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Mehr als 30 Millionen Coronavirus-Infektionen weltweit, Israel startet zweiten Lockdown – die neusten Entwicklungen zum Coronavirus weltweit

Mehr als 30 Millionen Menschen sind laut der Johns-Hopkins-Universität weltweit positiv auf das Virus getestet worden. Rund 943 200 Infizierte sind verstorben, mehr als 20,3 Millionen genesen.

Die neusten Entwicklungen

  • Seit Beginn der Pandemie sind weltweit mehr als 30 Millionen Infektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden. Das geht aus Daten der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore vom Donnerstagabend (18. 9. Ortszeit) hervor. Die Zahl der Toten liegt demnach bei mehr als 943 200. An der Spitze der Liste stehen die USA, wo 6,6 Millionen Infektionen und mehr als 197 000 Todesfälle verzeichnet wurden. Gemessen an den Gesamtfallzahlen folgt an zweiter Stelle Indien mit 5,1 Millionen Fällen, darunter mehr als 83 000 Tote. An dritter Stelle ist Brasilien mit mehr als 4,4 Millionen Infektionen und gut 134 000 Todesfällen. Relativ zur Einwohnerzahl ist die Zahl der Toten allerdings in sechs Ländern höher als in den USA. An erster Stelle steht Peru mit knapp 97 Todesopfern pro 100 000 Einwohner. Mit deutlichem Abstand folgen Bolivien, Spanien, Chile, Ecuador, Brasilien und die USA – dort starben gut 60 Personen pro 100 000 Einwohner. Die Johns-Hopkins-Webseite wird regelmässig aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In manchen Fällen wurden die Zahlen zuletzt aber auch wieder nach unten korrigiert. Experten gehen in jedem Fall von einer höheren Dunkelziffer aus.
  • Die israelische Regierung will angesichts der rekordhohen Neuinfektionen mit einem zweiten landesweiten Lockdown eine weitere Ausbreitung des Coronavirus verhindern. Ab dem Nachmittag des 18. 9. sollen Schulen und Kindergärten geschlossen bleiben. Auch Hotels, Einkaufszentren sowie Freizeitstätten und Strände müssen schliessen. Restaurants dürfen nur noch ausser Haus verkaufen. Lebensmitteleinkäufe und Arztbesuche sind weiterhin erlaubt. Die Menschen dürfen sich nur noch in Ausnahmefällen weiter als 1000 Meter von ihrem Zuhause entfernen. Die Massnahmen sollen mindestens drei Wochen gelten. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte, angesichts der hohen Infektionszahlen der letzten Tage könnte eine weitere Verschärfung der Massnahmen notwendig werden. Die Opposition kritisiert den Corona-Kurs der Regierung und den zweiten Lockdown scharf. Verteidigungsminister Benny Gantz kündigte an, die Armee werde die Polizei mit 1000 Soldaten bei der Durchsetzung der Massnahmen unterstützen.
  • Als Reaktion auf die steigenden Corona-Infektionszahlen limitiert Österreich die Zahl der Teilnehmer bei privaten Zusammenkünften. Bei Feiern in Gebäuden seien ab Montag (21. 9.) nur noch zehn Personen erlaubt, sagte Kanzler Sebastian Kurz von der konservativen ÖVP am Donnerstag. Eine Kontrolle von Privatwohnungen sei allerdings nicht geplant, da sie nicht grundrechtskonform sei. Es gehe um Zusammenkünfte im öffentlichen Raum. Eine Ausnahme gebe es für Begräbnisse.
  • Wegen der stark steigenden Anzahl Corona-Fälle werden im Nordosten Englands die Kontaktbeschränkungen verschärft. So dürfen sich ab Freitag Menschen verschiedener Haushalte nicht mehr treffen. Bars und Pubs müssen um 22 Uhr schliessen, das sagte der britische Gesundheitsminister Matt Hancock am Donnerstag (17. 9.). Betroffen von den Einschränkungen sind etwa zwei Millionen Menschen unter anderem in Northumberland, Newcastle-upon-Tyne und Sunderland. 
  • Die Coronavirus-Pandemie hat laut dem Uno-Kinderhilfswerk Unicef 150 Millionen Kinder zusätzlich in die Armut gestürzt. Seit Ausbruch der Pandemie sei die Zahl der in Ländern mit geringen oder mittleren Durchschnittseinkommen in Armut lebenden Kinder um 15 Prozent auf etwa 1,2 Milliarden gestiegen, heisst es in einem Bericht von Unicef und der Hilfsorganisation Save the Children vom Donnerstag (17. 9.). Für den Bericht seien Daten unter anderem zu Bildung, Gesundheitssystemen oder Ernährung aus mehr als 70 Ländern ausgewertet worden. Die Organisationen riefen die Regierungen der Welt auf, das Problem mit hoher Priorität anzugehen.
  • Das New Yorker Brooklyn Museum hat aus Geldsorgen infolge der Corona-Pandemie zahlreiche Werke zur Auktion freigegeben, um die Instandhaltung der restlichen Sammlung gewährleisten zu können. «Das ist etwas, was für uns sehr schwer ist», sagte Direktorin Anne Pasternak am Donnerstag (17. 9.) der «New York Times». «Aber es ist das Beste für unsere Institution und die Langlebigkeit und Pflege unserer Sammlungen.» Zu den zwölf Werken, die im Oktober beim Auktionshaus Christie's versteigert werden sollen, gehören Stücke von Lucas Cranach dem Älteren und Gustave Courbet. Zuvor hatte der amerikanische Verband der Museumsdirektoren aufgrund der Corona-Krise eine Regelung für zwei Jahre ausgesetzt, nach der Werke aus dem Bestand nur zum Ankauf neuer Werke verkauft werden dürfen.
  • Die amerikanische Regierung rechnet damit, dass bis Ende März des nächsten Jahres 700 Millionen Impfdosen eines Corona-Impfstoffes für die amerikanische Bevölkerung bereitstehen werden. Dies erklärte Donald Trumps oberster Corona-Berater Dr. Scott Atlas am Rande einer Pressekonferenz des amerikanischen Präsidenten am Mittwoch (16. 9.). Risikogruppen würden bereits bis Januar 2021 Zugriff auf die Impfung erhalten, so der Berater weiter. Auch der Leiter der Gesundheitsbehörde CDC sprach am selben Tag davon, dass Impfungen für eine breite Bevölkerung erst 2021 zur Verfügung stünden. Präsident Donald Trump widersprach jedoch kurz danach – er fürchtet um seinen Wahlerfolg. Zum Bericht

