Switzerland

Leserreaktionen: «Ängste weniger CEOs werden zu unseren Ängsten»

Leserinnen und Leser äussern sich zu aktuellen Themen. Unter anderem zur Abstimmung über die Konzerninitiative.

Landauf landab sind die orangen Fahnen zu sehen – so auch in Oberwil im Simmental. Am 29. November entscheidet das Stimmvolk.

Landauf landab sind die orangen Fahnen zu sehen – so auch in Oberwil im Simmental. Am 29. November entscheidet das Stimmvolk.

Foto: Keystone

Zu «Konzerninitiative droht zu scheitern»

Schweizerinnen und Schweizer präsentieren sich gerne als freie und anständige Menschen, die sich stolz auf mythische Helden überragenden Muts berufen. Und dennoch lassen wir zu, dass die Ängste weniger CEOs zu unseren Ängsten gemacht werden. Ein Tell würde sagen: «Was kümmert uns der Hut?» und die teuren Inserate von Glencore, Credit Suisse und anderen mit Verachtung strafen. Doch nach der Meinung des Nein-Komitees verhält es sich mit den «Schweizerischen Werten» wie mit dem neuen Mörser 16 der Ruag: Sie sollten nur bei schönem Wetter eingesetzt werden. Es ist an der Zeit, dass wir uns nicht mehr von wirtschaftlichen Sonderinteressen herumscheuchen lassen, endlich so etwas wie Rückgrat zeigen und zu unseren Werten stehen, bevor ihre Nennung zur Floskel wird.

Jan Schuller, Bern

Zu «Die seltsame Afrika-Connection der GLP-Frau»

Jürg Grossen ist als Parteipräsident gefordert

Dass ausgerechnet eine GLP-Nationalrätin sich für solche Exzesse einsetzen lässt, ist äusserst bedenklich. Aus meiner Sicht war schon am 10. November, als ich von der Aktion in den Medien gelesen habe, klar, dass Harouna Kaboré, Handelsminister aus Burkina Faso, nicht aus eigener Initiative in die Schweiz gereist war, um gegen die Konzernverantwortungsinitiative anzutreten. Dass Isabelle Chevalley ihm als Souffleuse zur Seite stand, bestätigt meine Vermutungen. Jetzt ist Jürg Grossen als Parteipräsident der GLP gefordert.

Erich Sarbach, Hondrich

Zu «Die Mühen der Kirche mit den orangen Bannern»

Es gibt effizientere Wege

Die Kirchen sollen sich für die Benachteiligten einsetzen und mithelfen, Missstände schonungslos aufzudecken. Die Initianten fordern dafür Rechtsmittel. Ist das der richtige Weg? Ein Rechtsspruch schafft noch keine Gerechtigkeit. Und darum geht es ja bei der Konzerninitiative. Gerechtigkeit muss erarbeitet werden, nicht verordnet. Es gibt andere, effizientere Wege die mithelfen, Missstände wegzuräumen. Gerechtigkeit durch Kooperation statt Konfrontation. Dabei sind die NGOs gefordert mehr Hartnäckigkeit im direkten Kontakt mit den Konzernen an den Tag zu legen. Lösungsvorschläge sind effizienter als Anprangerungen. Bei einer Anklage stehen Kosten und Nutzen vor allem für die Kläger in keinem Verhältnis. Auf der anderen Seite sind die Firmen gefordert mehr Interesse an den Kulturen zu zeigen.

Markus Sturzenegger, Blumenstein

Zu «Die Haftung wäre eine Bedrohung für jede Mine»

Glencore sollte froh sein

So wie der Konzern Glencore sich beschreibt, macht er wirklich viel Gutes. Was ich nicht ganz verstehe, ist, dass der Konzern trotz der guten Taten soviel Gewinn machen kann. Meldung aus den Nachrichten vom Februar 2018: «Glencore machte 2017 einen Gewinn von 5.8 Milliarden Franken, unter anderem zurückzuführen auf Einsparungen bei den Produktionskosten in den Minen.» Jeder der 160'000 Angestellten generiert also 36'250 Franken Gewinn jährlich. Der Konzern sollte doch keine Angst haben vor irgendwelchen Klagen, er müsste doch froh sein um die Konzerninitiative, damit endlich auch alle anderen Konzerne sich an ihre Unternehmensverantwortung halten müssen.

Ursula Balmer-Schafroth, Wileroltigen

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Andrea Pirlo: In meiner 1.Saison bei Juve waren wir hinter Milan zurück, haben aber den Titel geholt. Unser Ziel war es, in die nächste Runde zu kommen, und wir haben erfolgreich mit einer Mannschaft gespielt, die in dieser Saison in der Meisterschaft erfolgreich ist. Wir hatten es dank der anfangs richtigen Einstellung leichter zu spielen
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Wir haben nicht gut genug gespielt, wir haben nicht auf dem Niveau gespielt, auf dem wir in den letzten Wochen agiert haben. Wir haben dem Gegner zwei Tore beschert