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«Männer sollten höchstens zwei Bier pro Tag trinken»

Den Jahreswechsel nehmen viele als Anlass für den Vorsatz, häufiger auf das Bier oder Glas Wein zu verzichten. Nicht allen fällt das leicht. Wie man seinen Alkoholkonsum reduziert, erklärt Martin Riedl, der einen Kurs zum kontrollierten Trinken leitet.

Herr Riedl, haben wir ein Alkoholproblem?
Ja, auf jeden Fall. Die Zahlen zeigen, dass Alkohol nach wie vor Suchtmittel Nummer eins ist. Neben dem enormen Leid für die Betroffenen und ihren Angehörige verursacht Alkoholsucht auch einen grossen volkswirtschaftlichen Schaden.

Wo genau verläuft die Grenze zwischen einem riskanten Konsum und einer Alkoholerkrankung?
Männer sollten höchstens zwei Bier am Tag, Frauen maximal ein Glas Wein trinken. Alles, was darüber liegt, gilt als erhöhter Konsum. Wenn dieser über mehrere Jahre beibehalten wird, gewöhnt sich der Körper daran, es entsteht eine psychische Abhängigkeit. Das Gehirn entwickelt ein Suchtgedächtnis, der Alkohol übernimmt eine zentrale Funktion im Alltag – zum Beispiel als Angstlöser oder zum Abschalten. Er bietet ein einfaches Entspannungsverfahren, wirkt sofort und ist leicht verfügbar.


«Kontrolliertes Trinken bedeutet, ein Konzept zu haben und sich selbst Grenzen zu setzen»: Sozialpädagoge und Kursleiter Martin Riedl. Foto: PD

Wie merkt man, dass man zu viel trinkt?
Einige Menschen bekommen den Anstoss von aussen. In unserem letzten Kurs waren vier Teilnehmer, die von ihrer Partnerin gebeten worden waren, etwas zu unternehmen. Andere trinken unter der Woche fast gar nichts, beim Feiern am Wochenende aber acht bis zehn Bier. Sie merken, dass sie eher gereizt sind und häufig Streit bekommen.

Wie funktioniert kontrolliertes Trinken?
Kontrolliertes Trinken bedeutet, ein Konzept zu haben und sich selbst Grenzen zu setzen. Freitags auszugehen und den Verlauf des Abends nicht von der Zeit, den Freunden und der Stimmung abhängig zu machen, sondern bei einem bestimmten Pegel aufzuhören und die Kontrolle zu behalten. Das heisst nicht, dass man nicht auch mal einen zu viel trinkt. Wer auf das Oktoberfest geht, darf durchaus sagen, heute werden es vielleicht auch mal drei Mass. Kontrolliert heisst vor allem, die Fähigkeit zu besitzen, einfach aufzuhören. Wer wirklich abhängig ist, wird spätestens nach dem zweiten Bier von der Suchtdynamik dazu gezwungen, weiter zu trinken.

An wen richtet sich Ihr Kurs?
Es geht um diejenigen, die sich im Stadium des erhöhten Alkoholkonsums befinden. Menschen, die fünf Bier am Tag trinken und daran gerne etwas ändern möchten. Wer schon morgens zur Flasche greift und bereits deutlich erhöhte Leberwerte hat, sollte direkt zur Abstinenz übergehen. Da ergibt der Kurs aus meiner Sicht keinen Sinn mehr.

«Ich sollte nicht aus Gewohnheit handeln, sondern mich fragen: Warum trinke ich jetzt?»

Früher gab es diese Form der Unterstützung nicht.
Nur wirklich alkoholkranken Menschen wurde mit Abstinenzprogrammen geholfen. Diejenigen im riskanten Bereich blieben auf sich gestellt. Erst mit der Forschung von Joachim Kökel von der Evangelischen Hochschule in Nürnberg wandelte sich der Ansatz. Er wies nach, dass mit der richtigen Anleitung auch bei Vieltrinkern ohne Sucht Veränderung möglich ist und entwickelte ein entsprechendes Konzept.

Was ist das wichtigste Instrument, um sein Trinkverhalten in den Griff zu bekommen?
Zentraler Bestandteil ist das Führen eines Trinktagebuchs. Ich muss mir zunächst über meine Trinkmuster klar werden – wie viel trinke ich und wann. Danach entscheidet jeder Teilnehmer selbst, wie stark er seinen Konsum reduzieren will. Wir vermitteln Strategien, die bei dieser Veränderung helfen. Sich ein Zeitlimit zu setzen und nicht schon zum Mittagessen das erste Bier aufzumachen. Oder sich anzugewöhnen, den Abend in der Bar immer erst mit einem alkoholfreien Getränk zu starten. Vor allem geht es um Reflexion, darum, sich Gedanken zu machen. Ich sollte nicht aus Gewohnheit handeln, sondern mich fragen: Warum trinke ich jetzt? Brauche ich das? Welche Funktion hat der Alkohol für mich?

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