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Mit Wodka und Amuletten gegen die Pandemie: So irre reagierten diese Präsidenten auf Corona

Als Anfang Januar im chinesischen Wuhan eine mysteriöse Lungenkrankheit grassiert, reagiert Peking umgehend. Plötzlich finden sich Millionen Menschen in ihre Häuser eingesperrt, eine ganze Region abgeriegelt. Damals ungewöhnlich, heute Normalität.

Regierungen weltweit haben nachgezogen, um die Verbreitung des Coronavirus zumindest einzudämmen. Doch bis heute sind nicht alle von seiner Gefährlichkeit überzeugt – und die Gegenmassnahmen treiben mitunter seltsame Blüten, wie die von BLICK zusammengetragenen Beispiele demonstrieren:

  • Belarus – Lukaschenkos Geheimarznei
    Das osteuropäische Land macht dieser Tage mit heftigen Protesten und Polizeigewalt rund um die Wiederwahl des seit 1994 regierenden Alexander Lukaschenko (65) Schlagzeilen. Doch auch die Corona-Strategie des Langzeitpräsidenten sorgte in letzter Zeit für Aufsehen – er gilt als vehementer Gegner jeglicher Corona-Massnahmen. Ende März, als Zahlen in ganz Europa durch die Decke gehen, sagt er nach einem Eishockeyspiel: «Hier gibt es keine Viren. Sehen Sie welche rumfliegen? Ich auch nicht.» Wenig später schiebt er nach, dass «Wodka das Virus vergiftet.» Immerhin: «Aber nicht während der Arbeit.» In Belarus sind bisher knapp 70'000 Ansteckungen registriert worden. Ein Wert, der mit den jüngsten Auseinandersetzungen und dem weiterhin laschen Corona-Regime der Regierung weiter ansteigen dürfte. Übrigens: Auch Lukaschenko soll sich inzwischen mit dem Coronavirus angesteckt haben – jedoch ohne jegliche Symptome, wie er seine Ärzte bestätigen lässt.
  • Brasilien – «Wovor habt ihr Angst?»
    Im südamerikanischen Land grassiert das Coronavirus unter der Federführung von Jair Bolsonaro (65). Über drei Millionen Infizierte und über 100'000 Tote ist die traurige Zwischenbilanz. Für den brasilianischen Präsidenten kein Grund, um Trübsal zu blasen: «Ich bedauere die Todesfälle. Aber Menschen sterben jeden Tag, an vielen Dingen. So ist das Leben.» Anfang Juli wird er selbst positiv getestet. Nach eigenen Angaben nimmt die Krankheit einen milden Verlauf. Kurz nach seiner Genesung ruft er das brasilianische Volk dazu auf, sich dem Virus zu stellen: «Ich denke, dass leider fast alle von euch sich eines Tages anstecken werden. Wovor habt ihr Angst?»
  • USA – Die sonderbaren Vorschläge des Donald Trump
    Kaum eine Person wurde in den vergangenen Monaten so zur Zielscheibe des medialen Spotts wie Donald Trump (74). Die Gründe sind die zum Teil verwunderlichen Aussagen, mit denen der US-Präsident an seinen Pressekonferenzen auf sich aufmerksam machte. Anfangs nennt er das Virus nicht einmal beim Namen, redet dafür vom «chinesischen Virus» oder der «Kung Flu». Dann sträubt er sich gegen jegliche Massnahmen, träumt stattdessen von «vollen Kirchen zu Ostern». Als er sich dem Ausmass der Corona-Krise bewusst wird, rudert er zurück – und schlägt zur Bekämpfung Desinfektionsmittel-Spritzen vor. Und während Trump weiterhin von einer Panne zur nächsten eilt, sterben die Menschen in den USA weiter. Fast 170'000 sind es inzwischen – ein globaler Spitzenwert.
  • Tansania – In God we trust
    Von Desinfektionsmittel hält Präsident John Magufuli (60) nichts. Auch Masken sollen das Virus seiner Meinung nach verbreiten. Und weil seine Regierung seit April keine Zahlen zu Infektionen mehr veröffentlicht, erklärt er das Land kurzerhand zur coronafreien Zone. Geholfen hat dabei nicht etwa eine Ausgangssperre oder Hygienemassnahmen: «Die Kraft Gottes hat das Virus aus unserem Land entfernt», sagte Magufuli unlängst an einem Gottesdienst.
  • Mexiko – «Man muss sich umarmen»
    Mitte März ruft der mexikanische Gesundheitsminister seine Landsleute auf, Abstand zu halten. Noch am gleichen Tag wirft sich Präsident Andrés Manuel López Obrador (66) in die Massen seiner Anhänger, nimmt die Kinder in die Arme und drückt ihnen Küsse auf die Backen. Nur Tage später verkündet er an einer Pressekonferenz: «Man muss sich umarmen. Nichts wird passieren.» Als die Lage zunehmend ernst wird, lässt er sich mit einem Amulett ablichten, das angeblich als «schützendes Schild gegen das Coronavirus wirkt». Inzwischen sind über 55'000 Mexikaner an Covid-19 gestorben. Das hält den Präsidenten aber noch immer nicht davon ab, in der Öffentlichkeit auf die Maske zu verzichten. (ste)

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