Switzerland

Lausannerin schildert: «Als würde ich in einem heissen Ofen atmen»

«Es hat mich am Dienstag, den 17. März, aus heiterem Himmel getroffen. Ich hatte mit einem Kollegen telefoniert. Plötzlich begann der Husten. Ich dachte, ich hätte eine Katze verschluckt. Unmittelbar danach setzten Kopfschmerzen ein», schildert Alexandra Moreno ihren Gesundheitszustand in «Le Matin». Alexandra Moreno, Mitbegründerin einer PR-Agentur, ist 32 Jahre alt und kerngesund, ehe sie sich infizierte und ein Leidensweg begann.

Der Husten und die Kopfschmerzen machten es der Lausannerin unmöglich, weiter aus dem Homeoffice zu arbeiten. Sie war unglaublich müde und versuchte zu schlafen. Rund 40 Minuten später setzten Fieberschübe ein. Sie schwitzte und glaubte, zu ersticken. Das Atmen fiel ihr immer schwerer.

Schliesslich rief sie bei der Covid-Hotline an. «Meine Gesprächspartner waren aufgrund meines Alters und der Geschwindigkeit der Erkrankung irritiert. Ich wurde mit sechs verschiedene Leuten verbunden, Krankenschwestern, Ärzten», erzählt sie «Le Matin». Schliesslich wurde sie gebeten, ins Universitätsspital in Lausanne zu kommen.

Krank ins Taxi

Morenos Zustand verschlechterte sich. Sie wartete, bis sie wieder zu Kräften kam und setzte sich in ein Taxi. Gelandet sei sie im Covid-Center, wo man sie angesichts ihres Alters und des Fehlens von Vorerkrankungen als nicht gefährdete Person einstufte und sie deshalb erst gar nicht testete. «Ich war geschockt», sagt die 32-Jährige. Sie habe darauf bestanden, dass man bei ihr aber die Temperatur und den Blutdruck messe. Mit den Worten «dass es wie eine Grippe vergehen würde und in ein paar Tagen ausgestanden sei», wurde sie nach Hause geschickt. Am nächsten Morgen scheint es tatsächlich besser zu werden.

«Aber am Nachmittag begannen meine Lungen zu brennen. Es war, als würde ich in einem heissen Ofen atmen. Mein Herz raste und schmerzte. Ich dachte ich bekomme einen Herzinfarkt», sagt sie. Weil ihr das Atmen schwer fiel, öffnete sie die Fenster. Sie rief wieder bei der Hotline an und wurde diesmal an das Centre médical du Valentin SA in Lausanne überwiesen. Wieder setzte sich die Lausannerin in ein Taxi. Unfassbar: Als sie dort ankam, war es geschlossen.

Nach zehn Tagen völlig erschöpft

Moreno hatte genug von der Hotline, wandte sich an ihren behandelnden Arzt. Der hörte ihr endlich zu und verschrieb Dafalgan. Das Medikament wirkte. Ein paar Tage später machte die 32-Jährige aber den Fehler, dass Medikament abzusetzen. Prompt verschlechterte sich ihr Zustand wieder.

Am 26. März, nach einem 10-tägigen Kampf völlig erschöpft, wurde bei Moreno endlich eine Blutuntersuchung gemacht. Vier Tage später hatte sie Gewissheit. Das Resultat fiel positiv aus. Gleichzeitig zeigte der Test aber auch, dass die Virenmenge in ihrem Körper bereits abnahm.

«Ich habe es geschafft. Aber was ich wirklich sagen will, und ich bestehe darauf, ist, dass es wirklich jeden treffen kann. Wir müssen aufhören, zu sagen, dass es nur eine Grippe ist – denn das ist es überhaupt nicht.»


Alexandra Moreno ist 32 und war bis zur Infektion mit dem Coronavirus kerngesund. Sie warnt davor, das Virus zu unterschätzen und stellt klar, dass es keine normale Grippe ist. (Video: Alexandra Moreno via Facebook)

(ete)

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