Switzerland

Mitarbeiter der Zürcher Baugenossenschaft Letten sollen jahrelang unrechtmässig Gelder abgezweigt haben

Der Vorstand der Baugenossenschaft hat mehrere Mitarbeiter freigestellt. Nun soll eine externe Prüfstelle die Vorwürfe abklären.

Die Baugenossenschaft Letten lässt Vorwürfe gegen Mitarbeiter abklären.

Die Baugenossenschaft Letten lässt Vorwürfe gegen Mitarbeiter abklären.

Adrian Baer

Die Vorwürfe sind gravierend. Ein ehemaliges Vorstandsmitglied und mehrere Mitarbeiter sollen jahrelang unrechtmässig Gelder der Zürcher Baugenossenschaft Letten abgezweigt haben. Die 1922 gegründete Genossenschaft umfasst heute sechs Überbauungen und über 600 Wohnungen in der Stadt Zürich.

Der Präsident Ruedi Thoma zeigt sich auf Anfrage betroffen über die im Raum stehenden Vorwürfe. Der mögliche Schaden sei beträchtlich, sagt er. Genau beziffern lasse er sich aber noch nicht. «Es geht nicht um Peanuts, die Baugenossenschaft gerät dadurch aber nicht in eine existenzielle Krise.» Zu den Vorwürfen sagt Thoma: «Der Verdacht steht im Raum, dass die involvierten Personen Gelder zu ihrem eigenen finanziellen Vorteil missbraucht haben.» Mehr Details könne er momentan nicht nennen.

Klar ist für ihn: «Sollte sich der Verdacht erhärten, wird der Vorstand alle notwendigen rechtlichen Schritte einleiten.» Derzeit gelte aber für alle Beteiligten die Unschuldsvermutung, die Vorwürfe würden jetzt von einer externen spezialisierten Stelle im Detail überprüft. Deshalb verzichte der Vorstand vorerst auch auf die Einreichung einer Strafanzeige.

Ans Licht gebracht haben die Vorwürfe laut Mitteilung der Baugenossenschaft mehrere Personen aus dem inneren Kreis der Institution. Sie hatten sich vor wenigen Tagen an Thoma und die Vorstandsmitglieder gewandt. Sie berichteten von gravierendem Fehlverhalten einiger Mitarbeiter und eines früheren Vorstandsmitglieds. Überreicht wurden auch Dokumente, welche Hinweise auf mutmassliche Unregelmässigkeiten enthalten.

Die involvierten Mitarbeiter hat die Baugenossenschaft am Montagvormittag per sofort freigestellt. Die übrigen Mitarbeiter wurden gleichentags über die Vorgänge informiert, die Genossenschafter ebenso. Eine externe Prüfstelle soll die Vorwürfe nun untersuchen. Mitte Dezember sollen laut Mitteilung erste Erkenntnisse vorliegen. Wegen des Vorfalls sind zwei langjährige Vorstandsmitglieder in den Ausstand getreten. Dadurch soll die Unabhängigkeit der Untersuchung gewährleistet werden.

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