Switzerland

Meister Bern besiegt Leader Zug

Die Zuschauer blickten nach oben – doch auch von dort kam keine Hilfe. Das Mitteldrittel zwischen dem SC Bern und dem EV Zug lief, die Gäste führten 1:0 und waren nah am zweiten Treffer. Und dann erschien auf dem Videowürfel das Zwischenresultat: Gottéron - Rapperswil 4:1.

Es stand also zappenduster um die Playoff-Ambitionen des Titelverteidigers. Auf das Ergebnis des Konkurrenten aus Freiburg (5:3 am Ende) konnten die Berner zwar keinen Einfluss nehmen. Aber sie drehten ihre eminent wichtige Partie gegen den Tabellenführer und siegten 2:1.

Dem SCB gelang gegen die Zuger ein intensiver Auftakt. Allein: Der Ertrag blieb aus, respektive die Berner scheiterten an ihrem letztjährigen Teamkollegen Genoni oder an sich selbst. Bezeichnend für die Situation des Meisters gelang dem EVZ entgegen dem Spielverlauf das Führungstor. Ebenso bezeichnend war, dass Verteidiger Krueger den Puck nach einem Martinsen-Schuss selbst über die Linie bugsierte. Danach stieg beim Heimteam die Verunsicherung. Sie zog sich bis in die Hälfte des Mitteldrittels. Zug verpasste das zweite Tor (Simion traf den Pfosten), SCB-Captain Moser befeuerte nach schöner Mursak-Arbeit mit dem 1:1 die Emotionen. Fortan agierte der Meister wieder mit mehr Überzeugung. Ebbett traf in Überzahl zur Führung (39.).

Im Schlussdrittel vermochte Bern trotz mehrfacher Powerplay-Möglichkeiten die Vorentscheidung nicht herbeizuführen. So kam es zum grossen Zittern. Bereits drei Minuten vor Schluss ersetzte Zug-Coach Tangnes bei einer Überzahl seinen Torhüter durch einen zusätzlichen Feldspieler. Doch SCB-Keeper Karhunen liess sich nicht mehr bezwingen. (rek)