Die weltweit bestätigten Infektionszahlen überschreiten 29 Millionen

Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle weltweit (in Millionen)

Die Entwicklungen in der Schweiz finden Sie hier.

Die Entwicklungen in Deutschland finden Sie hier.

Informationen zu den beliebtesten Feriendestinationen finden Sie hier.

Die wichtigsten Antworten zur Entwicklung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus finden Sie hier.

Die Todesfälle in ausgewählten europäischen Ländern

Todesfälle (gleitender 7-Tage-Durchschnitt), Schweiz, Österreich, Deutschland, sowie fünf europäische Länder mit den meisten Todesfällen

Die Todesfälle in ausgewählten europäischen Ländern - Todesfälle (gleitender 7-Tage-Durchschnitt), Schweiz, Österreich, Deutschland, sowie fünf europäische Länder mit den meisten Todesfällen

Nachdem die Infektionsraten vielerorts zunächst gesunken waren, wurden die Beschränkungen schrittweise gelockert. Dadurch sind die Infektionsraten in vielen Ländern wieder gestiegen. Fast alle Grenzen sind für Reisende innerhalb des Schengenraums wieder offen. Die meisten Regierungen versuchen mit Maskenpflicht, Massentests, Apps und anderen Gegenmassnahmen einen weiteren Lockdown zu verhindern.

Müssen Sie nach Ihren Ferien in die Quarantäne? Alles Wissenswerte zu den beliebtesten Feriendestinationen der Schweizerinnen und Schweizer erfahren Sie hier.

Deutschland ist nach Einschränkungen des öffentlichen Lebens schrittweise auf dem Weg zurück in die Normalität. Nach den Sommerferien liessen Ferienrückkehrer aber die Ansteckungszahlen wieder in die Höhe schnellen.

Genaueres zur Situation in Deutschland erfahren Sie hier.

Künftig müssen Demonstrierende in Berlin Masken tragen, wenn mehr als 100 Personen an einer Kundgebung teilnehmen.

Künftig müssen Demonstrierende in Berlin Masken tragen, wenn mehr als 100 Personen an einer Kundgebung teilnehmen.

