Switzerland

Mehr Schutz für betroffene Frauen: Bundesrat setzt Gremium im Kampf gegen Verstümmelung ein

Ein Gremium soll sich in der Schweiz künftig gegen die Genitalverstümmelung von Frauen einsetzten. Die Strafverfolgung alleine genügt laut dem Bund nicht.

Verstümmelungen finden oft innerhalb der Familie oder des sozialen Umfelds stat: Ein Mädchen weint nach ihrer Beschneidung in einem Dorf in Kenia.

Verstümmelungen finden oft innerhalb der Familie oder des sozialen Umfelds stat: Ein Mädchen weint nach ihrer Beschneidung in einem Dorf in Kenia.

Foto: Reuetrs

Der Bundesrat will im Kampf gegen die Verstümmelung von Mädchen und Frauen ein Gremium einberufen, das die Massnahmen von Bund und Kantonen begleitet. Die Strafverfolgung alleine genüge nicht zum Schutz der betroffenen oder gefährdeten Mädchen und Frauen.

Laut Terre des Femmes leben in der Schweiz gemäss indirekten Schätzungen zwischen 22‘000 Mädchen und Frauen, die entweder bereits beschnitten sind oder gefährdet sind, beschnitten zu werden. «Insbesondere Menschen aus Eritrea, Somalia, Äthiopien, Sudan und Ägypten sind davon betroffen.»

Die Beschneidungen finden oft innerhalb der Familie oder des sozialen Umfelds statt, die Opfer sind in den meisten Fällen Kleinkinder oder Kinder, wie der Bundesrat am Mittwoch in einer Mitteilung schreibt. Tief verwurzelte Überzeugungen und Wertesysteme würden daher durch die Strafverfolgung alleine nicht verändert. Das hätten die vergangenen Jahre gezeigt. Der Bundesrat verweist dabei auf einen Bericht, den er am Mittwoch verabschiedet hat und der auf die Zürcher alt Nationalrätin Natalie Rickli (SVP) zurückgeht.

Datenlage ist ungenügend

Der Bundesrat will daher unter anderem ein Gremium einsetzen. Dieses soll aus Vertreterinnen und Vertretern aus den Bereichen Gesundheit, Strafverfolgung und Justiz, aber auch Integration, Asyl, Gleichstellung und Kindesschutz gebildet werden.

Zudem prüft der Bund, wie die Datenlage zur Beschneidung verbessert werden könne. Anhand der Daten soll analysiert werden, wie die Situation in der Schweiz betreffend der Beschneidung effektiv aussieht und welche Wirksamkeit getroffene Massnahmen haben. Der Bund engagiert sich zudem an der Finanzierung des Netzwerks gegen Mädchenbeschneidung Schweiz.

Die Verstümmelung weiblicher Genitalien steht in der Schweiz seit 2012 unter Strafe. Gemäss Mitteilung leben in der Schweiz schätzungsweise 22'400 Mädchen und Frauen, die von Genitalverstümmelung betroffen sind oder dem Risiko ausgesetzt sind, verstümmelt zu werden.

SDA

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