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McKesson wird zentraler Coronavirus-Impfstoff-Vertreiber in den USA, starker US-Börsenstart für Corona-Hoffnungsträger Curevac und weitere Wirtschaftsmeldungen

Curevac CEO Dr. Franz-Werner Haas beendet den Börsentag in New York .

Curevac CEO Dr. Franz-Werner Haas beendet den Börsentag in New York .

Nasdaq via AP

(reu) Der amerikanische Pharmagrosshändler McKesson soll den künftigen Coronavirus-Impfstoff in den USA zentral vertreiben. Die amerikanische Gesundheitsbehörde (HHS) teilte am Freitag (Ortszeit) mit, McKesson den entsprechenden Auftrag nach einem Bieterverfahren erteilt zu haben. Damit solle ein zügiger Vertrieb des Impfstoffes sichergestellt werden, sobald die zuständige Behörde FDA grünes Licht für dessen Zulassung gebe, hiess es weiter. McKesson ist der grösste Vertreiber von Grippe-Impfstoffen in den USA. An der Wall Street kamen die Nachrichten gut an. Die McKesson-Aktien legten in einem negativen Börsenumfeld rasch um rund vier Prozent zu.

(dpa) Das Tübinger Biotech-Unternehmen Curevac, das an einem Corona-Impfstoff arbeitet, ist mit einem fulminanten Preissprung an der Börse in New York gestartet. Schon der erste Kurs lag mit 44 Dollar weit über dem dem Ausgabepreis der Aktie von 16 Dollar. Zum Handelsschluss stand die Aktie dann schon bei 55,90 Dollar - und im nachbörslichen Handel ging der Kursanstieg weiter.Curevac erlöste bei der Aktienplatzierung mehr als 200 Millionen Dollar. Der Hauptinvestor von Curevac, SAP-Mitbegründer Dietmar Hopp, wird nach dem Börsengang mit einem Anteil knapp unter 50 Prozent die Kontrolle behalten.

Ein zentrales Ziel des Börsengangs ist, Geld für die Entwicklung des Corona-Impfstoffs einzusammeln. Aus dem Erlös werden dafür rund 150 Millionen Dollar veranschlagt. Mit weiteren 50 Millionen Dollar soll die kurzfristige Produktionskapazität für das Mittel ausgebaut werden. Curevac ist bei der Suche nach einem Impfstoff gegen Sars-CoV-2 einer von mehreren Hoffnungsträgern weltweit - und nicht der einzige, der dafür frisches Geld an der Börse hebt. Am Donnerstag startete die bereits in Hongkong notierte Aktie der chinesischen Firma Cansino zusätzlich in Shanghai - und der Kurs verdoppelte sich zeitweise.

Der Börsengang von Curevac an der Technologiebörse Nasdaq ist brutto rund 250 Millionen Dollar schwer. Hopp kauft zusätzlich Aktien für 100 Millionen Dollar. Curevac wurde die zunächst 13,3 Millionen Anteilsscheine für jeweils 16 Dollar los - am oberen Ende der veranschlagten Preisspanne. Die Platzierung war zwölffach überzeichnet.

Finanzchef Pierre Kemula betonte, dass mit dem Börsengang der Bedarf an frischem Kapital noch lange nicht gedeckt sei. «Wir werden uns immer nach zusätzlichen Finanzierungsquellen umsehen», sagte er der Deutschen Presse-Agentur am Freitag. Als Biotech-Firma ohne signifikante Umsätze sei Curevac das gewohnt. Curevac verbuchte im vergangenen Jahr einen Verlust von knapp 100 Millionen Euro bei rund 17,5 Millionen Euro Umsatz.

Der Corona-Impfstoff von Curevac ist derzeit in einer Phase-1-Versuchsreihe, deren Ergebnisse im Schlussquartal dieses Jahres vorliegen sollen. Aktuell testet Curevac das Mittel hauptsächlich in Europa, in der nächsten Versuchsrunde mit 20 000 bis 30 000 Personen will die Firma auch nach Südamerika, Afrika und Asien gehen. Es ist geplant, diese grössere Testreihe Mitte 2021 abzuschliessen. Dann könnte es auch in einigen Ländern ausserordentliche Genehmigungen geben, den Impstoff zu verabreichen.