Christoph Hardt / Imago

In Frankreich dürfen Restaurants und Cafés wieder öffnen, auch Touristenunterkünfte sind fast alle wieder zugänglich. Im öffentlichen Raum sowie in Unternehmen gilt eine Maskentragpflicht. Seit August steigen die Fallzahlen wieder stark an. Bisher blieben nationale Beschränkungen aus, am 11. 9. bestätigte die Regierung, weiter auf regionale Massnahmen setzen zu wollen.

In Österreich gilt die zunächst weggefallene Maskentragpflicht seit dem 24. Juli wieder in Supermärkten, Banken und Postfilialen. Bei privaten Feiern in Gebäuden sind zudem nur noch maximal zehn Personen erlaubt.

In Italien hat die Regierung den Notstand bis zum 15. Oktober verlängert. Laut einer Studie des Gesundheitsministeriums und des Statistikamtes Istat vom 3. August haben knapp 1,5 Millionen Menschen im Land Antikörper entwickelt, also rund 2,5 Prozent der Bevölkerung.

In ganz Spanien gilt seit Ende Juli eine umfassende Maskentragpflicht. Der Schutz muss nicht nur in geschlossenen öffentlichen Räumen, sondern auch im Freien angezogen werden – ausser auf den Kanaren.

Grossbritannien hat durch die Corona-Pandemie eine der höchsten Todeszahlen in Europa zu beklagen, es litt im zweiten Quartal zudem am stärksten unter den Folgen des Lockdowns. Das Bruttoinlandprodukt (BIP) schrumpfte von April bis Juni um real 20,4 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2020, wie das nationale Statistikbüro (ONS) am 12. 8. schätzte.

Bestätigte Fälle des Coronavirus in europäischen Ländern, nach Status der Patienten (in Tausend)

02004006008001000RusslandSpanienFrankreichGrossbritannienItalienDeutschlandUkraineRumänienBelgienNiederlandeSchwedenPolenWeissrusslandPortugalSchweizMoldauTschechienÖsterreichSerbienIrland

Die Situation in den Benelux-Staaten und in Skandinavien

In den Niederlanden sind sämtliche Schulen und eingeschränkt auch Museen und Cafés wieder offen. Als erste Städte haben Amsterdam und Rotterdam am 5. August eine Maskenpflicht eingeführt.

Die Einwohner Belgiens dürfen nur fünf Personen treffen, die nicht dem eigenen Haushalt angehören. An Veranstaltungen im Freien dürfen künftig maximal 200, im Inneren 100 Personen teilnehmen. An privaten Feiern wie Hochzeiten dürfen nur noch zehn Personen teilnehmen. Zudem empfiehlt der belgische Sicherheitsrat allen Einwohnern, weiterhin möglichst von zu Hause aus zu arbeiten.

In Dänemark haben die Einwohner die Möglichkeit, sich bescheinigen zu lassen, dass sie das Coronavirus nicht haben, um mit einem negativen Test Quarantänen nach Auslandsreisen zu umgehen.

Schweden wird wegen hoher Fallzahlen von den meisten Nachbarn und EU-Ländern weitgehend isoliert, mit Ausnahme von Dänemark. Der viel kritisierte Sonderweg Schwedens führte zu viermal mehr Todesfällen als im restlichen Skandinavien.

Die Situation in Osteuropa und der Türkei

Russland hat den weltweit ersten Corona-Impfstoff zugelassen. Das Mittel, das vom Moskauer Gamaleja-Institut entwickelt worden sei, habe die Freigabe des Gesundheitsministerium erhalten, sagte Präsident Wladimir Putin (11. 8.). Die Massenproduktion solle bald gestartet werden können. Der Impfstoff wurde nach weniger als zwei Monaten Erprobung am Menschen zugelassen.

Ungarn hat nach einem rekordhohen Anstieg der Infektionen am 1. September die Grenzen geschlossen. Ausser Diplomaten, Geschäftsleuten und Studierenden, die jeweils negative Testresultate vorlegen müssen, dürfen keine Ausländer mehr einreisen. Ungarn, die aus dem Ausland zurückkehren, müssen sich ebenfalls testen lassen, wobei die Regierung betont, die Steuerzahler müssten die Kosten dafür nicht übernehmen.

Tschechien hat aufgrund steigender Fallzahlen die landesweite Maskenpflicht wieder eingeführt. Sie gilt in öffentlichen Verkehrsmitteln und in allen Innenräumen des Landes. Gaststätten, Cafés, Bars, Nachtklubs und ähnliche Einrichtungen dürfen nur noch so viele Menschen einlassen wie sie Sitzplätze haben.

