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Kommentar zur Impfstrategie: Jede zusätzliche Woche Warten auf die Corona-Impfung ist gut investierte Zeit

Die USA und Deutschland versprechen den Impfstoff schon für Dezember. Der Bundesrat wartet. Das ist richtig so.

Wer kriegt ihn – und wann? Der Covid-Impfstoff von AstraZeneca und der Universität Oxford.

Wer kriegt ihn – und wann? Der Covid-Impfstoff von AstraZeneca und der Universität Oxford.

Foto: Keystone

Die Bilder werden um die Welt gehen: Der scheidende US-Präsident Donald Trump, wie er womöglich bei den allerersten Impfungen gegen das Coronavirus dabei sein wird. Mitte Dezember wird er den Start der Covid-Impfkampagne in den USA als Erlösung vermarkten. Und als Verdienst seiner Präsidentschaft. Auch Deutschland wird neben den USA zu den Vorreiter-Staaten der Welt zählen, die noch dieses Jahr mit dem Impfen starten.

Die Schweiz wird dagegen abwarten. Die Zahl der Länder, in denen die Impfungen starten, wird laufend zunehmen. Aber wir werden weiter im Lockdown oder Mini-Lockdown leben. Das ist zwar hart, aber richtig. Auch wenn die Wut von vielen steigen dürfte. Und die Zahl der Maskenverweigerer zunimmt, die meint, der Ausweg sei mit der Impfung ja schon greifbar.

Auch den Dränglern muss bewusst sein, wie gross die Risiken sind, wenn Milliarden Menschen geimpft werden.

Der Schweizer Weg ist der sichere Weg. Noch weiss niemand Genaueres über die Risiken der Impfstoffe. Die Schweiz lässt das Vakzin deswegen nicht schnell unters Volk. Sie kennt keine Notfallfreigabe, wie sie die USA nach den Anschlägen vom 11. September für unerwartete Krisen eingeführt haben. Die Europäische Union kennt die Notfallnutzung eigentlich auch nicht, zieht aber dennoch mit den USA gleich und erlaubt die Covid-Impfung schon vor ihrer ordentlichen Sicherheits- und Wirksamkeitsprüfung und der Zulassung durch die Arzneimittelbehörde.

Natürlich könnte das auch der Bundesrat. Und viele hoffen, das er es auch tut. Tatsächlich hat der Bundesrat schon im Frühjahr im Covid-Dekret die Notfallfreigabe für Covid-Therapien ermöglicht. Allerdings nur für Medikamenteund nicht für Impfungen. Dieser Unterschied ist wichtig.

Impfungen sind zwar nicht wie Medikamente nur Kranken vorbehalten und wären für alle die Erlösung. Aber eben, Medikamente werden an Kranke abgegeben, die ohne sie womöglich sterben. Impfungen erhalten dagegen Gesunde. Das Risiko, dass bei ihnen die Nebenwirkungen schlimmer sein könnten als der Nutzen, ist bei ihnen viel höher. Darum ist die Prüfung durch die Zulassungsbehörde Swissmedic zwingend. Und dafür braucht es nicht nur Medienmitteilungen über vielversprechende Zwischenergebnisse, sondern ausreichende, valide Daten der klinischen Studien. Das kostet Zeit.

Es ist klar, dass die Impfstoffe Nebenwirkungen haben werden. Darum muss auch den Dränglern bewusst sein, wie gross die Risiken sind, wenn Milliarden Menschen geimpft werden. Selbst seltene Begleiterscheinungen werden gehäuft auftreten. Bislang liegen nur Daten zu den Reaktionen bis zu zwei Monaten nach der zweiten Impfspritze bei den klinischen Versuchen vor.

Über mögliche mittel- und langfristige Begleiterscheinungen kann noch gar nichts bekannt sein. Jede Woche, jeder Monat, die die Schweiz wartet, bringt im Endeffekt mehr Sicherheit. In den USA, in Deutschland wie dann auch in der Schweiz werden zuerst die Risikogruppen geimpft.

Der Grund dafür ist nicht nur, dass der Impfstoff anfangs nicht für alle reicht. Sondern dass bei diesen Personen der Nutzen das zunächst noch unbekannte Nebenwirkungsrisiko der Impfung überwiegt. Letztlich muss die Zahl der Corona-Kranken und -Toten mit dem Risiko, das ein vorschneller Impfstart birgt, abgewogen werden. Die USA und Deutschland kommen dabei zu einem anderen Ergebnis als die Schweiz. Sie dürfte damit letztlich besser fahren.

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