Switzerland

Mit dieser Hightech-Drohne spürt die Feuerwehr Brandnester auf

Der Polizeihund bekommt nach einem erfolgreichen Einsatz ein Wursträdchen, die Drohne darf wieder an die Steckdose. Ihren ersten Erfolg konnte die 25'000 Franken teure Drohne von Schutz und Rettung am 25. November feiern. Aus dem Dach der Sihlpost drangen Flammen und ein furchterregend schwarzer Rauch. Die Feuerwehrleute arbeiteten auf einem Hubretter 53 Meter über Boden. Die neue Drohne summte in sicherem Abstand hoch über die Sihlpost.

Unten auf der Kasernenstrasse machte der Einsatzleiter die entscheidende Erkenntnis: Die Flammen stiegen aus dem Kamin in einem Lüftungsschaft. Der Brand war im Pizzaofen eines Restaurants ausgebrochen. Dank der Wärmebildkamera der Drohne konnten die Leute von Schutz & Rettung gezielt gegen die Brandquelle vorgehen. Die Drohne hatte ihre Feuertaufe bestanden.

In 30 Minuten vor Ort

Als wohl erstes Profikorps der Schweiz hat Schutz & Rettung ein Drohnenpikett rund um die Uhr. Zwei Drohnen mit hochauflösender Kamera und 30-fach-Zoom sowie einer Wärmebildkamera stehen zur Verfügung. Die eine ist im Pikettfahrzeug verstaut; innerhalb von 30 Minuten muss die Drohnentruppe im Grossraum Zürich vor Ort sein.

Die 25'000 Franken teure Drohne mit ihren beiden Kameras. Foto: Sabina Bobst

Die technischen Daten der beiden Quadrokopter vom Typ DJI Matrice 210 V2: sechs Kilo schwer, Maximalgeschwindigkeit 61 km/h, maximal erlaubte Flughöhe 120 Meter, Einsatzbereich bis maximal 400 Meter ab Fernsteuerung, einsatzfähig bei Winden bis zu 43 km/h. Die Drohne ist mit Fallschirm und Blitzlicht ausgerüstet und verfügt über ein FLARM-System. Das ist das Verkehrsinformations- und Kollisionsvermeidungssystem für die allgemeine Luftfahrt, für Leichtflugzeuge und Drohnen. Andere Flugzeuge oder Helis können die Drohne sehen. Und der Drohnenpilot sieht andere Flugkörper auf seinem Bildschirm.

Schutz & Rettung hat zehn Drohnenpiloten ausgebildet, die sich für ein je einwöchiges Pikett abwechseln. Einer von ihnen ist Yannick Herger; er arbeitet in der Werkstätte beim Triemli. Während seiner Einsatzzeit muss er innerhalb von 30 Minuten mit der Drohne vor Ort sein. «Die Feuerwehrdrohne ist super zum Fliegen», schwärmt Herger, der seit sechs Jahren auch privat Drohnen steigen lässt.

Tramleitungen als Hindernis

Yannick Herger hat den Pilotenkurs des Schweizer Drohnenverbands besucht und zwei weitere feuerwehrspezifische Module. So musste er im Zivilschutzzentrum Andelfingen bei Nacht und Rauch fliegen und die Drohne zwischen engen Häuserschluchten durchsteuern. Besonders anspruchsvoll ist das Fliegen in der Stadt mit Tramleitungen sowie Schienen und Weichen, die den Magnetkompass der Drohne stören.

«Die Drohne ist vollgepackt mit Elektronik», sagt Herger, «und denkt ständig mit.» Ist die Drohne einmal kameragerecht über einem Brandherd, bleibt sie dank GPS selbstständig in Position, «wie ein Lampenschirm in der Stube». Sie kann fast nicht abstürzen wegen Pilotenfehlern; Sensoren bewahren sie davor, zu nahe an Hindernisse heranzufliegen. Aus der Höhe kann der Pilot über Joystick 30-fach optisch und 5-fach digital zoomen – also 180-fach. Allzu nahe an die Hitze eines Brandes darf die Drohne nicht heran – sie ist schliesslich aus Plastik.

Drohnenpilot Yannick Herger; rechts der Bildschirm, auf den die Daten der Kameras übertragen werden. Foto: Sabina Bobst

Der Einsatzleiter kann die Drohnenaufnahmen unten am Boden live auf einem Grossbildschirm verfolgen. Besonders wertvoll ist die Wärmebildkamera. Bei einem Test im Innenhof der Wache Süd an der Weststrasse positionierte der Pilot die Drohne vor der Journalistenschar. Auf dem Wärmebild liess sich erkennen, wer eine gut isolierte Jacke trug oder bloss dünne Hosen. Und im Vorbeiflug an den Büroräumen zeigte sich, dass längst nicht alle Fenster gut isoliert sind. Bei geöffnetem Fenster liess sich gar erkennen, dass ein Angestellter ein kurzärmliges T-Shirt trug; die Unterarme strahlten mehr Wärme ab als der Oberkörper.

Fünf spezielle Einsatzschwerpunkte sieht Peter Wullschleger, Kommandant Feuerwehr und Zivilschutz: Waldbrände, Gebäudebrände, Gewässerverschmutzungen, Elementarereignisse wie Überschwemmungen mit Personensuche sowie Grossereignisse wie Zugunglücke. «Wir bieten unsere Dienstleitungen gerne auch den umliegenden Gemeinden an», sagt Wullschleger.

Suchtrupps brauchts immer noch

«In gewissen Situationen kann eine Drohne die Suchtrupps nicht ersetzen», sagt Projektleiter Basil Brühlmann. So war die Drohne letzte Woche beim Absturz eines Mannes am Uetliberg zwar vor Ort, aber nicht zum Einsatz gekommen. «Wenn Bäume im Weg stehen, sieht die Drohne nichts», sagt Brühlmann. Im Sommer bei warmen Temperaturen sei zudem die Personensuche mit der Wärmebildkamera eingeschränkt, weil die Körperwärme kaum von der Umgebungswärme abweiche. Im Winter jedoch sind Personen sehr deutlich zu erkennen – auch wenn sie noch so unterkühlt sind.

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