In der Türkei gilt eine generelle Maskenpflicht. Es ist verboten, in öffentlichen Verkehrsmitteln stehend mitzufahren, sollten die Abstandsregeln nicht eingehalten werden können.

Die Situation auf dem Balkan

In Serbien nehmen die Fälle nach einem zweiten Höhepunkt im Juli wieder ab. Es herrscht eine Maskenpflicht, wenn in der Öffentlichkeit kein Abstand gehalten werden kann und nicht mehr als 10 Personen dürfen sich zugleich treffen.

In Rumänien werfen die Medien der Regierung vor, aus wahlkampftaktischen Gründen verfrüht Mitte Mai die Vorsichtsmassnahmen gelockert zu haben. Seitdem sind die Zahlen rasch gestiegen, weit über jene der «ersten Welle». Auch hier gelten Beschränkungen, unter anderem eine allgemeine Maskenpflicht.

Bulgarien hebt wegen stark steigender Infektionszahlen die Lockerungen wieder auf. So dürfen Bars und Klubs nur noch im Freien öffnen, Fussballspiele müssen ohne Publikum stattfinden. In geschlossenen, gemeinschaftlich genutzten Räumen gilt eine Maskenpflicht.

Auch in Griechenland steigen die Fallzahlen erneut. Daher verlangen die Griechen negative Corona-Tests von Einreisenden aus Schweden, Belgien, Spanien, den Niederlanden und der Tschechischen Republik. Am 17. August ist diese Regelung in Kraft treten. Zudem müssen alle auf dem Landweg einreisenden Personen seit dem 17. August einen negativen Corona-Test vorlegen, egal aus welchem Land sie stammen. Der negative Test darf nicht älter als 72 Stunden sein. Auch in Flüchtlingslagern gab es Corona-Ausbrüche. Die Isolation des Lagers Moira auf Lesbos trug wohl mit zu den Unruhen bei, die zum Abbrennen des Lagers in der Nacht zum 9. September führten.

Die Todesfälle in Nordamerika

Todesfälle (gleitender 7-Tage-Durchschnitt), nordamerikanische Länder

Die Todesfälle in Nordamerika - Todesfälle (gleitender 7-Tage-Durchschnitt), nordamerikanische Länder

Die USA verzeichnen mehr als sechs Millionen bestätigte Infektionen – das ist ein Rekord. Mit nur 4 Prozent der Weltbevölkerung stellen die Vereinigten Staaten mehr als einen Viertel der Infektionen. Die Zahlen für Infektionen, Hospitalisierungen und Tote liegen weit über denjenigen anderer moderner Industriestaaten.

In Kanada bleiben die Neuansteckungen bisher auf niedrigem Niveau. Je nach Region ist das Tragen von Masken in öffentlichen Innenräumen und Verkehrsmitteln Pflicht.

Diese fünf lateinamerikanischen Länder verzeichnen die meisten Toten

Todesfälle (gleitender 7-Tage-Durchschnitt), fünf mittel- und südamerikanische Länder mit den meisten Todesfällen

Diese fünf lateinamerikanischen Länder verzeichnen die meisten Toten - Todesfälle (gleitender 7-Tage-Durchschnitt), fünf mittel- und südamerikanische Länder mit den meisten Todesfällen

Das Coronavirus breitet sich in Lateinamerika wie ein Lauffeuer aus, ein baldiges Ende ist nicht in Sicht. Trotz monatelanger Quarantäne haben viele Länder den Höhepunkt der Pandemie noch nicht erreicht. Regionale Charakteristiken geben Erklärungen dafür: Mehr als die Hälfte der Beschäftigten arbeitet in Lateinamerika im informellen Sektor. Es handelt sich um Hausangestellte oder Strassenhändler. Ausgangssperren sind für sie keine Option. Sie müssen das Haus verlassen, um Geld zu verdienen und essen zu können. Covid-19 droht laut der Uno in Lateinamerika eine «Hungerpandemie» auszulösen. Die Wohnsituation manifestiert sich in dieser Pandemie als weiteres Problem. Viele Menschen leben in den Armenvierteln von Ballungszentren auf engem Raum, was die Verbreitung des Virus begünstigt.

Die Ausbreitung des Coronavirus in Peru, Chile und Ecuador hat im Gegensatz zu Brasilien lange wenig internationale Aufmerksamkeit erhalten. Der südamerikanische Riese weist in absoluten Zahlen zwar am meisten Infizierte und Todesfälle in der Region auf. Doch im Verhältnis zur Bevölkerungszahl sind Peru und Chile inzwischen stärker vom Virus betroffen.

