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KOMMENTAR - Ein Triumph mit Ansage – der Meistertitel des EV Zug ist das Produkt zielgerichteter Arbeit, substanzieller Investitionen und einer innovativen Denkweise

Gleich bei der ersten Gelegenheit seit dem verlorenen Final gegen Bern vor zwei Jahren schliesst der EV Zug seine Metamorphose ab – der Klub gewinnt den ersten Meistertitel seit 23 Jahren. Die Zuger dürften auf Dauer ein Schwergewicht im Schweizer Eishockey bleiben.

Ein wichtiges Puzzlestück des Zuger Erfolgs: der hochpreisige Goalie Leonardo Genoni, der in den Play-offs seine Klasse zeigte.

Ein wichtiges Puzzlestück des Zuger Erfolgs: der hochpreisige Goalie Leonardo Genoni, der in den Play-offs seine Klasse zeigte.

Urs Flüeler / Keystone

Im April 2019 sagte Patrick Lengwiler, der CEO im EV Zug, die Frage sei nicht ob, sondern nur wann sein Verein Schweizer Meister werde. Die Aussage gefiel nicht allen, für manche stand sie exemplarisch für die Überheblichkeit der neureichen Emporkömmlinge aus Zug, die Anhänger anderer Klubs beispielsweise bei der schikanösen Behandlung der Gästefans nicht zu Unrecht monierten. Doch Lengwiler hat Wort gehalten; gleich bei der ersten Gelegenheit seit dem verlorenen Final gegen Bern vor zwei Jahren hat der EVZ seine Metamorphose abgeschlossen.

In den 23 Jahren seit der letzten Meisterschaft waren die Zuger einiges: eine ewig graue Maus in der Hertihalle, ein EV Hollywood in den Jahren des streitbaren Trainers Doug Shedden und zuletzt ein braver Verlierer. Die Brechstange haben die Zuger trotzdem nicht ausgepackt, ihr zweiter Titel der Klubgeschichte ist einer mit Ansage. Er ist das Produkt zielgerichteter Arbeit, von substanziellen Investitionen, von innovativer Denkweise.

Das Management hat mit Dan Tangnes den richtigen Coach gefunden, einen Norweger, der ganzheitlich denkt, aus dem in drei Jahren in Zug einer der hoffnungsvollsten Trainer in Europa geworden ist. Tangnes ist mit seinem Mix aus Lockerheit, Positivität und Arbeitseifer ein perfekter Botschafter für diese Organisation. Und ihm wurde mit den hochpreisigen Nationalspielern Leonardo Genoni und Grégory Hofmann die nötige Qualität zur Verfügung gestellt. Die Zuger haben seit 2019 cleverer transferiert als die Konkurrenten, als die vermögenderen ZSC Lions beispielsweise; ein wichtiges Puzzlestück war im Herbst die Verpflichtung der langjährigen NHL-Stammkraft Justin Abdelkader, der in Zug 5000 Franken pro Monat verdient.

Von der erhöhten Qualität im Kader hat der EVZ in dieser Saison ebenso gezehrt wie vom 100 Millionen Franken teuren Geschenk ihres Präsidenten. So viel hat sich der Milliardär Hans-Peter Strebel das Trainingszentrum OYM in Cham kosten lassen, in dem die Profis nach den Empfehlungen von ETH-Wissenschaftern trainieren und essen. Die Spieler weisen in dieser Saison fast ausnahmslos die besten Fitnesswerte ihrer Karriere aus, der physische Vorteil zinste vor dem Meistertitel in einer Qualifikation für die Ewigkeit, in welcher der EVZ mit 119 Punkten einen Rekord aufstellte. Der Titel ist logisch, Zug hat die Liga seit dem Start im Oktober dominiert wie lange kein Klub mehr.

Es spricht einiges dafür, dass Zug nicht wieder 23 Jahre auf den nächsten Titel wird warten müssen. Das Fundament steht, der EVZ wird auf Dauer ein Schwergewicht der Liga bleiben, auch wenn die Abgänge von Captain Raphael Diaz (Gottéron) und Grégory Hofmann (NHL) schmerzen. Der Triumph ist ausserdem gleichbedeutend mit einer Wachablösung im Schweizer Eishockey – die Zeit, in der Zürich und Bern die Titel untereinander aufteilen, ist vorbei –, auch darum wehrt man sich bei den ZSC Lions so heftig gegen die nötigen Reformen in dieser Branche: Wer ständig gewinnt, will den Status quo bewahren.

Doch das Championat ist ausgeglichener geworden; der Finaleinzug von Genf/Servette und die Halbfinalqualifikation der Rapperswil-Jona Lakers belegen das. Nach Zug dürfte bald ein anderer Klub seine Durststrecke beenden können. Patrick Lengwiler würde sagen: Die Frage ist nicht ob, nur wann.

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