Switzerland

Kritik an Maskenpflicht und Zuwarten: Baselland geht auf Konfrontationskurs mit dem Bundesrat

Gesundheitsdirektor Thomas Weber spricht sich entschieden gegen die allgemeine Maskenpflicht im Freien aus, wie diese von Bundesrat Alain Berset als mögliche Massnahmenverschärfung angekündigt worden ist. «Wir erachten eine generelle Maskenpflicht im Aussenbereich als unnötige Einschränkung mit grossem Durchsetzungsaufwand bei geringer Wirkung auf das Infektionsgeschehen.» Ebenso wenig dürfe eine Maskenpflicht bei intensivem Sporttreiben erlassen werden. 

Das schreibt Weber in seiner Beurteilung der vom Bund geplanten Massnahmen. Und weiter: «Gerade wenn die Maskenpflicht im Innenraum deutlich verschärft wird, soll die Möglichkeit erhalten bleiben, sich auch im Siedlungsraum ungehindert an die frische Luft zu begeben.» Die Stellungnahme von Baselland zuhanden der Gesundheitsdirektorenkonferenz ist gestern Nachmittag auf der Kantonshomepage im Internet veröffentlich worden.

In Basel-Stadt dagegen wurde die entsprechende Vernehmlassungsantwort nicht publiziert. «Wir unterstützen den Bund darin, weitere wirkungsvolle Massnahmen gegen die Coronapandemie zu ergreifen», sagt der Basler Regierungssprecher Marco Greiner. Weiter ins Detail gehen will er aber nicht. 

Massnahmen kommen zu spät

Noch in einem weiteren zentralen Punkt weicht der Baselbieter Standpunkt von den vom Bund vertretenen Positionen ab: Die neue Verordnung über besondere Massnahmen hätte bereits per Stichdatum 26. Oktober, also gestern Montag, in Kraft treten müssen. Das Zuwarten mit der neuen Verordnung bis Mitte Woche ist laut Weber kontraproduktiv, «wenn sie die erwartete und nötige Bremswirkung auf das Ansteckungsgeschehen haben soll». 

Grundsätzlich anerkenne Baselland die Notwendigkeit rasch verordneter weiterer Massnahmen. Die Regierung erwarte jedoch, «dass sich diese auf die wesentlichen bekannten Übertragungsorte konzentrieren und die Kollateralschäden minimieren». So unterstütze man die Maskenpflicht ab Sekundarstufe I.

Diese müsse je nach Lageentwicklung aber wieder aufgehoben und nicht auf unbestimmte Zeit angeordnet werden, betont Weber: «Auf Grund der bisherigen Erfahrung befürchten wir, dass dadurch auf die Dauer der Ernst der Lage vergessen werden könnte.» Auf Stufe Primarschule soll die Maskenpflicht nicht ab dem 12. Lebensjahr, sondern ab der entsprechenden Schulstufe gelten, um nicht einzelne ältere Schüler in den Klassen zu diskriminieren. 

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