Brasilien ist nach den USA und Indien das Land mit den drittmeisten Infizierten. Brasilien testet sehr wenig, weshalb von einer weit höheren Dunkelziffer auszugehen ist. Wissenschaftliche Studien und Schätzungen legen nahe, dass sich mindestens sieben Mal so viele Menschen infiziert haben. Besonders betroffen sind indigene Volksgruppen. Trotz den hohen Ansteckungszahlen sind die Grenzen für Flugreisende aus dem Ausland wieder geöffnet, die Einreise auf dem Landweg ist beschränkt. Auch viele lokale und regionale Einschränkungen wurden wieder gelockert.

Neben den Ländern mit dramatischem Verlauf gibt es in Lateinamerika einen Staat, der die Pandemie bisher erstaunlich gut überstanden hat: Uruguay.

Diese fünf asiatischen Länder verzeichnen die meisten Toten

Todesfälle (gleitender 7-Tage-Durchschnitt), fünf asiatische Länder mit den meisten Todesfällen

Diese fünf asiatischen Länder verzeichnen die meisten Toten - Todesfälle (gleitender 7-Tage-Durchschnitt), fünf asiatische Länder mit den meisten Todesfällen

China galt Anfang des Jahres als das Zentrum der Pandemie. Durch einschneidende Massnahmen hat das Land das Virus unter Kontrolle bekommen – wie viele andere asiatische Länder auch. Allerdings steigen in vielen Regionen Asiens die Infektionszahlen wieder. Mehrere Länder kämpfen darum mit neuen Massnahmen gegen eine zweite Welle.

Wenige aktive Fälle in China

Bestätigte Coronavirus-Fälle in China, nach Status der Patienten (in Tausend)

1 Zwischen dem 12. und dem 18. Februar wurden in der Provinz Hubei nicht nur Fälle gezählt, die durch Tests bestätigt worden waren, sondern auch solche aus klinischen Diagnosen.

2 Die Behörden korrigieren die Zahl der Toten in Wuhan um 1290 nach oben.

Indien liegt mit über 5 Millionen bekannten Infektionen weltweit auf Platz zwei der meistbetroffenen Länder. Trotzdem lockert das Land die Einschränkungen, da Millionen von Menschen arbeitslos geworden sind und Angst haben zu verhungern. Laut einem Antikörper-Test im Auftrag der indischen Regierung hat hochgerechnet fast jede dritte Person in der Hauptstadt Delhi Antikörper gegen das Coronavirus im Blut.

Südkorea gilt wegen seiner Test- und Quarantänemassnahmen als Vorbild. Das Land hat die Pandemie trotz gelegentlicher Ausbrüche insgesamt gut unter Kontrolle.

Nordkorea hat die Abriegelung der Grossstadt Kaesong an der innerkoreanischen Grenze wegen eines Corona-Verdachtsfalls nach drei Wochen wieder aufgehoben. Die Regierung hatte Ende Juli für fast 300 000 Personen Quarantäne angeordnet. Das Land zählt zu den wenigen Ländern weltweit, die bisher keine Coronavirus-Infektionen bestätigt haben. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) führt Nordkorea Tests durch, die Schulen sind geschlossen, im öffentlichen Leben gilt eine Maskenpflicht.

Japan verzeichnete Anfang August die höchsten Infektionszahlen seit Beginn der Pandemie. Nach einem Coronavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff «Diamond Princess» Mitte Februar schloss Japan Anfang März die Schulen und rief von Anfang April bis Ende Mai den Notstand aus. Nach dessen Aufhebung begannen die Fallzahlen langsam wieder zu steigen. Seit Anfang September sinkt die Zahl der Infizierten wieder.

Auch Australien verzeichnete Anfang August einen Höhepunkt der Fallzahlen. Nach diesen Ausbrüchen, die sich vor allem auf den südlichen Gliedstaat Victoria und die Millionenstadt Melbourne konzentrierten, sind in verschiedenen Teilen des Landes wiederholt weitreichende Einschränkungen verhängt worden. Seitdem sinken die Fallzahlen wieder. Für Besucher aus dem Ausland bleiben die Grenzen bis mindestens 17. Dezember geschlossen.

In Neuseeland galt das Coronavirus nach drei Monaten ohne lokale Übertragung als eliminiert. Im August hat die Regierung von Jacinda Ardern angesichts eines neuen Clusters in der Millionenstadt Auckland die Vorkehrungen zur Eindämmung des Virus wieder verschärft. Wegen der Pandemie wurde die Parlamentswahl um vier Wochen auf den 17. Oktober verschoben.

