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KOMMENTAR - Das sinnlose Sterben in den USA geht weiter. Auch der jüngste Massenmord in Texas wird nicht zu einem Umdenken führen

Im Wochenrhythmus erschüttern Massaker die USA, doch griffige Waffengesetze bleiben chancenlos. Das Land hat sich an die Morde gewöhnt und nimmt sie scheinbar machtlos hin.

Der Kauf einer Schusswaffe ist in den USA ohne grosse Formalitäten möglich. Im Bild ein Waffengeschäft in Georgia.

Der Kauf einer Schusswaffe ist in den USA ohne grosse Formalitäten möglich. Im Bild ein Waffengeschäft in Georgia.

Robin Rayne / Imago

Es ist wieder die Zeit der «thoughts and prayers», des Mitgefühls und der Gebete. Mit dieser Floskel reagieren Politiker und Prominente in den USA jeweils auf nationale Tragödien wie das jüngste Massaker an einer texanischen Primarschule. In Endlosschleifen flimmern die Bilder von Eltern in grenzenloser Verzweiflung, traumatisierten Kindern und wie für einen Krieg gerüsteten Polizisten auf einem Pausenplatz über die Bildschirme des Landes. Sie werden begleitet von den immergleichen Appellen, nun müsse doch endlich etwas getan werden gegen die alltägliche Waffengewalt – es folgt die ebenso reflexartige Aufforderung des konservativen Lagers, das Drama doch bitte nicht zu politisieren.