Switzerland

Leserreaktionen: «Der Covid-Albtraum könnte schon lange beendet sein»

Leserinnen und Leser äussern sich zu aktuellen Themen. Unter anderem zur Impfstrategie der Schweiz.

Seit Mitte Januar wird im Kanton Bern geimpft. Knapp 25 000 Personen haben seither ihre zwei Impfdosen erhalten.

Seit Mitte Januar wird im Kanton Bern geimpft. Knapp 25 000 Personen haben seither ihre zwei Impfdosen erhalten.

Foto: Raphael Moser

Zu «Geimpfte Israelis dürfen wieder ins Fitnessstudio»

Es ist kaum zu fassen, wie unser Bundesamt für Gesundheit und weitere mit involvierte Amtsstellen beim Impfwesen durch Unfähigkeit glänzen. Andernorts, wie in Israel, wurden bereits Millionen geimpft. Bei uns haben nach bald drei Monaten Impf-Stau noch nicht einmal alle Gefährdeten der Kategorie A eine erste Impfdosis, geschweige denn, einen Termin erhalten. Die Frage, warum wir als finanzstarkes Land massiv zu wenig Impfstoff haben, ist ja derart peinlich, dass man lieber nicht darüber sprechen möchte. Der Covid-Albtraum könnte schon lange beendet sein, wenn unsere Behörden einen guten Job gemacht hätten. Urs Grob, Magglingen

Zu «Alles zum Streit um Sonntagsverkäufe»

Die kantonale Volksabstimmung vom 7. März über die Änderung des Gesetzes über Handel und Gewerbe bietet eine Hauptvorlage und einen Eventualantrag an. Im Abstimmungsbüchlein wird der Begriff Eventualantrag kurz erläutert und erwähnt, dass der Grosse Rat einer Vorlage einen Eventualantrag gegenüberstellen «kann». Als Stimmbürger interessiert mich nun wieso er dies kann und wieso er dies überhaupt tut? Wieso werden Äpfel mit Birnen verglichen oder was hat hier das eine (Jugendschutz beim Tabakerwerb) mit dem anderen (zwei zusätzliche Sonntagsverkäufe) zu tun? Jann Barben, Thun

Zu «Warum linke Frauen für das Verhüllungsverbot stimmen müssen»

Nie in der europäischen Geschichte wurde von Frauen verlangt, dass sie sich zum Schutz vor Blicken und Belästigungen der Männer mit schwarzen Tüchern verhüllen sollten. Erst seit so viele vor allem junge Männer aus fremden, patriarchal geprägten Kulturen bei uns leben, werden westlich gekleidete junge Frauen, welche nicht mindestens ein Kopftuch tragen, auf offener Strasse und im Ausgang belästigt. Die Annahme der Initiative wäre ein Zeichen in die richtige Richtung, auch wenn sie aus Kreisen der SVP stammt, was für die Gegner ja das Hauptargument ist, wie sie mittlerweile zugeben – das zeugt von einem eigenartigen Demokratieverständnis. Ursula Bigler, Lauperswil

Zum Kommentar von Claudia Blumer: «Ein Gesichtsschleier ist keine Pizza»

Nein, die Operation Libero banalisiert die Debatte zur «Burkainitiative» keineswegs. Im Gegenteil, sie weist, meinetwegen etwas flapsig, aber eindringlich darauf hin, welches Risiko wir bei einem Ja eingehen. Meines Wissens wäre es das erste Mal, dass mit dem Schleier ein persönliches, individuelles Requisit in der Schweiz verboten würde. Das würde weiteren Gelüsten Tür und Tor öffnen, Dinge, die wir an anderen nicht mögen, einfach per Initiative zu verbieten. Wo kämen wir da hin? Marc Dinichert, Lyss

Zu «Dieses Modell hat eine Chance verdient»