Fidschi und andere Inselstaaten im Südpazifik haben internationale Flüge gestrichen und weisen Kreuzfahrtschiffe ab. Dort gibt es vereinzelte Fälle.

Personen mit Maske stehen in der Stadt Kalkutta im indischen Gliedstaat Westbengalen an, um sich testen zu lassen.

Personen mit Maske stehen in der Stadt Kalkutta im indischen Gliedstaat Westbengalen an, um sich testen zu lassen.

Suraranjan Nandi / Imago

Diese fünf Länder im Nahen Osten verzeichnen die meisten Toten

Todesfälle (gleitender 7-Tage-Durchschnitt), fünf Länder aus dem Nahen Osten mit den meisten Todesfällen

Diese fünf Länder im Nahen Osten verzeichnen die meisten Toten - Todesfälle (gleitender 7-Tage-Durchschnitt), fünf Länder aus dem Nahen Osten mit den meisten Todesfällen

Iran und Israel gehören zu den am stärksten vom Coronavirus betroffenen Ländern der Welt. Die Region läuft Gefahr, hart getroffen zu werden, wenn sich das Virus weiter stark ausbreiten sollte. Einige wohlhabende Länder, vor allem Israel und die Golfstaaten, können ihre Gesundheitssysteme wohl vorbereiten. Ärmere Länder, jene unter Sanktionen, im Kriegszustand oder mit riesigen Flüchtlingsbevölkerungen stehen vor einer Tragödie.

Zahl der aktiven Fälle steigt in Iran leicht an

Bestätigte Coronavirus-Fälle, nach Status der Patienten (in Tausend)

Iran hatte sich kurz nach Beginn der Pandemie zu einem der am stärksten betroffenen Länder weltweit entwickelt. Schiitische Pilger trugen das Virus auch in Nachbarländer wie den Irak, Bahrain und Kuwait, die mit Abschottungsmassnahmen reagierten.

Die Menschen in Israel müssen sich von Freitag (18. 9.) an erneut mit starken Einschränkungen in der Corona-Krise arrangieren. Ein von der Regierung verhängter Lockdown startet am frühen Nachmittag und soll mindestens drei Wochen andauern. Die Massnahme soll die Zahl der Corona-Fälle in dem Land eindämmen – die täglichen Neuinfektionen waren zuletzt wiederholt auf Rekordwerte gestiegen.

Ein Polizist desinfiziert in Palästina ein Auto – in Israel erreicht die Zahl der Corona-Infizierten Ende August neue Höchstwerte.

Ein Polizist desinfiziert in Palästina ein Auto – in Israel erreicht die Zahl der Corona-Infizierten Ende August neue Höchstwerte.

Mohammed Salem / Reuters

Diese fünf afrikanischen Länder verzeichnen die meisten Toten

Todesfälle (gleitender 7-Tage-Durchschnitt), fünf afrikanische Länder mit den meisten Todesfällen

Diese fünf afrikanischen Länder verzeichnen die meisten Toten - Todesfälle (gleitender 7-Tage-Durchschnitt), fünf afrikanische Länder mit den meisten Todesfällen

In Afrika ist die Todesrate relativ niedrig, was mit den frühen Beschränkungen sowie der mehrheitlich jungen Bevölkerung (60 Prozent sind jünger als 25 Jahre alt) zu tun haben könnte. Insgesamt sind seit Ausbruch der Pandemie über 1,3 Millionen Menschen positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden (Stand: 13. September).

Zahlreiche Länder haben Reisebeschränkungen oder Ausgangssperren erlassen. Viele Regierungen in Afrika sind autoritär. Beschränkungen wurden zum Teil unreflektiert verhängt, obwohl viele Menschen von der Hand in den Mund leben. Versicherungen gibt es kaum, versprochene Staatshilfen kommen – wenn überhaupt – zu spät an. Dies führte zu Revolten wie in Kamerun, Simbabwe oder Niger. Die Sicherheitskräfte haben diese bisher gewalttätig niedergeschlagen.

Ägypten lässt ausländische Reisende ins Land. Der Tourismus bleibt jedoch auf drei Küstenprovinzen beschränkt.

