Switzerland

Kultserie lief im Nationalratssaal: SP-Badran wundert sich über «Friends» im Bundeshaus

Für die Freunde der amerikanischen TV-Serie «Friends» hätte sich gestern ein Besuch im Bundeshaus gelohnt. Auf den Bildschirmen im Nationalratssaal, wo normalerweise die beratenen Geschäfte aufgeführt und die Abstimmungsresultate angezeigt werden, wurde für einmal die US-Sitcom übertragen.

SP-Nationalrätin Jacqueline Badran (58, ZH) nahm an einer Sitzung der nationalrätlichen Wirtschaftskommission teil und wurde Zeugin des überraschenden Einspielers.

Worauf sie flugs twitterte: «Premiere im Nationalratssaal: Übertragung der Serie ‹Friends›. Preisfrage: wie kommts?»

Technische Tests

Badrans Preisfrage beantwortet Mark Stucki von den Parlamentsdiensten: «Im Rahmen von Tests an den technischen Installationen in den Ratssälen wird auch die Einspielung von Videosignalen auf die Bildschirme überprüft. Es handelte sich um einen solchen Test», erklärt er. Die Tests fanden und finden während dieser Tage laufend durch eine externe Firma statt. «Auch, um die Operators zu schulen.»

Doch warum lief ausgerechnet die Kultserie «Friends»? «Reiner Zufall!», so Stucki. «Bei den Tests wurde irgendein Sender eingespielt – und da lief halt gerade ‹Friends›.» Schmunzelnd schiebt er nach: «Tiefere Beweggründe liegen keine dahinter.»

Frühlingssession ohne «Friends»

Nächste Woche beginnt die Frühlingssession. Dass dann wieder die Sitcom über den Bildschirm läuft, dürfen «Friends»-Fans dann aber nicht erwarten.

Sie müssen sich auf Mai vertrösten lassen: Zur amerikanischen Kultserie wird es eine Fortsetzung geben. Zu sehen auf dem Streamingdienst HBO Max – und nicht im Bundeshaus.