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Lashana Lynch (32) hat im neuen Bond-Film als erste Doppelnull-Agentin die Lizenz zum Töten: «Es ist grossartig, ein Vorbild sein zu dürfen»

Schauspielerin Lashana Lynch (32) stieg 2019 mit ihrer Rolle in «Captain Marvel» endgültig in den Hollywood-Olymp auf. Nun schreibt die Londonerin im James-Bond-Universum Geschichte. Als erste weibliche, dunkelhäutige Agentin ebnet sie den Weg für eine neue Generation von Bond-Frauen. Neben Daniel Craig (51) hat Lynch in ihrer Rolle als Nomi ebenfalls den Doppelnull-Agenten-Status. Und somit im 25. Bond-Abenteuer «Keine Zeit zu sterben» ebenfalls die Lizenz zum Töten. Im BLICK-Interview spricht Lynch darüber, wie sehr sie sich auf den Filmstart freut – und warum es so wichtig ist, dass eine Frau in die Rolle einer Doppelnull-Agentin schlüpft.

BLICK: Frau Lynch, wir können unser Interview telefonisch führen. Wo erreiche ich Sie gerade?
Lashana Lynch: Wir sitzen hier schon den ganzen Tag in einem Keller in London (lacht). Der Empfang ist wirklich mies. Aber ich freue mich, dass es nun doch geklappt hat und wir sprechen können.

Sie verkörpern Nomi, die erste dunkelhäutige Doppelnull-Agentin in einem Bond-Abenteuer. Was denken Sie darüber, wie Frauen heutzutage in Filmen repräsentiert werden?
Wir haben einen massiven Wandel vollzogen und hart gearbeitet, um einen neuen Typ einer weiblichen Bond-Figur zu schaffen, die sich von den vorherigen Bond-Girls unterscheidet. Aber eine Verschiebung ist noch keine dauerhafte Veränderung. Es gab schon viele Frauen vor mir, die dafür gekämpft haben. Es ist grossartig, Kampfgeist zeigen und ein Vorbild sein zu dürfen. Es muss aber noch viel getan werden – auch im nächsten und übernächsten Film.

Was gefällt Ihnen am Doppelnull-Status?
Das Beste daran ist, sich wie ein Real-Life-Ninja zu fühlen (lacht). Ich habe für diese Rolle sehr hart trainiert, es war eine körperliche Herausforderung.

Sind sich Nomi und James Bond ebenbürtig?
Absolut. Nomi musste noch härter arbeiten, um den gleichen Status wie James Bond zu erhalten. Aber ist das nicht überall so? Ich denke, dass jede Frau in jeder Branche jeweils härter arbeiten muss, um den gleichen Job wie ein Mann zu bekommen.

Anm. d. Red.: Im neuen James-Bond-Abenteuer «No Time to Die» hat sich Bond nach Jamaika zurückgezogen – kehrt wegen einer globalen Krise noch einmal zum MI6 zurück. Dort wird er mit Agentin Nomi konfrontiert.

Gab es denn Momente, in denen Sie aufgeben wollten?
Nein. (Lynchs Antwort kommt sofort und sehr bestimmt.)

Niemals?
Ich wollte niemals aufgeben. Ich bin eine Kämpferin. Das liegt an meiner Herkunft. Ich war immer mutig genug, im richtigen Moment Ja zu sagen – und mich damit wohlzufühlen.

Woher kommt das? Wurden Sie so erzogen?
Ich wuchs in einem alleinerziehenden Haushalt auf. In «Captain Marvel» spielte ich dann selbst eine alleinerziehende Mutter. Eine besondere Rolle, in die ich viele Emotionen und eigene Erfahrungen mit einfliessen lassen konnte.

Was bedeutet es für Sie, Nomi im James-Bond-Film auf die Leinwand zu bringen?
Es ist ein Statement für alle dunkelhäutigen Frauen. Und es ist eine Ehre und macht mich stolz, die jamaikanische Flagge im MI6 als eine 00-Agentin hochzuhalten. Meine Vorfreude liegt bei 1000 Prozent. Ich kann es kaum erwarten, bis es endlich losgeht. Wir haben so viel Arbeit in diesen Film gesteckt, es wird Zeit, dass ihn alle sehen können. Ich bin bereit!

«James Bond 007 – No Time to Die» läuft ab dem 12. November 2020 in den Schweizer Kinos.

Lashana Lynch

Getty Images

Lashana Lynch spielt im 25. James-Bond-Film die Rolle der Agentin Nomi.

Die britische Schauspielerin Lashana Lynch (32) hat jamaikanische Wurzeln und wuchs in London auf. Als Jugendliche nahm sie an Gesangsshows teil. 2006 gewann sie bei «UK Unsigned», bevor sie sich der Schauspielerei widmete. 2007 war sie erstmals in einer Gastrolle in der Serie «The Bill» zu sehen. Ihren Durchbruch feierte Lynch 2019, als sie die Rolle der Maria Rambeau, einer Air-Force-Pilotin, in der Marvel-Verfilmung «Captain Marvel» übernahm. 2020 wird sie im neuen James-Bond-Film zu sehen sein.

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