Das grosse Rennen ist eröffnet. Viele verschiedene Forschergruppen beteiligen sich am Wettlauf. Bis Ende Jahr könnten nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ein oder zwei Impfstoffe gegen das Coronavirus vorliegen und bis Ende 2021 zwei Milliarden Impfdosen. An rund 200 möglichen Impfstoffen wird geforscht, ein knappes Dutzend wird bereits an Menschen getestet.

Russland hat indessen den ersten Covid-19-Impfstoff schon bewilligt. Nach weniger als zwei Monaten mit Tests an Menschen hätten die Behörden dem weltweit ersten Corona-Impfstoff die Genehmigung erteilt, erklärte der russische Präsident Wladimir Putin am 11. August. Der Schritt ebne den Weg für eine Massenimpfung, auch wenn die letzten Phasen der klinischen Studien zur Prüfung der Sicherheit und der Wirksamkeit noch fortgesetzt würden. Bereits Anfang September soll mit ersten Impfungen begonnen werden. Es gibt allerdings Bedenken, dass Russland das nationale Prestige vor Wissenschaft und Sicherheit stelle. Die Zulassung in einem so frühen Stadium widerspricht internationalen Kriterien.

Die amerikanische Regierung hat Ende August eine Notfallbehandlung von Covid-19 mit Blutplasma, das Antikörper gegen das Coronavirus enthält, erlaubt. Im Rahmen einer klinischen Sondergenehmigung hätten bereits rund 70 000 Menschen Plasma erhalten, wie die führende Mayo Clinic auf ihrer Webseite erklärt (24. 8.). Bei der sogenannten Immunplasma-Therapie bekommen Patienten Plasma von Menschen, die nach einer natürlichen Infektion Antikörper gebildet hatten. Plasma wird seit über 100 Jahren genutzt und gilt als sicher für Patienten. Bisher ist jedoch noch unklar, wie wirksam Plasma tatsächlich ist, um die Covid-Sterblichkeitsrate zu senken. Zu dem Verfahren laufen weltweit Studien.

Sechsundsiebzig Länder wollen sich an der weltweiten Corona-Impfstoffinitiative Covax unter Führung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) beteiligen. Unter ihnen seien die Schweiz, Deutschland, Japan und Norwegen, teilte ein Vertreter der Impfstoffallianz GAVI Anfang September mit. Die WHO hatte zur Teilnahme aufgerufen, um sicherzustellen, dass auch ärmere Länder Zugang zu einem Covid-19-Impfstoff bekommen. Die USA beteiligen sich nicht.

Die wichtigsten Antworten zur Entwicklung eines Impfstoffs finden Sie hier

Die neuesten Erkenntnisse aus aktuellen Studien finden Sie hier.

Das Virus hat das Wirtschaftsleben rund um den Globus zeitweise fast zum Erliegen gebracht. Die Folgen sind dramatisch – auch für die grossen Industrieländer. Inzwischen gibt es aber erste Lichtblicke.

Analytiker gehen daher von unterschiedlichen Entwicklungen in Europa und den USA aus. Im ersten Vierteljahr war die amerikanische Wirtschaft aufs Jahr hochgerechnet bereits um 5 Prozent geschrumpft. Die Zuspitzung der Corona-Pandemie ab Mitte März stürzte die USA dann in eine schwere Wirtschaftskrise. In der zweiten Maihälfte und im Juni gab es bereits wieder Zeichen einer Erholung. Seit Ende Juni hat die Zahl der Neuinfektionen aber wieder dramatisch zugenommen, was zu neuerlichen Einschränkungen des Wirtschaftslebens geführt hat und das Wachstum erneut ausbremsen dürfte. In der Euro-Zone hingegen gehen Ökonomen davon aus, dass mit dem Konjunktureinbruch im zweiten Quartal der Tiefpunkt erreicht ist.

Um die Konjunktur zu stützen, wurden grosse Hilfspakete geschnürt. So haben sich die Mitgliedstaaten der EU auf ein Hilfspaket in Höhe von 540 Milliarden Euro geeinigt. Zudem haben sich die Staats- und Regierungschefs auf einen Aufbaufonds von 750 Milliarden Euro und ein Sieben-Jahre-Budget von 1074 Milliarden Euro geeinigt. Viele Notenbanken haben ebenfalls ihre Leitzinsen reduziert und auch die übrigen geldpolitischen Instrumente praktisch ausgeschöpft, um Kredite zu verbilligen sowie Investitionen und den Konsum anzukurbeln.

