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Mit Stefano Domenicali wird ein Zukunftsmensch neuer Geschäftsführer der Formel 1

Die Königsklasse des Automobilsports bekommt einen neuen Geschäftsführer: Der Italiener Stefano Domenicali tritt im Januar die Nachfolge des Amerikaners Chase Carey an.

Sein Charme kommt auch in der angelsächsisch geprägten Formel 1 an: Stefano Domenicali, der neue Geschäftsführer der Rennserie.

Sein Charme kommt auch in der angelsächsisch geprägten Formel 1 an: Stefano Domenicali, der neue Geschäftsführer der Rennserie.

Simon Galloway / Imago

Die Formel 1 ist immer ein Geschäft mit der Zukunft, deshalb wird die Rennserie in den USA auch an der Börse gehandelt. Und künftig steht ein erklärter Zukunftsmensch an der Spitze der Formel 1: Der Italiener Stefano Domenicali wird im Januar CEO und Präsident der Gesellschaft, die die Königsklasse des Automobilsports vermarktet. Er löst damit den aus Hollywood gekommenen US-Manager Chase Carey ab, der 2017 Bernie Ecclestone als Zampano abgelöst und die Formel 1 seither modernisiert hat.

Domenicali ist ein alter Bekannter, von 1991 bis 2014 hat er für Ferrari gearbeitet, zuletzt als Teamchef. Danach wechselte er zum Volkswagen-Konzern, in dem er seit 2016 die Geschäfte der Marke Lamborghini führte. «Dieser Sport war immer Teil meines Lebens», sagt der 55-Jährige über seine Motivation, in die Boxengasse zurückzukehren.

Für Domenicali schliesst sich ein Kreis, für den Rechteinhaber Liberty Media ist die Personalie ein cleverer Schachzug. Der Vorgänger Chase Carey, der dem Vorstand in einer nicht aktiven Funktion erhalten bleiben soll, stammt aus der Unterhaltungsbranche. Er hatte wenig Bezug zum Motorsport, was anfänglich ein Vorteil war – nachdem Bernie Ecclestone zuvor ein dichtes Geflecht aus Abhängigkeiten und Beziehungen geknüpft hatte. Doch bald tat sich der US-Manager schwer damit, die mächtigen Rennställe und Konzerne von seinen Plänen zu überzeugen. Der ihm zur Seite gestellte Geschäftsführer Ross Brawn deckte nur die sportlich-technische Seite ab. Der 66-Jährige Carey hinterlässt mit der kürzlich erfolgten Einigung auf ein neues «Concorde Agreement», eine Art Grundgesetz der Formel 1, zumindest eine hohe Rechtssicherheit. Auch die Budgetdeckelung und Weiterentwicklung des Reglements hat er noch auf den Weg gebracht. «Es war mir eine Ehre», wird der scheidende Chef zitiert.

Domenicalis Berufung beendet überdies die Spekulationen, gemäss denen der Mercedes-Weltmeister-Macher Toto Wolff an die Spitze der Rennserie treten soll. Der Österreicher hat einen ebenso starken wirtschaftlichen wie sportlichen Hintergrund. Doch gegen ihn hatte wohl vor allem der zumindest am grünen Tisch weiterhin mächtige Ferrari-Rennstall opponiert. Künftig gehen die Mutmassungen über einen vermeintlichen Einfluss in die andere Richtung. Die drei mächtigsten Männer der Formel 1 haben alle eine Vergangenheit bei der Scuderia: Jean Todt, der Präsident des Automobilweltverbandes FIA, war der Begründer der erfolgreichsten Ära Ferraris zur Jahrtausendwende. Ross Brawn war damals Technikdirektor, Stefano Domenicali Todts Adjutant in Maranello. Als Sportdirektor war Domenicali eine direkte Bezugsperson Michael Schumachers als auch des Firmenpräsidenten Luca di Montezemolo. In Domenicalis Zeit als Sportdirektor fällt auch der bisher letzte WM-Titel-Gewinn Ferraris durch Kimi Räikkönen 2007.

Einige sehen Domenicalis Berufung kritisch, da sie den Einfluss von Ferrari auf die Motorsport-Königsklasse weiter vergrössern könnte. Auch der FIA-Präsident Jean Todt war lange Ferrari-Teamchef. Der gegenwärtige Formel-1-Sportchef Ross Brawn war in Todts Amtszeit als Technikdirektor bei der Scuderia ein wichtiger Faktor bei allen Titelgewinnen von Michael Schumacher. Die zehn Teamchefs waren bereits vor der Abreise zum Grossen Preis von Russland über die entscheidende Veränderung im Formel-1-Management informiert worden. Da es sich um eine börsenrelevante Information handelt, hat sich die offizielle Verkündung noch hingezogen.

Was dem aus der Rennstadt Imola stammenden Domenicali beim nicht einfachen Zukunftsgeschäft helfen wird, sind seine verbindliche Art und die ausgesprochene Fairness. Sein Fachwissen und seine Regelkenntnis sind unbestritten, und sein Charme kommt auch in der angelsächsisch geprägten Formel 1 an. Die Jahre im VW-Konzern haben Domenicalis Managementfähigkeiten bestimmt nicht geschadet. «In den letzten sechs Jahren habe ich mein Erfahrungsspektrum erweitert. Das wird meiner Arbeit in der Formel 1 zugutekommen», sagte er. Ein Hardliner wird Domenicali wohl kaum werden.

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