Die E-ID ist grundsätzlich eine gute Sache, aber das Modell, wie es im E-ID-Gesetz vorgesehen ist, ist schlecht. Sicher einmal wegen dem ungenügenden Datenschutz. Hinzu kommt aber auch, dass Organisationen bei den Interaktionen zwischen Benutzer und Anbieter unnötig mitverdienen. Das muss nicht sein. Es gibt Lösungsmodelle, bei denen lediglich für die Herausgabe der E-ID eine Gebühr anfällt, wie etwa beim Reisepass, bei der Verwendung der E-ID fallen aber keine Kosten mehr an. Klar braucht der Staat um im Rahmen der Digitalisierung schweizweite Lösungen einzuführen, eine gewisse «Vertikalisierung der IT». Ich glaube daran, dass der Staat eine Lösung bereitstellen wird, um die E-ID zu erstellen und abzugeben. Zu diesem Gesetz sage ich aber nein. Ruedi Johner, Ittigen

Zu «Der Ton zwischen Befürwortern und Gegnern wird gehässiger»

Die Meinungen zum neuen Bahnhofszugang am Hirschengraben gehen weit auseinander. Auf einem Fussgängerstreifen hat es verschiedene Leute, solche die gut zu Fuss sind und solche, die es nicht sind. Die Überquerung der Strasse ist sehr lang und an deren Ende ist eine Tramlinie, was gefährlich ist. Die Bäume beim Hirschengraben sind keine Augenweide und ihre Baumkronen sehen traurig aus. Zum Schutz der Fussgänger sehe ich die Unterführung als beste Lösung an. Peter Schütz, Biel

Zu «Ist der Rahmenvertrag mit der EU schon gescheitert?»

Verträge widerspiegeln die Mentalität der Parteien was für Erfolg, respektive Misserfolg entscheidend ist. Die Schweiz steht dem Machtanspruch der EU und einem ganz anderen Staatsverständnis gegenüber. Das Verhalten beim Brexit zeigt: politische Macht ist wichtiger als pragmatische Lösungen. Wie man es auch dreht, die EU stellt sicher immer das letzte Wort zu behalten oder wir bezahlen einen prohibitiv hohen Preis. Man will die Schweiz an die kurze Leine nehmen. Eine «Mitsprache» bei der EU-Rechtsetzung bleibt daher eher Wunschdenken. Die Schweiz ist Brüssel unbequem und deshalb muss ein Rahmenvertrag die Souveränitätsfrage regeln. Was heute vorliegt ist eine Einladung für Druckversuche. Werner E. Wiedmer, Biel

Football news:

Courtois über das 2:1 gegen Barça: Real zeigte, dass er kämpfen kann
Messi hat Real seit Mai 2018 nicht mehr getroffen
Zinedine Zidane: Real besiegt Barça verdient. Man kann nicht alles auf den Richter abschreiben
Ronald Koeman: Der Schiedsrichter hätte einen klaren Elfmeter setzen müssen. Aber Barça muss sich wieder abfinden Ich denke, wenn du das Spiel gesehen hast und du aus Barcelona kommst, bist du jetzt am Zug und unzufrieden mit den beiden Entscheidungen des Schiedsrichters
Sergi Roberto über den Fall Braithwaite: Überrascht, dass der Schiedsrichter sofort sagte, es sei nichts passiert. Wir haben bis zum Ende gekämpft. Real spielte sehr geschlossen, vor allem in der ersten Halbzeit. Am Ende hatten wir Pech, wir haben die Latte getroffen. Es ist sehr schade, ein Unentschieden wäre nicht das schlechteste Ergebnis für uns
Ex-Schiedsrichter Iturralde Gonzalez glaubt, dass es einen Elfmeter für Braithwaite gab. Anduhar Oliver glaubt, dass es keine Zwei Ex-Schiedsrichter gibt, die die Episode mit dem Sturz von Barcelona-Stürmer Martin Braithwaite nach einem Kontakt mit Real-Verteidiger Ferlan Mehndi bewertet haben. Nach Ansicht von Andujar Oliver gab es keinen Elfmeter. Iturralde Gonzalez glaubt, dass sich der 11-Meter-Schuss gelohnt hätte: Elfmeter. Der Spieler wird aus dem Gleichgewicht gebracht, wenn er läuft. In dieser Episode wird er aus dem Gleichgewicht gebracht, er bewegt sich in eine Richtung und er wird von der Hand gepackt
Casemiro bekam 2 gelb in einer Minute und verpasst Real Madrid Spiel mit Getafe