In der Corona-Krise verändert sich die Wirtschaftslage fast im Wochenrhythmus. Wir zeigen mit neuartigen Daten den Verlauf der Krise

Anfang Januar teilte die WHO mit, dass eine mysteriöse Lungenerkrankung in der zentralchinesischen Metropole Wuhan durch ein neuartiges Coronavirus verursacht werde. Laut verschiedenen Studien sind die ersten Fälle von Covid-19 in Wuhan Ende November oder Anfang Dezember aufgetreten. Gleichzeitig gibt es auch Hinweise darauf, dass das neue Coronavirus schon Wochen oder Monate früher in Südchina zirkuliert haben könnte, möglicherweise sogar im August. Der Stammbaum des Virus lässt sich über die Veränderungen in seinem Genom nachvollziehen (Details hier).

Seinen Ursprung soll das Virus auf einem Tiermarkt in Wuhan haben. Dort soll es von einer noch nicht identifizierten Tierart auf den Menschen übergesprungen sein. Die am engsten mit ihm verwandten Viren sind Fledermausviren, was darauf hindeuten könnte, dass Fledermäuse an der Infektionskette beteiligt sind.

Es kursieren Verschwörungstheorien, wonach das Virus in einem Labor in Wuhan gezüchtet worden ist. Auch der amerikanische Präsident Donald Trump äusserte sich dieserart. Diese Vorwürfe wies Yuan Zhiming, Chef des Instituts für Virologie in Wuhan, zurück. Auch die WHO ist der Ansicht, das Virus sei tierischen Ursprungs.

Anfang Mai hat die WHO alle Länder dazu aufgefordert, Fälle von Lungenentzündungen von Ende 2019 zu überprüfen. Damit reagierte die WHO auf einen Bericht aus Frankreich, wonach Covid-19 bereits am 27. Dezember bei einem Mann in einem französischen Spital behandelt worden ist, fast einen Monat bevor die französische Regierung die ersten Fälle bestätigte. Die später als Covid-19 identifizierte Krankheit wurde der WHO von den chinesischen Behörden zum ersten Mal am 31. Dezember gemeldet.

Sars-CoV-2: Die WHO gab dem neuartigen Coronavirus den Namen Sars-CoV-2 («severe acute respiratory syndrome coronavirus 2»). Mit der Bezeichnung ist das Virus gemeint, das Symptome verursachen kann, aber nicht muss.

Covid-19: Die durch Sars-CoV-2 ausgelöste Atemwegskrankheit wurde Covid-19 («coronavirus disease 2019») genannt. Covid-19-Patienten sind dementsprechend Menschen, die den Erreger Sars-CoV-2 in sich tragen und Symptome zeigen.

Ein ausführliches Glossar mit den zwanzig wichtigsten Begriffen in Zusammenhang mit der Pandemie finden Sie hier.

Mitarbeit: toc., wej., ran., kus., ni., slz., koe., gam., nyf., bso., esb., kkl., nbe., tsm., lat., ela., koa., nth., joe., cke. ful., nad., ebl., lat., wde., fma., med., vmo., bet., ann., win. mit Agenturmaterial

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Neymar hat die Nationalmannschaft der Welt von 5 Spielern. PSG-Stürmer Neymar hat seinen Weltfußballer aus fünf Stammspielern nicht im Kader
Zidane über Barça-Reaktion nach dem Klassiker: Real konzentriert sich auf seine Aufgaben. Ich habe nichts gegen Gespräche
Pep über den Sieg in der Champions League: ich werde es Versuchen. Schon 250 mal hat sich Manchester City-Trainer Pep Guardiola über einen möglichen Sieg der Mannschaft in der Champions League geäußert
Klopp über 2:7 aus Villach: die Spieler haben so reagiert, wie ich es erwartet habe. Liverpool-Trainer Jürgen Klopp ist mit der Reaktion seiner Mannschaft auf die verheerende Niederlage gegen Aston Villa zufrieden
Diego Maradona: Ronaldo und Messi sind den anderen Voraus. Der ehemalige Argentinische Nationalspieler Diego Maradona hat sich über Juventus-Stürmer Cristiano Ronaldo und den FC Barcelona-Stürmer Lionel Messi geäußert
Barça-Präsident Josep Bartomeu wird seinen posten weiterhin in der Vorstandssitzung des FC Barcelona abgeben. Wie verschiedene Spanische Journalisten berichten, ist die Vorstandssitzung des katalanischen Klubs zu Ende gegangen. Bartomeu war nicht von seinem Amt als Barça-Präsident zurückgetreten
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