Switzerland

Kommentar zum Bundesratsentscheid: Die Mär vom grossen Corona-Knatsch

Aus dem Bier auf der Restaurantterrasse wird so schnell nichts. Kommt es jetzt zum Volksaufstand der Corona-Müden? Unsinn.

Der Bundesrat lässt sich nicht zu schnelleren Lockerungen erweichen: Gesundheitsminister Alain Berset (links) mit Bundespräsident Guy Parmelin.

Der Bundesrat lässt sich nicht zu schnelleren Lockerungen erweichen: Gesundheitsminister Alain Berset (links) mit Bundespräsident Guy Parmelin.

Foto: Peter Klaunzer (Keystone)

Die meisten von uns hätten nichts dagegen gehabt, schon ab 1. März wieder ein Bier in der Gartenbeiz zu trinken. Doch der Bundesrat lässt sich nicht zu schnelleren Lockerungen erweichen als geplant. Kommt es jetzt zum Volksaufstand der Corona-Müden?

Natürlich gibt es die Fraktion der Leichtsinnigen, die am liebsten sofort alles öffnen möchten. Genauso wie es jene der Ängstlichen gibt, die vor jeglicher Öffnung zittern, weil sie im Leben grundsätzlich Angst haben. Zwischen diesen beiden Enden auf der Gemütsskala steht aber eine erstaunlich grosse Mehrheit hinter dem Kurs der kleinen Öffnungsschritte, auch wenn nicht alle mit jedem einzelnen Schritt einverstanden sind.

Viele haben keine Lust, allzu viel zu riskieren und so eventuell eine dritte Welle zu provozieren.

Hört man nämlich genau hin, was Kantone, Verbände und Lobbys in den letzten Tagen und Wochen zur Corona-Politik gesagt haben, lässt sich feststellen: Der Lärm täuscht. Selbst in der besonders hart getroffenen Gastrobranche gibt es neben Frust und Verzweiflung auch Verständnis für den Bundesrat. Nicht alle Beizer fänden eine rasche Teilöffnung kommerziell attraktiv. Zudem sorgen sich auch Gastrounternehmer um die Gesundheit, die eigene und die anderer Menschen.

Ähnlich differenziert ist das Bild in der Tourismusbranche und in anderen Wirtschaftszweigen. Natürlich wäre es vielen lieber, alles ginge schneller. Aber am meisten graut Unternehmern vor einem Hin und Her zwischen Schliessung und Öffnung – dann ziehen sie es doch vor, etwas länger zu warten, bis sie schliesslich wieder endgültig öffnen können.

Den relativ breiten Corona-Konsens als übermässige Behördengläubigkeit der Schweizerinnen und Schweizer zu deuten, wie das einige libertäre Zeitgenossen tun, ist schräg. Es ist viel simpler: Nachdem die Schweiz im letzten Sommer in die zweite Welle hineingerasselt ist, haben heute trotz schönem Frühlingswetter viele keine Lust, allzu viel zu riskieren und so eventuell eine dritte Welle zu provozieren.

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