Switzerland

Mit dem Handy in die Schlacht gegen Covid-19

Smartphone-Apps zum Aufspüren von Kontakten infizierter Personen können ein wirksames Instrument im Kampf gegen die Pandemie sein – vorausgesetzt, es gelten klare Regeln.

Das Leben in China wird derzeit durch ein grünes Symbol auf dem Smartphone-Bildschirm bestimmt.

Das Leben in China wird derzeit durch ein grünes Symbol auf dem Smartphone-Bildschirm bestimmt.

Ng Han Guan / AP

Länder wie Taiwan, Südkorea, Singapur und China haben es vorgemacht: Mit Hilfe digital gestützter Anwendungen lässt sich die Ausbreitung der durch das Coronavirus verursachten Lungenkrankheit eher unter Kontrolle bringen. Wie in der Dienstagsausgabe von «NZZ Asien» genauer nachzulesen ist, helfen Smartphone-Apps, infizierte Personen zu lokalisieren; ausserdem spürt die App jeden auf, mit dem der Erkrankte zuletzt Kontakt hatte. In China zeigt die Anwendung sogar den Gesundheitszustand des Nutzers an: rot, gelb oder grün. Bei Rot verwehrt etwa der Fahrer den Zutritt zum Bus.

Gerade die Rückverfolgung der Ansteckungsketten ist ein wichtiges Element zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus. Insofern haben digitale Tracking-Systeme durchaus ihre Berechtigung. Inzwischen gibt es kaum ein europäisches Land, das nicht über solche Lösungen nachdenkt oder diese bereits konkret plant. Die Pandemie wird inzwischen als so bedrohlich wahrgenommen, dass sogar die sonst beim Thema Datenschutz schnell hysterischen Deutschen eine App zur Rückverfolgung von Kontaktpersonen Infizierter an den Start schicken wollen. Ulrich Kelber, der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit in Deutschland, ist sich sicher, dass eine digitale Unterstützung der Pandemiebekämpfung ohne zusätzliche Einschränkungen der Grundrechte möglich ist.

Auch die schnelle Isolierung Infizierter ist wichtig

Auch wenn etwa Singapur und Hongkong in den vergangenen Tagen wieder schärfere Massnahmen wie die Schliessung von Schulen und Restaurants angeordnet haben, so waren die kleinen asiatischen Staaten beim Kampf gegen die Pandemie bisher durchaus erfolgreich. Instrumente wie eine Tracking-App entfalten allerdings ihre volle Wirkung erst in Verbindung mit anderen Massnahmen. Dazu gehören flächendeckende Tests, nicht nur von Personen, die bereits Symptome zeigen, ausserdem die schnelle und konsequente Isolierung von Menschen, die engen Kontakt zu einem Infizierten hatten. Gerade beim Testen haben europäische Länder zum Teil noch Defizite.

Doch beim Einsatz von digitalen Tracking-Systemen müssen Regeln gelten. Ein Zwang, solche Apps auf seinem Smartphone zu installieren, ist mit westlichem Demokratieverständnis nicht vereinbar; ausserdem sollten die erhobenen Daten nach spätestens 21 Tagen wieder gelöscht werden. Zugegriffen werden darf auf die Bewegungsprofile des Nutzers erst, wenn dieser nachweislich infiziert ist. Und eine App, die wie in China den Infizierten an den Pranger stellt, geht gar nicht.

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