Die Notierung an der Börse habe für Curevac diverse Vorteile über den Kapitalzufluss hinaus, betonte Finanzchef Kemula am Freitag. Gerade an einer Börse wie der Nasdaq mache die Platzierung Curevac international bekannter und werde auch bei der globalen Suche nach Fachkräften helfen. Curevac hat zum Stand Ende Juni 484 Beschäftigte. Bis auf 13 in den USA arbeiten sie alle in Deutschland. Hopp hielt bisher über seine Firma Dievini knapp 54 Prozent an Curevac, nach dem Börsengang werden es gut 49 Prozent sein. Die stattliche Förderbank KfW kommt dann noch auf knapp 17 Prozent und der Pharmakonzern GlaxoSmithKline auf gut 8 Prozent. An der Börse werden nun knapp zehn Prozent der Anteile gehandelt.

In einer kürzlich abgeschlossenen Finanzierungsrunde hatte Curevac bereits rund 560 Millionen Euro von Investoren eingesammelt. Darunter war auch die deutsche Bundesregierung, die im Juni den Einstieg der KfW für 300 Millionen Euro mitgeteilt hatte. Ziel war demnach auch, im Rennen um einen Corona-Impfstoff eine mögliche Übernahme aus dem Ausland zu verhindern. Nach Angaben der Bundesregierung ging die Initiative vom Unternehmen aus. Als weitere Investoren traten etwa der Staatsfonds von Katar und GlaxoSmithKline in Erscheinung. Das britische Unternehmen zählt zu den führenden Impfstoff-Konzernen in Europa.

Der Corona-Impfstoff von Curevac soll in kleineren Dosen als bei Konkurrenten verabreicht werden - damit könnte die Firma bei gleichen Produktionsmengen mehr Menschen versorgen.

Anfang März hatte US-Präsident Donald Trump den damaligen Curevac-Chef Dan Menichella und weitere Pharmavertreter ins Weisse Haus eingeladen, um sich über die Impfstoffsuche zu informieren. Kurz darauf gab es Wirbel um die baden-württembergische Firma: Medienberichte, wonach Trump versucht habe, den Impfstoff exklusiv für sein Land zu sichern und dafür einen hoher Betrag angeboten habe, sorgten für Empörung. Danach stieg der Bund ein. «Wir standen im Mittelpunkt eines politischen Sturms», sagte Finanzchef Kemula. Ein Angebot von Trump habe es aber nicht gegeben.

(reu) Die amerikanische Investmentfirma Berkshire Hathaway der Investorenlegende Warren Buffett hat ihre Anteile an den beiden Grossbanken Wells Fargo und JPMorgan verringert. Bei Goldman Sachs sei Berkshire sogar komplett ausgestiegen. Dies geht aus einer Mitteilung der Gesellschaft vom Freitag (14.8.Ortszeit) hervor. Diese listet die Investitionen per 30. Juni auf. Berkshire Hathaway ist an rund 90 Firmen unterschiedlichster Branchen beteiligt. Die Firma hält etwa Anteile an Apple, Coca-Cola sowie dem Ketchup-Hersteller Kraft Heinz.

Im Juli hatte Buffett bei der Bank of America aufgestockt. Die Investmentfirma besitzt inzwischen insgesamt rund eine Milliarde Bank-of-America-Aktien im Wert von 25,8 Milliarden Dollar.

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Aly Song / Reuters

(awp/sda/dpa) Für die chinesische Industrieproduktion ist es auch im Juli weiter aufwärts gegangen. Die Zuwächse sind aber nicht ganz so hoch ausgefallen wie von Experten erwartet. Die Industrieproduktion legte nach Angaben des Statistikamts im Juli im Vergleich zum Vorjahresmonat um 4,8 Prozent zu.

Volkswirte hatten allerdings mit einem Plus von 5,2 Prozent gerechnet. Im Juni war die Industrieproduktion ebenfalls um 4,8 Prozent gestiegen.

Chinas Wirtschaft springt wieder an, weil das Land die Corona-Pandemie weitgehend unter Kontrolle gebracht hat. Deutlich machen sich auch die Stützungsmassnahmen bemerkbar, die die Regierung wegen des Corona-Ausbruchs auf den Weg gebracht hatte. Belastend wirken sich aber die Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China aus.

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