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Militär: Iranisches Arsenal laut USA das grösste der Region

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Ein Experte des US-Militärgeheimdienstes hat seinen Bericht «Die militärische Macht des Irans» präsentiert.

Trotz jahrzehntelanger internationaler Sanktionen hat der Iran nach US-Angaben das umfassendste Raketenarsenal in der Region des Nahen und Mittleren Ostens aufgebaut. Der Umfang dieses Arsenals übertreffe auch jenen des israelischen Raketenprogramms, verlautete am Dienstag aus dem US-Militärgeheimdienst DIA.

Zum iranischen Arsenal gehörten Mittelstreckenraketen mit einer Reichweite von bis zu 2000 Kilometern, sagte am Dienstag der Iran-Experte des US-Militärgeheimdienstes DIA, Christian Saunders. Er stellte in einer Pressekonferenz einen DIA-Bericht mit dem Titel «Die militärische Macht des Iran» vor.

Darin wird vor allem die hochmoderne Technologie sowie die Präzision der von dem Land entwickelten ballistischen Raketen hervorgehoben. Trotz der Sanktionen habe der Iran den Umfang und die Technologie seines ballistischen Raketenprogramms kontinuierlich fortentwickelt.

Der Iran hat in den vergangenen Jahren mehr als 40 verschiedene Typen von militärischen Raketen entwickelt. Die schlagkräftigsten Typen Ghadr F und Sedschil-2 sind in der Lage, das Gebiet des Erzfeindes Israel sowie sämtliche US-Armeestützpunkte in der Region zu erreichen.

Verteidigungshaushalt geschrumpft

Der DIA-Report hebt aber auch hervor, dass die Sanktionen die militärischen Kapazitäten des Iran insgesamt durchaus eingeschränkt hätten. Der iranische Verteidigungshaushalt schrumpfte demnach 2019 deutlich auf ein Volumen von 20,7 Milliarden Dollar, was 3,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) des Landes entspreche. Im Vorjahr habe der Verteidigungsetat noch bei 27,3 Milliarden Dollar gelegen und 6,1 Prozent des BIP ausgemacht.

Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran haben sich deutlich verschärft, seitdem US-Präsident Donald Trump vor anderthalb Jahren das internationale Abkommen zur Begrenzung des iranischen Atomprogramms einseitig aufgekündigt hatte. Einer von Trumps Hauptkritikpunkten an der Vereinbarung von 2015 ist, dass sie sich auf die nuklearen Aktivitäten des Landes beschränkt und keine Restriktionen für das iranische Raketenprogramm vorsieht.

Seit dem Ausstieg aus dem Atomabkommen haben die USA ihre Sanktionen gegen den Iran sukzessive massiv verschärft.

(sda)

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