzukommen. Geholfen hat ihr auch die Musik. Das Nebensträsschen half ­Chevin, auf ihrem Weg zu bleiben. Songs schreiben, aufnehmen, Konzerte spielen. «Musik heilt viele Wunden», sagt sie.

Kein Weltschmerz-Platte, sondern ein schönes Pop-Album

Im vergangenen Herbst meldete sich die Luzernerin zurück. Veröffentlichte eine Single, «50-50», spielte ein paar Konzerte, gleiste ein Album-Release auf. Der Wagen tuckerte wieder nach oben. Und jetzt, wo das Album veröffentlicht wird und die Tour eigentlich starten sollte, wo das musikalische Roadtrip-Mobil so richtig Fahrt aufnehmen könnte, zieht das Coronavirus die Handbremse. «Das war zuerst sicherlich ein grosser Schock. Aber zum Glück hab ich mich schnell davon erholt, und ich lass jetzt einfach alles passieren», sagt Chevin. «Ich probiere meinen Job so gut und im Moment so einfühlsam wie möglich zu machen und, wer weiss, vielleicht freuen sich die Leute gerade wegen dieser Zeiten über etwas Abwechslung und Hoffnung.»

Diese positive Grundhaltung hört man «Enjoy The Ride» an. Es ist kein tieftrauriges Weltschmerz-Album geworden, sondern eine schöne Pop-­Platte mit «viel Lebensfreude», so Chevin. Die Songs sind in der alten Wahlheimat Neuseeland entstanden und sind mal funky, mal verträumter. Allesamt ­lassen sie Platz für die Stimme von ­Caroline Chevin, der man auch sehr gerne ihren Platz lässt. Es gibt die nachdenklicheren Momente auf der Platte schon, aber insgesamt geht bei «Enjoy The Ride» die Sonne öfter auf als unter.

«Ich verdanke viel meinem kleinen Sonnenschein, der jeden Morgen an meiner Seite erwacht und mich ­anstrahlt», sagt Chevin. Der Sonnenschein heisst Sohn Kian Iraia Cassidy und ist 4½ Jahre alt. Er ist auch mit ein Grund, warum die Corona-Entschleunigung nur halbwegs bei der Sängerin angekommen ist: «Neben den Vor­bereitungen für den Album-Release, ­welche auf Hochtouren laufen, will der kleine Mann auch unterhalten sein. Da wird die Nacht öfter mal zum Tag.»

Leben in der Coronakrise: Von Welle zu Welle

Jetzt schaut sie zwar positiv, aber auch mit wachsamen Augen auf das Pandemiegeschehen. Wie alle sei sie derzeit «auf einer Welle der Unsicherheit, der Ungewissheit, der Angst und dann geht es weiter auf die nächste Welle voller Hoffnung und Positivität», so Chevin. Auf eine weitere abenteuerliche Fahrt also. «Dass vieles nach dieser Krise nicht mehr gleich sein wird, davon bin ich überzeugt. Aber ich sehe es als Chance», sagt Chevin.

Tipp:
Caroline Chevin:
«Enjoy The Ride»

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