Switzerland

Marslabor in Witterswil SO: Schweizer Kamera sucht nach Leben auf dem Mars

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Die Universität Basel testet in ihrem Marslabor in Witterswil SO ein Kamerasystem, das auf dem Mars nach Spuren von Organismen suchen soll.

Die Nasa und die Europäische Weltraumorganisation ESA liefern sich ein Wettrennen in der Suche nach Leben auf dem Mars. Ein Kamerasystem aus der Schweiz wird an Bord eines Rovers eine europäisch-russische Mission Namens «Rosalind Franklin» zum Roten Planeten begleiten.

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Derzeit wird es im Marslabor der Universität Basel in Witterswil auf die unterschiedlichsten Situationen getestet. Die Nahaufnahmekamera wurde vom Space Exploration Institute in Neuenburg entwickelt, von Thales Alenia Switzerland gebaut und trägt den Namen «Clupi» – kurz für Close-Up Imager.

Der Rover soll 2023 auf unserem Nachbarplaneten aufsetzen. Während sechs Monaten wird er dann an rund einem Dutzend besonders vielverspechenden Stellen mit Hilfe eines Bohrers Proben sammeln und analysieren.

Clupi entscheidet über Marsproben mit

Bei der Auswahl der Proben entscheidet der «Clupi» massgeblich mit. Aus Gesteinsschichten werden Umweltbedingungen abgelesen, unter denen sich die Schichten abgelagert haben. Dafür liefert «Clupi» die Bilder. Erst wenn darauf Hinweise zu sehen sind, dass es dort einst flüssiges Wasser und allenfalls sogar Mikroorganismen gegeben haben könnte, kommt der Bohrer zum Einsatz.

Ein ähnliches Vorhaben verfolgt die amerikanische Nasa. Ihren Rover «Perseverance» wird sie voraussichtlich diesen Sommer auf die Reise zum Mars schicken. Die beiden Marsmissionen gehen unterschiedlich vor: Während die Nasa Proben für die Analyse zur Erde bringen will, trägt der europäische Rover ein veritables Mini-Labor auf sich. Vor Ort macht er chemische Analysen der vom «Clupi» mitausgesuchten Gesteinsschichten.

(obr)

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